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Hermle erwartet moderates Umsatzplus

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle konnte den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2012 gemessen am entsprechenden Vorjahreszeitraum um gut 18 Prozent auf 135 Millionen Euro steigern. Dabei vergrößerte sich das Inlandsvolumen um rund 5 Prozent auf 59,4 Millionen Euro. Im Ausland wurde sogar ein Plus von 31 Prozent auf 75,6 Millionen Euro erzielt. Somit erhöhte sich die Exportquote des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers von 50,6 Prozent auf 56 Prozent.

Am 30. Juni 2012 erlernten wie ein Jahr zuvor 87 junge Menschen einen praxisorientierten Beruf am Hermle-Firmensitz in Gosheim.

Durch den Mehrumsatz und die gute Kapazitätsauslastung nahm das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) des Hermle-Konzerns in den ersten sechs Monaten 2012 um annähernd 29 Prozent auf 20,7 Millionen Euro zu. Inklusive des ebenfalls verbesserten, positiven Finanzergebnisses ergab sich ein um knapp 29 Prozent gestiegenes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 21,1 Millionen Euro. Daraus errechnete sich eine Bruttoumsatzmarge von 15,6 Prozent (Vj. 14,3). Der Periodenüberschuss kletterte von 11,7 Millionen Euro auf 15,2 Millionen Euro.

Ähnlich wie in der gesamten Werkzeugmaschinenindustrie hat sich die Nachfrage im laufenden Jahr auch bei Hermle beruhigt. Der Auftragseingang nahm von Januar bis Juni 2012 konzernweit um etwa 12 Prozent auf 152,2 Millionen Euro ab. Im Inland erhielt das Unternehmen neue Bestellungen im Wert von 66,5 Millionen Euro (Vj. 77,5) und aus dem Ausland von 85,7 Millionen Euro (Vj. 94,7). "Angesichts der extrem hohen Vorjahreszahlen", so Vorstandssprecher Dietmar Hermle, "sehen wir das aber eher als Normalisierung." Nach wie vor liegt der Ordereingang über dem Umsatzvolumen, sodass sich der Auftragsbestand zum Stichtag 30. Juni 2012 auf 100,7 Millionen Euro (Vj. 91,4) weiter vergrößerte.

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Die Finanz- und Vermögenslage des Hermle-Konzerns hat sich ebenfalls weiter verbessert: Im ersten Halbjahr 2012 stiegen die liquiden Mittel um 9,2 Millionen Euro auf 78,4 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote kletterte im Vergleich zum Jahreswechsel von 68,4 Prozent auf 70,8 Prozent.

Von Januar bis Juni 2012 investierte das Unternehmen konzernweit 2,5 Millionen Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Vj. 4,8). Die Schwerpunkte lagen auf Optimierungsmaßnahmen in verschiedenen Fertigungsbereichen, beispielsweise in der Qualitätssicherung, sowie auf dem Fuhrpark.

Die Zahl der Hermle-Mitarbeiter vergrößerte sich per Ende Juni im Stichtagsvergleich um 66 auf 910 Personen. Neueinstellungen gab es vor allem im Service sowie an verschiedenen ausländischen Standorten, unter anderem in Europa und den USA. Darüber hinaus machte sich die Übernahme von Auszubildenden bemerkbar, da die frei gewordenen Lehrstellen wie bei Hermle üblich wieder mit neuen Berufsanfängern besetzt wurden. Am 30. Juni 2012 erlernten wie ein Jahr zuvor 87 junge Menschen einen praxisorientierten Beruf am Firmensitz in Gosheim.

Zu Beginn des zweiten Halbjahres 2012 hielt die normalisierte, zufriedenstellende Entwicklung bei Hermle an. Bislang spürt das Unternehmen keine Auswirkungen der sich zuspitzenden Eurokrise, beobachtet die Entwicklung aber sehr genau und schließt nicht aus, dass sich die Nachfrageberuhigung in den kommenden Monaten fortsetzt. Dank des hohen Auftragsbestands rechnet Hermle im Gesamtjahr 2012 unverändert mit einem moderaten Umsatz- und Ergebnisplus. Dabei dürfte der Ergebniszuwachs aufgrund abflachender Umsatzzuwächse und steigender Materialkosten weniger stark ausfallen als in den ersten sechs Monaten. kf

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