Messe Hybridica

Im Verbund

SCOPE: Herr Rehbein, bei Messen kann man ja nun nicht gerade von einem Mangelangebot sprechen. Welche Beobachtungen, Überlegungen und Hintergründe haben Sie zum Launch der Hybridica veranlasst?

Rehbein: Durch unser bestehendes Messeportfolio haben wir erkannt, dass hybride Bauteile ein Zukunftsthema mit vielversprechenden branchenübergreifenden Entwicklungsperspektiven darstellen. Insgesamt werden heute bereits 60 Prozent aller Metallstanzteile in der Produktion direkt oder indirekt mit Kunststoff verbunden. Der Verbund von Metallen und Kunststoffen vereint die hervorragenden Eigenschaften beider Werkstoffe. Der Nutzen ist erheblich: der Montageaufwand zur Verbindung der Einzelteile entfällt, die Kompaktbauweise vereinfacht den Fertigungsprozess. Die Bauteile selbst weisen eine verbesserte Funktionalität und eine höhere Lebensdauer auf. Als Summe dieser Vorteile können die Fertigungskosten um bis zu 80 Prozent reduziert werden.

SCOPE: Das heißt, sie schaffen einer neu formierten Branche eine eigene Plattform?

Rehbein: Das trifft es sehr genau. Viele Metall- und Kunststoffproduzenten haben sich in den letzten Jahren daher zu spezialisierten Lieferanten von Verbundteilen und komplexen Baugruppen entwickelt. Metallstanzen, Kunststoffummanteln, Laserprägen und Laserschweißen in einem einstufigen Schritt haben sich fertigungstechnisch als kombinierte, integrierte Produktionsverfahren bewährt.

Anzeige

Hier hat sich wirklich eine eigene Branche für hybride Bauteile und deren Fertigungsverfahren etabliert, die in den letzten Jahren stark an Kontur gewonnen hat. Die Hybridica stellt sich als Präsentationsplattform zur Verfügung, auf der diese Branche durch ihre Abnehmer wahrgenommen wird.

SCOPE: Welche Ziele verfolgen Sie durch die gemeinsame Ausrichtung mit der Electronica im November?

Rehbein: Das Messekonzept überzeugt, weil wir Ausstellern und Besuchern greifbare Synergien bieten können. Als Weltleitmesse für Komponenten, Systeme und Anwendungen der Elektronik spricht die Electronica die Hauptabnehmerbranchen von hybriden Bauteilen an. Fast 3.000 Unternehmen aus aller Welt nahmen zuletzt an der Electronica teil. Damit sind die größten und wichtigsten Zielgruppen für die Hybridica bereits vor Ort: Über 78.000 Besucher aus 124 Ländern, davon 28.000 aus dem Bereich Industrieelektronik und 14.000 aus der Automobilindustrie besuchten die Electronica 2006. Das bedeutet für die Hybridica, die sich in der Wertschöpfungskette ja vor der Electronica positioniert, ein hohes Synergiepotenzial.

SCOPE: Kann der Besucher mit einer Eintrittskarte beide Messen besuchen? Und welche Erwartungen haben Sie an die erstmalige Ausrichtung?

Rehbein: Für die Premiere erwarten wir rund 100 Aussteller und etwa 10.000 Besucher aus aller Welt. Die gesamte Halle C2 ist für die Hybridica reserviert. Aussteller und Besucher werden die weltweit führenden Unternehmen auf Anbieter- und Abnehmerseite repräsentieren. Die Messeeintrittskarten sind im übrigen ohne Aufpreis für jeweils beide Veranstaltungen gültig. hs

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

Felss setzt auf Predictive Analytics mit X-INTEGRATE

Kunden des Maschinenbauers betreiben ihre Anlagen effizienter mit einer Lösung des IBM Premium-Partners und BI-Spezialisten. Klassische Prüfintervalle werden durch einen Scoring-Prozess mithilfe eines Vorhersagemodells auf Basis IBM SPSS ersetzt.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

Messgerät zur Überwachung der Ölfeuchte

Der EE360 von E+E Elektronik bestimmt den Feuchtegehalt von Industrie-Ölen und ermöglicht damit die vorausschauende Instandhaltung von Maschinen und Anlagen.

Zum Highlight der Woche...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

„Gravierende“ Vorteile mit Laser  

Der Laser e-SolarMark FL von Bluhm Systeme eignet sich für das Beschriften u.a. von Edelstahl oder Kunststoffe (ABS). Die Miele GmbH markiert mit diesem Laser Motorenteile.

Zum Highlight der Woche...

Blechexpo 2015

Blechbearbeitung in allen Variationen

Die 12. Blechexpo öffnet vom 3. bis 6. November 2015 in Stuttgart ihre Pforten. Die internationale Fachmesse für Blechbearbeitung und ihre Schwestermesse Schweisstec, wird mit rund 1.200 Ausstellern aus 36 Ländern einen neuen Rekord aufstellen.

mehr...

Cebit 2015

In China erfolgreiche Unternehmen

China ist im März 2015 Partnerland der Cebit. Einen ersten Vorgeschmack, was die Besucher auf der weltweit wichtigsten Veranstaltung für die digitale Wirtschaft erwartet, bot die Veranstaltung „Cebit China Special“ am 11. Dezember in Düsseldorf.

mehr...