Ertrag gehalten

Starrag hat mehr Aufträge akquiriert

Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Starrag akquirierte im Geschäftsjahr 2013 Neuaufträge im Wert von 425 Mio. CHF. Dies entspricht einer Zunahme um 17 %. Der Umsatz lag dank des Erwerbs der Bumotec im Jahr 2012 mit 391 Mio. CHF knapp 2 % über dem Vorjahr.

Nachdem Europa im Vorjahr noch eher schwach tendiert hatte, konnten 2013 primär dank diverser Großaufträge westeuropäischer Kunden deutlich mehr Neuaufträge eingeschrieben werden. Auch Osteuropa legte geringfügig zu. In Nordamerika ging der Auftragseingang im Gegensatz zum Vorjahr wegen der anhaltenden wirtschaftlichen und vor allem wirtschaftspolitischen Unsicherheiten zurück. Das gilt ebenso für Asien, wofür namentlich die geringere Investitionsneigung in China verantwortlich war. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung des Auftragseingangs erhöhte sich der Auftragsbestand per Ende 2013 um 15 % auf solide 275 Mio. CHF.

Heterogene Entwicklung der Zielmärkte

Aerospace konnte den Bestellungseingang dank verschiedenen Großaufträgen annähernd verdoppeln und trug damit im langjährigen Vergleich überdurchschnittliche 50 % zum Auftragseingang der gesamten Gruppe bei. Im Zielmarkt Industrial konnte der Bestellungseingang annähernd gehalten werden, wobei das Segment Luxusgüter dank Bumotec durch deutliche Avancen hervorstach. Der Bereich Transport verzeichnete gegenüber dem Vorjahr weniger Neuaufträge, was der 2/5 allgemeinen Branchenentwicklung in Deutschland und Asien zuzuschreiben ist. Der Zielmarkt Energy schliesslich war aufgrund der starken Verunsicherung über die künftige Energiepolitik diverser Schlüssellander durch einen eigentlichen Markteinbruch charakterisiert. Damit hat sich das auf vier Zielmärkte abgestützte Geschäftsmodell der Starrag Gruppe auch 2013 als robust erwiesen.

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Ertrag gehalten

Das Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten, welches die effektive operative Leistung zum Ausdruck bringt, lag mit 22 Mio. CHF um 6 % über dem Vorjahr und repräsentiert 5.7 Umsatzprozente (Vorjahr 5.5 Umsatzprozente). Nach Abzug der Einmalkosten für Restrukturierungsmassnahmen ergab sich ein EBIT von 19.0 Mio. CHF bzw. eine operative Marge von 4.9 %. Der Reingewinn der Starrag Group erhöhte sich auf 13.5 Mio. CHF (Vorjahr 13.0 Mio. CHF). Der Anstieg ist auf ein verbessertes Währungsergebnis und eine geringere Steuerbelastung zurückzuführen.

Starkes finanzielles Fundament

Die Eigenkapitalquote konnte per Ende Berichtsjahr um knapp drei Prozentpunkte auf 56 % gesteigert werden. Der Free Cashflow ging aufgrund der Vorfinanzierung von Aufträgen auf -2.3 Mio. CHF zurück (Vorjahr 10.2 Mio. CHF). Die Nettoliquidität reduzierte sich von 24.9 Mio. CHF im Vorjahr auf 16.1 Mio. CHF, dies wegen des negativen Free Cashflows und der angehobenen Ausschüttungsquote.

Neues Werk in Indien eröffnet

Im Januar eröffnete die Starrag Group planmässig anlässlich der führenden indischen Messe für Werkzeugmaschinen IMTEX die neue Fertigungsstätte in Bangalore. Damit verbunden lancierte WMW, eine der zehn Gruppenmarken, eine neu entwickelte Baureihe kompakter Bearbeitungszentren, die spezifisch auf die Anforderungen der aufstrebenden Märkte zugeschnitten sind.

Veränderungen in Verwaltungsrat und Geschäftsleitung

Auf die kommende Generalversammlung scheidet Hanspeter Geiser auf seinen Wunsch nach zwanzig Jahren Zugehörigkeit aus dem Verwaltungsrat aus. Neu in das Gremium vorgeschlagen wird Frank Brinken, der auf die Generalversammlung nach neun Jahren als CEO diese Funktion an Walter Börsch übergibt. Ebenfalls neu für den Verwaltungsrat vorgesehen ist Daniel Frutig, vormals CEO der AFG Arbonia-Forster-Holding AG. Im August wurde Bernhard Bringmann mit Wirkung ab 1. Januar 2014 als neues Mitglied der Gruppenleitung zum Chef der Business Unit 1 ernannt. Er löst in dieser Funktion Walter Börsch ab.

Unveränderte Dividende

In der Absicht, die Aktionäre substantiell am operativen Erfolg der Starrag Group teilhaben zu lassen, hat der Verwaltungsrat entschieden, die Ausschüttungsquote von bisher 30 % bis 40 % nochmals auf 35 % bis 50 % zu erhöhen. Auf dieser Basis und im Licht des guten Geschäftsabschlusses 2013 wird der Generalversammlung vom 12. April 2014 eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 1.80 CHF vorgeschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 45 % und auf der Basis des Schlusskurses 2013 der Aktie von 75.75 CHF einer Dividendenrendite von 2.4 %.

Mit realistischem Optimismus ins Jahr 2014

Trotz der andauernden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten ist die Starrag Group für das laufende Geschäftsjahr eher optimistisch gestimmt. Diese Einschätzung gründet auf dem guten Auftragsbestand, einer - vor allem auch qualitativ - gut gefüllten Angebotspipeline, neuen Produkten und Fertigungsprozessen, die einen Wettbewerbsvorsprung versprechen, und nicht zuletzt den Hausaufgaben, die im Berichtsjahr mit Blick auf Kostenreduktion und Effizienzsteigerungen erledigt wurden. In diesem Sinn betrachtet man 2013 hinsichtlich Profitabilität als Übergangsjahr und rechnet für 2014 wieder mit einer höheren operativen Marge. Beim Umsatz geht die Gruppe von einer Steigerung aus, der Auftragseingang dürfte sich mindestens auf der Höhe des Vorjahres bewegen, wobei die bisherige Entwicklung im ersten Quartal noch unter dieser Erwartung lag.

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