Messe Metall

"Angepeilte Marke erreicht"

SCOPE: Herr Reisbeck, der VDW sieht München für eine Maschinenbaumesse offenbar als wenig geeignet an. Welche Argumente für einen Messebesuch nennen Sie denn den Besuchern?

Reisbeck: Mit großer Verwunderung hat die Metallbranche die Ankündigung des VDW aufgenommen, die Metav in München nicht mehr durchzuführen, obwohl die Ergebnisse der Messe äußerst positiv waren. Der VDW hat den Standort München vier Jahre lang sehr gelobt. Auch die Besucher und Aussteller der Metav waren höchst zufrieden. Der Wunsch nach einer Fortsetzung des Erfolgs war die logische Folge. Es gibt viele gute Gründe, die Metall München zu besuchen. Mit dem Frühjahrstermin in den ungeraden Jahren verfügt die Messe über eine Alleinstellung; sie ist ein idealer Zeitpunkt für Planungen und Investitionen. Darüber hinaus ist der Standort München von großem Vorteil: zahlreiche deutsche Metallbetriebe sind in der Umgebung zu Hause und wichtige Auslandsmärkte grenzen unmittelbar an.

SCOPE: Die Anzahl der bisher gemeldeten Aussteller bleibt hinter den rund 500 der letzten Metav-Süd zurück. Welches Feedback haben Sie aus der Branche zu der Messe erhalten?

Reisbeck: Es war uns von Anfang an klar, dass wir mit einer Erstveranstaltung nicht direkt an den Erfolg einer Metav anknüpfen können. Doch freuen wir uns, die angepeilte Marke von 200 Ausstellern erreicht zu haben. Natürlich sind die Branchenführer bei einer Erstveranstaltung zurückhaltend, vor allem wenn sie sich einem großen Verband verpflichtet fühlen. Die Signale der Marktführer für eine Beteiligung im Jahre 2009 sind allerdings bereits jetzt eindeutig positiv.

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SCOPE: Im Gegensatz zur Metav wird die Metall auch als Plattform für das Handwerk positioniert. Soll sie vor allem Besucher aus Kleinunternehmen ansprechen?

Reisbeck: Neu an der Metall München ist, dass das inhaltliche Spektrum einer Metav zusammen mit der handwerklichen Metallverarbeitung gebündelt wird. Ein Wunsch der Branche ist es, die Anwenderprozesse – egal ob für Klein-, Mittel- oder Großunternehmen – viel mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Das Konzept der Metall München wird aus diesem Grund von allen Seiten begrüßt.

SCOPE: Die Messe wird von der GHM und nicht der Messe München selbst veranstaltet. Welchen Grund gibt es dafür?

Reisbeck: Die Verankerung der GHM in der Handwerksorganisation gibt uns die Möglichkeit, zusätzlich zu den bisher erreichten Ausstellern und Besuchern auch speziell die Metallbearbeitenden Handwerks- und handwerksnahen Unternehmen anzusprechen. Die Metall München wird allerdings in Kooperation mit der Messe München durchgeführt.

SCOPE: Parallel zur Metall findet die Handwerksmesse statt. Kann man mit einem Ticket beide Messen besuchen?

Reisbeck: Gerade das Angebot der Internationalen Handwerksmesse in den Hallen B3 bis B5 (Kfz-Gewerbe, Werkstatteinrichtungen, Befestigungstechnik und Werkzeuge) bietet einen weiteren Mehrwert für die Besucher der Metall München. Diese können mit ihrer Eintrittskarte die Handwerksmesse kostenlos besuchen. Der Zutritt der Besucher der Handwerksmesse zur Metall München ist nur gegen Erwerb eines Zusatztickets möglich.

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