Elektronik-Branche

Andreas Mühlbauer,

Sensortrends für 2019

Zum Jahresbeginn wirft der Sensorexperte Captron einen Blick auf die Trends in der Elektronikindustrie 2019.

Philip Bellm, Geschäftsführer von Captron. © Captron

Demnach werden sich die Entwicklungen rund um Digitalisierung, Big Data und Internet of Things weiter in den Branchen niederschlagen und noch mehr auf Produkte und Lösungen im Bereich Sensorik Einfluss nehmen. Captron erwartet zudem, dass eine zunehmende Individualisierung die Fertigungsprozesse beeinflussen und den Weg zur kaufentscheidung von Industriekunden deutlich verändern wird.

  • Jeder Sensor ist ein Messgerät und erhebt zahlreiche Daten wie Verschmutzungsgrad, Funktionstüchtigkeit oder Außentemperatur. IoT und Machine Learning sorgen in Zukunft dafür, dass solche Informationen beim Betrieb von einzelnen Komponenten bis hin zu komplexen Maschinen noch besser genutzt werden können. Mittelfristig werden in Reihe geschaltete Sensoren gelernte Daten miteinander teilen und schneller auf äußere Bedingungen reagieren. Darüber hinaus wird es möglich sein, kapazitive Taster mit externen Daten zu speisen.

  • Individuelle Lösungen werden weiter an Bedeutung gewinnen. Schon jetzt greifen Endkunden immer seltener auf standardisierte Produkte zurück. Die Gründe dafür reichen von persönlichen Vorlieben über CI-Vorgaben bis hin zu branchenspezifischen Richtlinien, etwa in Bezug auf die Rückmeldepflicht oder Vorkehrungen für die barrierefreie Nutzung.

  • Die Individualisierung beeinflusst vor allem bestehende Fertigungsprozesse. Statt einer ausschließlichen Fokussierung auf Großprojekte müssen viele Hersteller in der Lage sein, Aufträge schon ab Losgröße eins zu bedienen. Zudem erwarten Endkunden kurze Lieferzeiten. Autonome Bestellprozesse über EDI-Schnittstellen, die das ERP-System des Kunden mit dem des Herstellers verknüpfen, werden sich im Laufe des Jahres noch mehr etablieren und neben dem Zeitaufwand auch die Fehlerrate reduzieren.

  • Digitaler Servicekomfort wird wichtiger. Der Grund dafür sind Veränderungen in der Kundenerfahrung: Entscheidungsprozesse nehmen weniger Zeit in Anspruch und es gibt weniger Berührungspunkte zwischen Herstellern und Kunden. Digitale Produktkonfiguratoren und Online Content werden mittelfristig die technische Beratung per Telefon zumindest zum Großteil ersetzen und Endanwendern ermöglichen, sich kapazitive Sensoren nach Maß selbst zu entwerfen.
Anzeige

„Im neuen Jahr wird es vor allem interessant sein, zu sehen, wie sich die Megatrends Digitalisierung, Big Data und Internet of Things in einzelnen Branchen und bei den Kunden noch stärker etablieren“, sagt Philip Bellm, Geschäftsführer von Captron. „Captron ist für diese Entwicklungen bereits aufgestellt: Eine neue Generation an Sensortastern wird neue IoT-Anwendungen ermöglichen und sich flexibel an Kundenwünsche anpassen lassen. Darüber hinaus arbeiten wir an einer Software, um Kunden die individuelle Gestaltung ihrer Produkte weiter zu vereinfachen.“

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

Effizienz von Werkzeughilfsmitteln und Vorrichtungen durch den 3D-Druck steigern
Dieses White Paper, zeigt ihnen, dass es oft einen besseren und schnelleren Weg gibt, Werkzeughilfsmittel und Vorrichtungen herzustellen, wodurch Kosten gesenkt und die Effizienz erhöht werden kann.

Zum Highlight der Woche...

Sensorik

Turck: Wechsel in der Geschäftsführung

Guido Frohnhaus wird seine Geschäftsführerfunktion aufgeben und die Turck-Gruppe auf eigenen Wunsch Ende Februar verlassen. Für die Übergangszeit hat Joachim Göddertz die Geschäftsführung interimistisch übernommen.

mehr...