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FMB 2010: Fortschritt in alle Richtungen

"Das Wachstum der FMB deckt sich mit dem Steigflug des Konjunkturbarometers", freut sich Horst Rudolph, Geschäftsführer des Veranstalters Clarion Survey GmbH, Bielefeld. "Die Zuliefermesse kann ihre Position als bedeutender Branchentreffpunkt weiter ausbauen. Aufgrund der positiven Vorzeichen besonders im Hinblick auf die wiederbelebte Investitionsbereitschaft sind die Erwartungen unserer Aussteller sehr optimistisch." Und Rudolph ist sich sicher, dass die Attraktivität der FMB-Aussteller und ihres Angebotes in diesem Jahr auch bei den Besucherzahlen für Bestmarken sorgen wird. "Wir erwarten 7.000 Besucher. Grund für diese optimistische Einschätzung ist zum einen unsere noch einmal intensivierte Zielgruppenansprache. Zum anderen haben viele Unternehmen inzwischen ihre konjunkturbedingten Sparmaßnahmen wie z.B. Reisebeschränkungen aufgehoben."

FMB als Treffpunkt für Netzwerke und Wirtschaftsförderung

FMB-Eröffnung auf der Aktionsfläche Antriebs- und Steuerungskonzepte: Gerald Pörschmann (OWL Maschinenbau e.V.), Hans-Jürgen Alt (Produktion NRW), Hans-Dieter Tenhaef (OWL Maschinenbau e.V.), Frank Lorch (Lenze SE) und Horst Rudolph (Clarion Survey GmbH)

Seit drei Jahren zeichnet sich auf der FMB ein weiterer positiver Trend ab: Die Zuliefermesse entwickelt sich auch zu einem Treffpunkt für Netzwerke und Wirtschaftsförderung, klassische Instrumente und Institutionen des Mittelstandes also, für den sich die FMB besonders stark macht. Das Mema-Netzwerk der Wachstumsregion Ems-Achse e. V., die Handwerkskammer Münster, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land sowie der Gemeinschaftsstand von Zulieferfirmen aus Thüringen sind alte Bekannte im Messezentrum. Und natürlich die Initiative OWL Maschinenbau e.V., die als Messepartner der ersten Stunde wieder eine ganze Reihe kompetenter Partner auf ihrer Aktionsfläche "Antriebs- und Steuerungskonzepte" vereint. Erstmals finden sich in diesem Jahr mehrere Anbieter auf dem neuen Gemeinschaftsstand ¿Oberflächentechnik¿ zusammen. Sie präsentieren innovative Lösungen aus den Bereichen Strahl-, Reinigungs- und Farbspritzanlagen, Spritzkabinen, Luft- und Filtertechnik, Boden- und Hallenbeschichtung, Dienstleistungslackierarbeiten und industrielle Lacksysteme. Teilnehmer an dem Gemeinschaftsstand sind die Firmen Bartling Luft-, Filter-, Wärme- und Umwelttechnik, BvL Oberflächentechnik, Dreisol Coatings, Eichhorn Beschichtungstechnik, EXEL Lackier- und Beschichtungssysteme, Minnich Industriebeschichtung und Konrad Rump Oberflächentechnik (Strahlanlagen). Neu dabei ist die Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung aus Rostock.

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Anziehungskraft nach Norden

Überhaupt scheint die FMB eine große Anziehungskraft in Richtung Norden zu haben: Zum zweiten Mal an der FMB beteiligen sich Zulieferunternehmen aus Dänemark, die das Beratungsbüro Denmark Business Consulting aus Düsseldorf zusammengeführt hat. Geschäftsführerin Lis Nørgaard: "Die Teilnahme im letzten Jahr hat gezeigt, dass die Zuliefermesse mit ihrer strategisch günstigen Lage für Firmen aus Nordeuropa ein Tor zum deutschen Markt darstellt." Das hat sich offenbar herumgesprochen, denn auch aus Finnland hat sich eine Unternehmenskooperative auf den Weg nach Bad Salzuflen gemacht ¿ übrigens mit Unterstützung der Tampere University of Technology. Horst Rudolph: "Unser Standort in einem der wirtschaftlich aktivsten Zentren Europas ist gerade für ausländische Unternehmen aus nördlichen Breiten ideal für einen Markteintritt nach Deutschland." Auf der FMB mit ihrer offenen Messearchitektur finden die Fachbesucher ohne Umwege ans Ziel. Das Messekonzept richtet die Konzentration auf Menschen und Kommunikation, es erleichtert die Verknüpfung zwischen Produkten und Ideen im direkten Dialog. Durch die Limitierung der Standgrößen finden alle ausstellenden Unternehmen ihr Publikum. Wieder sind 2010 führende Unternehmen des Zuliefersektors mit dabei: August Dreckshage, Bahr Modultechnik, Beckhoff Automation, Bisontec, Bosch Rexroth, E.On, Harting Applied Technologies und Harting Systems, Igus, Item Industrietechnik, Jungheinrich, Lenze SE, MiniTec, Mitsubishi Electric, MS Plus Automation, RK Rose & Krieger, Siemens, SEW-Eurodrive, Werthenbach und viele andere mehr. Das Spektrum der Aussteller reicht vom global aufgestellten Technologiekonzern über mittelständische Spezialisten bis hin zum Start-up-Unternehmen.

