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Illig: 65 Jahre Wegbereiter und Taktgeber im Thermoformen

Am 27. Mai d.J. jährt sich der Gründungstag des Heilbronner Maschinenbauers Illig bereits zum 65. Mal. 1946 von Adolf Illig als mechanische Reparaturwerkstatt in seiner Heimatstadt Heilbronn gegründet, genießt das Unternehmen heute den Ruf als weltweit führender Anbieter von Hochleistungsanlagen und Werkzeugen zum Thermoformen von Kunststoffen und von Lösungen für die Verpackungsindustrie. Mehr als 20.000 Maschinen, auf denen Verarbeiter rund um den Globus anspruchsvolle und hochpräzise Formteile aus thermoplastischen Kunststoffen für nahezu alle Industriezweige und Bereiche des täglichen Lebens produzieren, sind ein Beleg für die hohe Akzeptanz der Marke. Nach wie vor in Familienbesitz, leiten seit den 1980er Jahren Wolfgang Illig und Karl Schäuble, Sohn und Schwiegersohn des Unternehmensgründers, die Geschicke des als Pionier der Thermoformtechnik geltenden Spezialisten; mittlerweile ist bereits die dritte Generation im Unternehmen aktiv. Von den weltweit 750 Mitarbeitern sind am Standort Heilbronn 700 beschäftigt, davon allein 100 im Bereich Forschung und Entwicklung. Zum weltweiten Netzwerk gehören eigene Niederlassungen in Frankreich, Groß-Britannien und in den USA sowie eigene Servicestützpunkte in Fernost, Japan und Lateinamerika, ergänzt um Handelsvertretungen in über 80 Ländern.

Adolf Illig (Bildmitte vorn mit Mütze) und Mitarbeiter seiner am 27. Mai 1946 in der Garage des elterlichen Wohnhauses in Heilbronn eröffneten mechanischen Reparaturwerkstatt.

Von der Garagenwerkstatt zum Weltmarktführer
In seiner Werkstatt in der elterlichen Garage hat Adolf Illig 1946 begonnen, defekte Geräte und Maschinen jeglicher Art zu reparieren. Zu den Kunden der ersten Stunde zählten insbesondere die im 2. Weltkrieg stark zerstörten Heilbronner Firmen. Bereits 1948 bringt Adolf Illig das erste eigene Produkt auf den Markt: eine Säulenbohrmaschine. Den Schwenk hin zur damals noch in den Anfängen steckenden Kunststoffverarbeitung verdankt er dem Anliegen eines Kunden, Folien und Platten aus Kunststoff zu verformen. Und so legt Adolf Illig 1956, zehn Jahre nach Gründung seiner Reparaturwerkstatt, mit dem Bau der ersten Vakuumformmaschine vom Typ UA 100 den Grundstein für den bis heute anhaltenden Erfolg des Thermoformspezialisten Illig. Bereits 1960 entsteht mit dem Maschinentyp R 650 der weltweit erste von der Rolle arbeitende Vakuumformautomat, ausgelegt für die Serienherstellung von Deckeln aus vorbedruckter Folie. Nur drei Jahre später folgt der erste Druckluft-Schnellformautomat für den kombinierten Form-Stanz-Betrieb. Dies war die Geburtsstunde der erfolgreichen RDM-Baureihe, die in der heutigen Maschinengeneration nach wie vor als Maßstab für die wirtschaftliche Großserienfertigung insbesondere von Bechern jeglicher Form und Größe gilt. Erweitert wird das Maschinenprogramm Ende der 1970er Jahre mit der ersten Verpackungsanlage, die das Formen der Grundverpackung mit dem nachfolgenden Befüllen (vorrangig mit pastösen Lebensmitteln) und abschließendem Verschließen zur fertigen Verkaufsverpackung integriert.

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Bis heute hat das Unternehmen die Machbarkeitsgrenzen im Thermoformen immer wieder neu definiert. So auch mit den Thermoformern der aktuellen 3. Generation, die durch hohe Reproduzierbarkeit aller Einstellungen erheblich gesteigerte Produktivität mit hoher Qualität der Formteile kombinieren und gleichzeitig eine Verbesserung der Energieeffizienz ermöglicht haben. Ein besonders wichtiger, Innovationen vorantreibender Bereich ist dabei der Verpackungssektor. Jüngere Entwicklungen wie Form- und Stanzmaschinen, mit denen sich durch Thermoformen erstmals Verpackungen mit starken Hinterschneidungen in der Kontur herstellen lassen, oder auch die Integration der IML-Dekorationstechnik stehen stellvertretend für diese Entwicklung.

"Heute bietet Illig ein umfangreiches, ausgereiftes und modulares Maschinenprogramm, um damit nahezu alle Bereiche im Thermoformen abzudecken. Mit unserem in 65 Jahren Unternehmensgeschichte gewachsenen Know-how werden wir uns auch künftig für die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser vielseitig nutzbaren Technologie engagieren", blickt Karl Schäuble mit Zuversicht in die Zukunft. lg

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