Maschinenelemente

„Keine versteckten Kosten“

SCOPE: Seit dem Markteintritt von Misumi Europa in 2003 hat sich der Umsatz des Unternehmens um etwa 100 Prozent pro Jahr nach oben entwickelt. Welche Faktoren sind Ihrer Meinung nach verantwortlich für diesen Erfolg?

Pulver: Eine legitime Frage, zumal wir nicht über Hightech und Innovationen, sondern über Kataloge verkaufen und in einen Markt drängen, der unter etablierten Normteile-Anbietern aufgeteilt ist. Misumi Europa reagiert auf den globalen Bedarf an Zeitersparnis, indem wir das schnelle, unkomplizierte Konfigurieren und Beschaffen eines umfassenden Produktspektrums in kleinen Losgrößen ermöglichen. Etwa 30.000 Unternehmen in Deutschland haben diesen Bedarf, den etablierte Anbieter nur unzureichend befriedigen. Qualität wird dabei heute vorausgesetzt; entscheidend sind Preis und Lieferzeit – Parameter, die wir kontinuierlich verbessern. Kosteneinsparungen geben wir grundsätzlich an unsere Kunden weiter. Und um die garantierten Lieferzeiten weiter zu verkürzen, haben wir Fertigungsstandorte in Europa aufgebaut.

SCOPE: Was unterscheidet Sie von anderen Normteile- und Maschinenelemente-Händlern? Was bieten Sie mehr?

Pulver: Wir bieten mit rund einer Million mechanischen Komponenten das größte Produktspektrum aus einer Hand. Unsere Kataloge beinhalten neben allen relevanten technischen Spezifikationen auch verbindliche Preise inklusive Rabattstaffeln und Lieferzeiten. Es gibt keine versteckten Kosten wie Mindestbestellmengen, Mindermengenzuschläge oder Versandkosten. Kostenlose 2D- und 3D-Modelle in über 80 Formaten ergänzen das Angebot. All das wurde für Sondermaschinen-, Stanzwerkzeug- und Spritzgussformenbau entwickelt, die an kleinen Losgrößen interessiert sind. Darauf haben wir uns spezialisiert und sehen uns hier als einzigen Anbieter auf dem Markt. Außerdem haben wir eigene Fertigungskapazitäten, die durch externe Partner unterstützt werden. In jedem Fall kaufen unsere Kunden Misumi-Produkte, für die wir geradestehen. Ein weiteres Schmankerl unseres Angebots sind neben den Normteilen klassische Fertigungsteile wie etwa 400 Stahlwellentypen, die sich in einem Baukastenprinzip konfigurieren lassen. Solche Komponenten helfen dabei, Konstruktions-, Logistik- und Fertigungszeit zu sparen.

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SCOPE: Sie sprechen mit Ihrem Angebot den Sondermaschinenbau an. Dabei konzentrieren Sie sich derzeit auf die Bereiche Montageautomation und Automotive. Wird es dabei bleiben oder werden Sie zukünftig auch andere Bereiche des Sondermaschinenbaus verstärkt ansprechen?

Pulver: Auch Branchen wie Medizintechnik, Nahrungsmittel-, Halbleiter- oder Photovoltaikindustrie sind an uns interessiert. Wir gehen die einzelnen Märkte Schritt für Schritt an, um die notwendige Infrastruktur kontrolliert mitwachsen zu lassen. Denn eine unserer Stärken ist die schnelle, zuverlässige Reaktionszeit. Anfragen werden in der Regel noch am gleichen Tag beantwortet. Dieses Alleinstellungsmerkmal wollen wir nicht gefährden.

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