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Hermle steigert Umsatz bis Ende September 2011 um 56 %

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG bleibt weiterhin auf Wachstumskurs: In den ersten drei Quartalen 2011 erhöhte sich der Konzernumsatz des schwäbischen Werkzeugmaschinenspezialisten gemessen am vergleichbaren Vorjahreszeitraum um über 56 % auf 178,4 Mio. Euro (Vj. 114,1). Dabei legte das Inlandsvolumen um rund 64 % auf 88,8 Mio. Euro zu (Vj. 54,0). Der Auslandsumsatz vergrößerte sich um gut 49 % auf 89,6 Mio. Euro (Vj. 60,1), das entspricht einer Exportquote von 50,2 % (Vj. 52,7 %). Durch die erheblich gestiegene Auslastung der Kapazitäten verbesserte sich das Konzernergebnis im selben Zeitraum deutlich stärker als der Umsatz.

Im Zuge der Geschäftsausweitung nahm auch die Zahl der Mitarbeiter zu: Am 30. September 2011 beschäftigte Hermle konzernweit 889 Arbeitnehmer, das sind 57 Personen mehr als vor Jahresfrist. Der Zuwachs resultierte aus der Neueinstellung und Übernahme von Auszubildenden sowie punktuellen Ergänzungen in Service und Auslandsvertrieb. Am Stichtag lag die Zahl der Auszubildenden wie ein Jahr zuvor bei 97 jungen Menschen, das sind rund 14 % der Belegschaft am Ausbildungsstandort Gosheim (Vj. 15 %).

Um die Abläufe in Service und Versand weiter zu beschleunigen, errichtete Hermle im laufenden Jahr am Firmensitz in Gosheim ein neues Lager- und Logistikzentrum. Das hochmoderne Gebäude war Ende September nach nur sechs Monaten Bauzeit wie geplant bezugsfertig. Der Umzug wird noch im November abgeschlossen. Das neue Logistikzentrum bildete den Schwerpunkt der Investitionen in den ersten neun Monaten 2011, die sich konzernweit auf rund 11 Mio. Euro beliefen. Dank einer unverändert soliden Finanz- und Vermögenslage konnte man diese Kapazitätserweiterung komplett aus eigenen Mitteln bewältigen. Derzeit steht der Umbau des bisherigen Lagers in zusätzliche Montagekapazität zur weiteren Verbesserung der flexiblen Abläufe an.

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Beim Auftragseingang verzeichnete das Unternehmen in den ersten drei Quartalen 2011 konzernweit ein Plus von rund 81 % auf 253,3 Mio. Euro (Vj. 139,8). Der Ordereingang aus dem Inland stieg um knapp 67 % auf 119,8 Mio. Euro (Vj. 71,9). Aus dem Ausland kamen mit 133,5 Mio. Euro annähernd 97 % mehr neue Bestellungen herein (Vj. 67,9). Nach dem Nachfrageboom im ersten Halbjahr 2011 hat sich die Entwicklung im dritten Quartal erwartungsgemäß normalisiert. Auch im Oktober setzte sich dieser Trend fort.

Zum Stichtag 30. September 2011 verfügte man konzernweit über einen Auftragsbestand in Höhe von 108,2 Mio. Euro. Gegenüber dem Jahresende 2010 entspricht das mehr als einer Verdreifachung (31.12.2010: 33,3). Damit ist die Auslastung der Kapazitäten bis in das Folgejahr hinein gesichert.

Für das Gesamtjahr bleibt Hermle daher trotz zunehmender konjunktureller Unwägbarkeiten zuversichtlich. Das Unternehmen erwartet, den Konzernumsatz 2011 auf deutlich über 240 Mio. Euro steigern zu können (2010: 187,6) und das Ergebnis überproportional zum Geschäftsvolumen zu erhöhen (Betriebsergebnis 2010: 24,8). Darüber hinaus gehende Prognosen sind derzeit kaum möglich, da nicht unwahrscheinlich ist, dass die Konjunktur in den kommenden Monaten durch die Staatsschulden- und Eurokrise sowie die andauernden negativen Meldungen weiter abgebremst wird. Das UNternehmen sei auf Nachfrageschwankungen aber grundsätzlich sehr gut vorbereitet - dank einer soliden Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie einer hohen Flexibilität. lg

 

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