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Günzburger Steigtechnik: Vereint im Kampf gegen Plagiate

Kämpfen gemeinsam gegen Plagiate: Ferdinand Munk von der Günzburger Steigtechnik (Mitte), hier gemeinsam mit Plagiarius-Gründer Prof. Rido Busse und dessen Tochter Alibi Busse, Rechtsanwältin in München.

Als Chef eines deutschen Qualitätsherstellers kämpft Ferdinand Munk, Geschäftsführer der Günzburger Steigtechnik GmbH, schon seit vielen Jahren aus eigenem Interesse gegen Plagiate. Jetzt war Munk erstmals aktiv an der international vielbeachteten Aktion "Plagiarius" beteiligt. Der Unternehmer aus dem Landkreis Günzburg war als einer von zwei Wirtschaftsvertretern aus Bayern in die zehnköpfige Jury berufen worden, die über den Plagiarius 2012 entscheiden musste.
Der Plagiarius ist der Negativpreis der Wirtschaft und wurde jetzt auf der Frankfurter Konsumgütermesse "Ambiente" bereits zum 36. Mal verliehen. Bereits seit 1977 vergibt die vom Ulmer Design-Professor Rido Busse gegründete Aktion "Plagiarius" die gefürchtete Negativ-Auszeichnung an Hersteller und Händler, die Qualitätsprodukte besonders dreist nachahmen.
"Die Berufung in die hochkarätig besetzte Jury ist eine besondere Ehre für mich. Ich bin stolz, dass ich Prof. Busse im Kampf gegen den Plagiarismus unterstützen konnte. Auch in diesem Jahr waren die zu bewertenden Fälschungen wieder besonders dreist", erklärte Munk nach der Rückkehr von der Plagiarius-Pressekonferenz in Frankfurt.
Dort hatte die Jury die Rimulux GmbH aus Essen mit dem Plagiarius 2012 ausgezeichnet, und zwar für den Vertrieb eines Nachbaus der Leichtbau-Schmiedefelge "AC Schnitzler Typ V" der AC Schnitzler automobile Technik aus Aachen.
Neben Ferdinand Munk gehörten unter anderem Beate Schmidt, die Präsidentin des Bundespatentgerichts in München, die Wuppertaler Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher und Dr. Rudolf Wieser, Mitglied des Vorstands der WMF AG in Geislingen, der Jury an.
"Der Kampf gegen Plagiate ist sehr wichtig", meint Ferdinand Munk und spricht aus eigener Erfahrung. Auch die Günzburger Steigtechnik war als Qualitätshersteller von Steigtechniklösungen bereits Angriffsziel von Nachahmern. "Eines unserer Produkte im Bereich Rettungstechnik wurde von einem Konkurrenten in Fernost kopiert. Wir haben rechtzeitig davon erfahren und konnten die Markteinführung juristisch gerade noch verhindern. Das war auch gut so, denn die dreiste Kopie wies gravierende Sicherheitsmängel auf. Speziell bei Arbeiten in der Höhe hätte das fatale Folgen für die Rettungskräfte haben können", so Munk.
Plagiarismus ist international weit verbreitet. Allein im Jahr 2010 haben europäische Zollbeamte an den EU-Außengrenzen mehr als 103 Millionen schutzrechtsrelevante Waren beschlagnahmt. Der Wert dieser Waren wird auf über eine Milliarde Euro geschätzt. Knapp 85 % dieser Waren hatten ihren Ursprung in China. Plagiate und Fälschungen werden aber nachweislich auch in Europa und anderen Industrienationen in großen Mengen hergestellt, von Billig-Discountern importiert oder sogar in Auftrag gegeben. lg

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