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Fuchs: Neues Technologiezentrum in Mannheim

Lokal entwickeln für globale Anforderungen: Zentrale Bedeutung kommt bei Fuchs Europe Schmierstoffe dabei dem Standort Mannheim zu, dem Sitz des Unternehmens mit inzwischen mehr als 130 Mitarbeitern in Forschung & Entwicklung. Optimale Bedingungen zur Bündelung der Kräfte und Kompetenzen bietet das neu bezogene Technologiezentrum. Rund 100 Mitarbeiter sind mittlerweile in ihr neues Domizil umgezogen - ein dunkel-elegantes, 50 x 50 m² großes zweistöckiges Gebäude in Form eines Atriumhauses (Innenhof 20 x 20 m²) mit einer Gesamtfläche von 6.300 m², einer reinen Laborfläche von etwa 2.000 m² und einer Bürofläche von 400 m².

Die Laborfläche im neuen Domizil der Fuchs Schmierstoffe Europe beträgt etwa 2.000 Quadratmeter.

Hinzu kommen ein Keller mit allein 800 m² für die Gebäudetechnik und ein Musterkeller von 700 m². Vordem waren die Abteilungen teilweise auf drei Standorte auf dem Werksgelände verteilt. Hier sind jetzt die meisten F&E-Abteilungen vereint - bis auf die F&E-Labors Schmierfette, Industrieschmierstoffe und Automotive Schmierstoffe, die schon vor einigen Jahren neue Labors bezogen hatten:

  • Kühlschmierstoffe für die spanende Metallbearbeitung und Härteöle
  • Korrosionsschutzmittel, Reiniger und Umformschmierstoffe
  • Vorausentwicklung
  • Know-how-Transfer
  • Service-Labor und Qualitätskontrolle
  • Industrieschmierstoffe
  • Automotive Schmierstoffe

Der konkrete Planungsstart war im Jahr 2007. Ermöglicht wurde die Erweiterung dadurch, dass das 11.500 m² große Gelände des früheren "Röhrenlagers Mannheim" der Benteler-Gruppe zum Verkauf stand. Ausschlaggebend für den Kauf war, dass dieses Gelände genau zwischen den Werksteilen 1 und 2 liegt - damit konnten die zuvor getrennten Bereiche zusammengeführt und erweitert werden. Zunächst wurde aus dem Verwaltungsgebäude des Röhrenlagers das neue Vertriebszentrum der Fuchs Europe Schmierstoffe GmbH, bezogen im Jahr 2010 und Arbeitsstätte von mehr als 100 Mitarbeitern aus Geschäftsführung, Produktmanagement und Vertrieb. Dabei wurde auch ein großer Vortrags- und Veranstaltungssaal integriert. Nach Abriss des eigentlichen Röhrenlagers - 10.000 Tonnen Beton wurden vor Ort zermahlen, 13.000 m³ Erdaushub abtransportiert - konnte im Spätjahr 2010 mit dem Bau des neuen Technologiezentrums begonnen werden; nach Schließung des Daches im Frühjahr 2011 folgte der Innenausbau.

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Die zentralen Komponenten des beeindruckenden Abluftsystems (85 Abzüge) sind im Keller untergebracht: 100.000 m³ klimatisierte Luft werden pro Stunde umgewälzt; trotz Wärmerückgewinnung in der Abluft beträgt die "Anschlussleistung" des Gesamtgebäudes 2 MW. Da die jetzt größeren Entfernungen zu den Werksteilen 3 und 4 die Bereitstellung von Mustern für die Qualitätskontrolle erschwert hätten, wurde auf dem Werksgelände eine Rohrpost mit vier Verzweigungen verlegt, die alle ein Ziel haben: das Qualitätssicherungslabor, in dem jährlich etwa 50.000 Proben auflaufen. Im angeschlossenen Service-Labor werden zusätzlich etwa 20.000 Proben pro Jahr bearbeitet - in der Summe also etwa 350.000 Messungen.

Zu der Bausumme von rund 14 Mio. Euro kamen vorab weitere Aufwendungen für den Erwerb des Geländes, den Abriss der Gebäude des früheren Röhrenlagers und den Umbau des Vertriebszentrums. Insgesamt hat das Unternehmen am Standort Mannheim damit 25 Mio. Euro in die Zukunft investiert, um die Trends der schnell galoppierenden technischen Entwicklung rechtzeitig in neue, innovative und zeitgerechte Produkte umsetzen zu können - und das heißt nichts anderes, als Forschung & Entwicklung weiter zu forcieren. kf

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