Chemie- und Industrieschläuche, Polymer-Halbzeuge und-Folien

„Ziele realistisch setzen“

Die Stimmung in den Unternehmen scheint sich aufzuhellen, der Tiefpunkt scheint durchschritten. Für viele heißt es nun, entschieden zu handeln und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. SCOPE-Redakteur Michael Stöcker sprach mit Firmenchef Dr. Peter Reichelt über die Chancen und Möglichkeiten, die es in konjunkturell schwierigen Zeiten zu nutzen gilt.

SCOPE: Einige Branchen verzeichnen wieder vorsichtiges Wachstum, viele Unternehmen sehen wieder etwas positiver in die Zukunft. Wie sieht es in Ihrem Unternehmen und bei Ihren Geschäftspartnern aus?

Reichelt: Nun, die Krise hatte ja in einigen Industriezweigen unvorhersehbare Ausmaße angenommen und viele Unternehmen hart getroffen. Trotzdem war und ist es wichtig, nicht in Weltuntergangsstimmung zu verfallen. Vielmehr kann eine solche Phase stets dazu genutzt werden, um interne Strukturen anzupassen und die betriebliche Effizienz zu steigern. Ziel dieser Bemühungen sollte es sein, für die nächste Aufschwungphase bestmöglich vorbereitet zu sein. Der durch ausbleibende Aufträge entstehende Zeitgewinn sollte konsequent zur Hinterfragung der eigenen Firmenstrategie genutzt werden. Gerade in schwierigen Zeiten empfiehlt sich die Konzentration auf Kernkompetenzen. Aber auch vor einer Neuorganisation des Produktportfolios oder des Outsourcings sollte man nicht zurückschrecken. Zu beachten ist, dass das Kerngeschäft in Krisenzeiten nicht unbedingt dasselbe sein muss wie zuvor. Die Entwicklung des Marktes kann eine Neudefinition der strategischen Ausrichtung nötig machen.

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SCOPE: In welchem Umfang hat Ihr Unternehmen die Negativentwicklung der letzten Monate zu spüren bekommen?

Reichelt: Die Märkte sind schwierig, das merken wir täglich – ganz gleich, ob Maschinenbau, Labortechnik oder Chemie- und Prozesstechnik. Überall besteht noch Kaufzurückhaltung. Im Vergleich zu 2008 hat uns das einen Umsatzrückgang von bislang 24 Prozent beschert. Markant sind die Ausfälle in Chemietechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik. Stabilisiert haben sich die Umsätze aus Pharma- und Foodindustrie.

SCOPE: Welche Maßnahmen haben Sie in den letzten Monaten ergriffen, um der Negativentwicklung Herr zu werden?

Reichelt: Mit einer expansiven Marketingstrategie haben wir das derzeitige Umsatzniveau gehalten und werden – wenn auch auf niedrigerem Niveau – 2009 erfolgreich abschließen. Diese Zielsetzung erreichen wir mit einem Bündel verschiedener Maßnahmen. So wird sich RCT in 2009 mit über drei Millionen Handbücher am Markt präsentiert haben. Ein neuer, mehrsprachiger Internetauftritt ist ein wichtiger Schwerpunkt und unsere monatlichen Newsletter generieren nicht nur Anfragen, sondern auch neue Kunden. Im Ausland agieren wir ähnlich. In den meisten Ländern West- und Osteuropas versenden unsere Partner in ihrer Landessprache die gleichen Newsletter, die wir im deutschsprachigen Markt einsetzen. Gerade in Russland ist dieses Marketinginstrument erfolgreich.

SCOPE: Welchen Rat haben Sie für Unternehmen, die noch mit der Krise hadern?

Reichelt: Ziele realistisch setzen und keine Chance verstreichen lassen. Ich denke auch, in konjunkturell schwierigen Zeiten sollte man sich um einfachere Dinge kümmern, um Geschäfte zu aktivieren. Dazu gehört etwa das Verhalten gegenüber Kunden und Vorlieferanten sowie der Ausbau bestehender Geschäftsbeziehungen und die globale Suche nach neuen Partnern. Eine offene Verständigung über die Situation des Unternehmens und die zu ergreifenden Maßnahmen lässt häufig alle Beteiligten näher zusammenrücken. Das fördert Motivation und Einsatzbereitschaft, und führt oft zu kreativen und pragmatischen Problemlösungen. Gerade wenn die verfügbaren Ressourcen knapp sind, kann eine offene Kommunikation mit den Kunden, Lieferanten und den eigenen Mitarbeitern wichtige Veränderungen bewirken. In unserem Hause werden meine Mitarbeiter in alle wichtigen Entscheidungsprozesse mit einbezogen und fühlen sich hierdurch angenommen, aber auch verpflichtet.

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