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Freudenberg: stärkt sein Kerngeschäft

Die Freudenberg Gruppe arbeitet konsequent an der strategischen Ausrichtung ihres Produktportfolios. In diesem Zusammenhang entwickelt die Unternehmensgruppe systematisch das weltweite Kerngeschäft der Dichtungs- und Schwingungstechnik weiter und plant folgende Veränderungen: Freudenberg beabsichtigt die Trennung von seinem Zylinderkopf- und Abgas-Dichtungsgeschäft für die Automobil-Erstausrüstung und den herstellergebundenen Ersatzteilmarkt. Die Aktivitäten in der Dichtungs- und Schwingungstechnik für Schienenfahrzeuge sollen ausgebaut werden. Dazu möchte Freudenberg alle Anteile seines langjährigen Joint-Venture-Partners Schwab Holding AG übernehmen.

Es laufen Verhandlungen mit dem Dichtungshersteller ElringKlinger AG in Dettingen mit dem Ziel, das Erstausrüstergeschäft bei Zylinderkopf- und Abgasdichtungen für die Automobilindustrie zu veräußern. Freudenberg produziert diese Dichtungen mit 370 Mitarbeitern in drei Ländern Europas und zwar in Eurasburg und Geretsried-Gelting (Deutschland), Chamboret und Nantiat (Frankreich) sowie in Settimo (Italien). Da sich das Unternehmen bei der Dichtungstechnik auf das bereits global aufgestellte Kerngeschäft konzentriert, soll das europäisch orientierte Zylinderkopf- und Abgas-Dichtungsgeschäft abgegeben werden.

Freudenberg wird damit in diesem Segment nicht mehr Erstausrüster für die Automobilindustrie sein. Die Aktivitäten im freien Ersatzteilgeschäft von Corteco werden weitergeführt und ausgebaut.

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"Mit ElringKlinger bietet sich ein potentieller strategischer Käufer an, der das Zylinderkopf- und Abgas-Dichtungsgeschäft konsequent weiter entwickeln will", so Claus Möhlenkamp, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik.

Die Aktivitäten für Schienenfahrzeuge sollen verstärkt werden. Bis August wird die Freudenberg Dichtungs- und Schwingungstechnik alle Anteile an der Schwab Schwingungstechnik (bisher 20 Prozent) und Freudenberg Schwab GmbH (bisher 51 Prozent) übernehmen. Damit werden die Unternehmen künftig gemeinsam unter Freudenberg Schwab im Markt auftreten und den Kunden ganzheitliche schwingungstechnische Lösungen anbieten. Unter anderem soll die Entwicklung und Fertigung von Luftfedersystemen vorangetrieben und ein Tochterunternehmen in China gegründet werden, um diesen schnell wachsenden Markt vor Ort intensiv bearbeiten zu können. lg

 

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