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Führungswechsel bei Solidworks

Neues Führungsteam: Chefredakteur Stefan Graf sprach mit Bertrant Sicot, CEO Solidworks, und Jeff Ray, Executive Vice President of Geographic Operation über die Hintergründe und Veränderungen.
Bertrant Sicot hatte auf der Solidworks World seinen ersten Auftritt als CEO.

eDM: Der Führungswechsel bei Solidworks kam sehr überraschend. Was war der Grund hierfür?

Ray: Ich habe Solidworks als CEO seit 2007 geführt. In dieser Zeit konnte ich sehr viel bewegen und die Integration von Solidworks und Dassault Systèmes (DS) mitgestalten. Nun bot sich die Chance, Aufgaben bei DS zu übernehmen, die es mir ermöglichen, noch mehr Einfluss auf den weiteren Weg von Solidworks zu nehmen. Ich kann in der Position des Executive Vice President of Geographic Operation weltweit unsere Landesgesellschaften und Partner unterstützen, damit diese noch besser arbeiten können. Künftig sitze ich mit am DS-Tisch, wenn Entscheidungen getroffen werden.


eDM: Wie wird das praktisch aussehen? Arbeiten Sie in den USA und reisen viel?

Ray: (lacht) Ganz im Gegenteil. Ich sitze sozusagen auf gepackten Koffern und ziehe mit meiner Frau nächste Woche nach Frankreich. Vorerst für ein Jahr, dann werden wir weitersehen, wo mein Schreibtisch steht.

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eDM: Herr Sicot, Ihre Ernennung zum CEO war zwar überraschend, aber Sie sind kein unbeschriebenes Blatt bei Solidworks …

Sicot: Das ist absolut richtig. Ich kenne das Unternehmen seit 1997 und war Solidworks zweiter Angestellter in Europa. Wir waren zwar sehr erfolgreich in den vergangenen Jahren, aber in Zukunft werden die Herausforderungen groß sein. Uns bieten sich viele Chancen, zusammen mit DS noch erfolgreicher zu agieren. Wir werden in der Technologie große Schritte nach vorn machen und neue Produkte ankündigen – einige davon hier in San Antonio.


eDM: Es scheint einiges in Bewegung zu kommen bei Solidworks – was die Betriebssystembasis betrifft und auch Produkte für Datenmanagement und Collaboration.

Sicot: Das ist richtig. Letztes Jahr haben wir ja schon einige Ankündigungen gemacht, die sich auf die V6-Technik von DS bezieht. Ein erstes Produkt ist marktreif: „N!fuze“, eine Online-Kollaborationsplattform. Diese ermöglicht die Zusammenarbeit von kleinen Konstruktionsteams. Wir haben außerdem Solidworks nun auch lauffähig auf mobilen Computern wie dem iPad.

Ray: Die V6-Technik wird selbstverständlich eine entscheidende Rolle bei zukünftigen Produkten spielen. Die Vorteile, die sich aus der Zusammenarbeit mit DS ergeben wird Solidworks in Zukunft verstärkt nutzen.


eDM: In der Vergangenheit war auch schon viel die Rede von Cloud-Technik-Lösungen. Ist auch an eine Online-Version der 3D-CAD-Software denkbar?

Sicot: Auf der technischen Seite sind viele Varianten möglich. Letztlich geht es aber darum, was die Kunden wollen. Eine Online-Version ist denkbar; es wird aber immer auch CAD mit einer lokalen Installation verfügbar sein. Neue Technologie nur aus Image- oder Marketinggründen ist aus meiner Sicht nicht sinnvoll. -sg-

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