Digitalisierung im Anlagen- und Maschinenbau

Gemeinsame Rechenzentrums-Lösungen von Rittal und ABB

ABB und Rittal geben die globale Ausweitung ihrer strategischen Zusammenarbeit bekannt: Für die anlagen- und maschinennahe Realisierung zuverlässiger IT-Systeme wollen die beiden Partner wegbereitende Rechenzentrums-Lösungen gemeinsam anbieten.

ABB und Rittal geben die globale Ausweitung ihrer strategischen Zusammenarbeit bekannt.

Die Unternehmen blicken auf eine bewährte Partnerschaft im Bereich unterbrechungsfreier Stromversorgung (USV) zurück. Mit der angekündigten Weiterentwicklung ihrer Zusammenarbeit zielen beide auf den Ausbau ihrer Aktivitäten bei der Infrastruktur von Rechenzentren. Insbesondere in Regionen wie Nord- und Südamerika, Asien und Europa werden die innovativen, modularen Lösungen, die Sicherheit und hohe Verfügbarkeit gewährleisten, zum Einsatz kommen.

Durch diese strategische Partnerschaft entsteht ein umfassendes Portfolio an technischen Lösungen und Services, wie beispielsweise USV-Systeme, Secure-Edge-Rechenzentren mit integriertem Brandschutz, Edge-Rechenzentren sowie skalierbare modulare Rechenzentren und Container-Lösungen für die Stromversorgung.

Sowohl ABB als auch Rittal unterstützen mit ihren weltweiten Netzwerken von Spezialisten aus Vertrieb, Engineering und Service den gemeinschaftlichen strategischen Ansatz für die Planung und Realisierung moderner Rechenzentren, wie zum Beispiel Edge Computing-Rechenzentren.

Die vorgefertigten, robusten Rechenzentrumslösungen – wie beispielsweise das in Zusammenarbeit mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) auf der Hannover Messe vorgestellte Secure Edge Data Center (SEDC) – sind speziell für die Digitalisierung von Produktionsprozessen in rauen Industrieumgebungen konzipiert. Diese Lösungen ermöglichen die maschinen- und anlagennahe Realisierung von IT-Systemen, die sich insbesondere durch hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit sowie niedriger Netzwerk-Latenz auszeichnen.

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Andreas Keiger, Executive Vice President der Global Business Unit IT bei Rittal.

„Unsere Kunden profitieren durch den Ausbau unserer Partnerschaft mit ABB durch die optimale Ergänzung des Know-how zweier globaler Technologieführer. Unsere schlüsselfertigen und in der Praxis bewährten Lösungen unterstützen Unternehmen bei der Bereitstellung der erforderlichen IT-Infrastruktur für sicheres Edge Computing oder andere smarte Anwendungen und damit bei der Realisierung des Mehrwerts von Digitalisierung in der Industrie“, sagt Andreas Keiger, Executive Vice President der Global Business Unit IT bei Rittal.

Lara Cortinovis, Global Product Group Manager Power Protection bei ABB

„Bei USV-Systemen und Stromversorgungslösungen ist ABB schon lange ein zuverlässiger Partner für Rittal. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit ließ uns den Ausbau der bestehenden Partnerschaft und die Ausweitung auf internationaler Ebene vereinbaren, mit dem Ziel Wachstumschancen zu realisieren. ABB agiert dabei nicht nur als Lieferant von Komponenten und Systemen, sondern wird vor Ort eingebunden, um sowohl den Vertrieb als auch das Service-Angebot in den lokalen Märkten zu stärken", ergänzt Lara Cortinovis, Global Product Group Manager Power Protection bei ABB.

Dezentrale Datenverarbeitung tritt in ein neues Zeitalter

Moderne Edge-Rechenzentren sind für datengetriebene Wirtschaftssysteme, in denen das Internet der Dinge enorme Datenmengen erzeugt, unerlässlich. Ein Edge-Rechenzentrum bringt die IT-Infrastruktur näher an den Ort der Datenerzeugung und führt damit zu einer niedrigeren Netzwerk-Latenz bei erhöhter Sicherheit und Zuverlässigkeit der Datenverarbeitungsprozesse, die für viele Industrie 4.0-Szenarien erforderlich sind.

Nachweisliche Erfolge bei der Digitalisierung

Gemeinsame IT-Referenzprojekte umfassen kritische Infrastrukturen, beispielsweise die Realisierung eines neuen Rechenzentrums für einen europäischen Flughafen.

Bei dem Projekt Lefdal Mine Datacenter handele es sich um eines der effizientesten, umweltfreundlichsten und sichersten Colocation-Rechenzentren in Europa, so heißt es. Das Rechenzentrum wurde in einem stillgelegten Olivin-Bergwerk in Norwegen gebaut und bietet eine IT-Kapazität von über 200 MW in der ersten Expansionsphase. Die beiden Partner arbeiten hier Hand in Hand und bieten eine schlüsselfertige und skalierbare IT-Infrastruktur für eine flexible Nutzung von IT-Systemen. kp

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