Kongresse speziell für mittelständische Unternehmen

Im Mittelpunkt des Rahmenprogramms steht der 2. Mittelstandskongress "Innovative Antriebs- und Steuerungskonzepte für den Maschinenbau", der von der Netzwerkinitiative OWL Maschinenbau e.V. organisiert wird. Gerald Pörschmann, Leiter der Geschäftsstelle: "Intelligente Lösungssysteme können die laufenden Betriebskosten der Kunden signifikant senken. Maschinenhersteller sind damit in der Lage, messbare Differenzierungsmerkmale zum Wettbewerb aufzubauen. Experten aus der angewandten Forschung sowie der Zulieferindustrie geben im Rahmen der Tagung einen umfassenden Überblick über innovative Antriebs- und Steuerungskonzepte für den mittelständischen Maschinen- und Anlagenbau." Nach der Eröffnung des Kongresses durch Hans-Jürgen Alt, Clustermanager Produktion NRW und Geschäftsführer des VDMA NRW, wird Prof. Bernd Kuhfuß vom Bremer Institut für Strukturmechanik und Produktionsanlagen die Besucher in die Vielschichtigkeit der Thematik einführen. Seine Kernaussage lautet: "Die Zukunft liegt in mechatronischen Gesamtlösungen, also in der Abstimmung und dem optimalen Zusammenwirken zwischen Elektrik, Steuerungstechnik und Mechanik." Vertreter der FMB-Medienpartner "Handling" und "Scope" moderieren die Veranstaltung. Weitere Partner sind die Clusterinitiative Produktion NRW, die Robotation Academy der Hannover Messe, das Werkzeuglabor der RWTH Aachen und das Fraunhofer Kompetenzzentrum Industrial Automation.

Energie Arena mit starken Effizienzangeboten

Ein weiterer Kongress beschäftigt sich mit Fragen zur Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe. Er steht im Zentrum der EnergieArena, die bereits zum vierten Mal zeitgleich zur FMB stattfindet. Organisator Klaus Meyer, Geschäftsführer der Initiative Energie Impuls OWL, weiß um die wachsende Bedeutung der Optimierung von Energiekosten: "30% Energie lassen sich in produzierenden Unternehmen einsparen, wenn die wirtschaftlichen Maßnahmen rationell ausgeschöpft werden. Von Antriebstechnik über Druckluftversorgung, Pumpenstrom, Kälteanlagen und Wärmetechnik bis hin zum Gebäudebetrieb stehen dazu erprobte Effizienztechnologien zur Verfügung." Leider wird die Umsetzung nicht selten unnötig erschwert, weil die hierzu notwendigen Analyse- und Entscheidungsprozesse oft nicht kompatibel mit der Unternehmensstruktur sind. "Das kostet wertvolle Zeit", so Meyer. "Daher erläutern mehr als 30 Energieexperten auf dem Kongress technische Lösungen wie Regeltechnik, Pumpeneffizienz und Antriebsoptimierung. Dabei liegt der Schlüssel für den Erfolg in der Abstimmung aller Prozessbeteiligten." Die Energie Arena 2010 versorgt die Energie-Entscheider mit Erfahrungen, harten Fakten und neuen Erkenntnissen für mehr Energieeffizienz und neue Energien im Unternehmen. Auf der FMB und der Energie Arena zeigen die beteiligten Unternehmen die ganze Vielfalt ihrer Leistungskompetenz und demonstrieren ihre Wettbewerbsfähigkeit. Sie geben Geschäftsführern, Einkäufern, Entwicklern und Konstrukteuren neue Ideen für Produkt- und Prozesslösungen der Zukunft. lg

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