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Hermle spürt Wirtschaftskrise

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG bekam die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise im ersten Quartal 2009 erwartungsgemäß deutlich zu spüren. Der Konzernumsatz nahm in den ersten drei Monaten verglichen mit dem sehr starken Vorjahresquartal um rund 33% auf 39,7 Mio. Euro ab (Vj. 59,3). Hiervon entfielen 24,1 Mio. Euro auf das Inland (Vj. 32,2) und 15,7 Mio. Euro auf das Ausland (Vj. 27,1). Trotz der geringeren Auslastung der Kapazitäten erzielte Hermle im Berichtszeitraum ein positives Ergebnis. Die Vermögens- und Finanzsituation des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers stellte sich dank einer soliden Eigenkapitalquote von über 70% im Konzern und hohen liquiden Mitteln nach wie vor sehr solide dar.

Noch stärker als der Umsatz brach im ersten Quartal 2009 der Auftragseingang ein, der konzernweit um fast 74% auf 19,7 Mio. Euro (Vj. 74,8) zurückging. Dabei verringerten sich die neuen Bestellungen im Inland auf 10,6 Mio. Euro (Vj. 42,0). Aus dem Ausland gingen mit 9,1 Mio. Euro (Vj. 32,8) ebenfalls deutlich weniger Aufträ-ge ein. Der Auftragsbestand lag per Ende März 2009 bei 23,8 Mio. Euro gegenüber 43,8 Mio. Euro zum Jahresende 2008.

Als Reaktion auf die Krise wurden die Arbeitszeiten bei Hermle zunächst im Rahmen des flexiblen Arbeitszeitkonzepts reduziert. Darüber hinaus wurden in allen Bereichen Einsparungen vorgenommen und die Investitionen auf das nötige Mindestmaß reduziert. Seit Anfang Mai hat das Unternehmen außerdem Kurzarbeit eingeführt. Hermle setzt alles daran, die Arbeitsplätze seiner sehr gut qualifizierten Mitarbeiter zu sichern. Zum Stichtag 31. März 2009 waren konzernweit 794 Beschäftigte tätig (Vj. 754).

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Im weiteren Jahresverlauf wird sich der Druck auf die Ertragslage wegen der drastischen Auftragseinbußen und mangels Indizien für eine schnelle Verbesserung der Situation noch erhöhen. Deshalb rechnet Hermle im Gesamtjahr 2009 mit einem sehr deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang.

 

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