CAD/CAM-System

Sowohl als auch

Der US-amerikanische Softwarehersteller PTC bietet seit der Akquisition von Cocreate sowohl parametrische wie auch explizite CAD-Modellierungslösungen. Justin Teague, Senior Vice President bei PTC, erläutert SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz die Hintergründe dieser Strategie.

SCOPE: Herr Teague, hat PTC seine gesteckten Ziele, die mit der Übernahme von Cocreate verbunden waren, erreicht? Welches Fazit ziehen Sie nun nach 15 Monaten?

Teague: Durch den Kauf von Cocreate vor 15 Monaten konnte PTC seine Kundenbasis, seinen Vertriebskanal sowie seine Produktpalette ausbauen. Von Kundenseite wurden die Übernahme und unsere Investitionen in die Cocreate-Produktfamilie ebenfalls sehr positiv aufgenommen. Das zeigt sich nicht zuletzt am starken Wachstum der Cocreate-Produktfamilie in den letzten Monaten.

SCOPE: PTC ist der Erfinder des parametrischen Modellierens, Cocreate war der dominierende Anbieter für explizites Modellieren – passen diese beiden Strategien denn unter ein Dach?

Teague: Ganz sicher passen diese unter ein Dach. Explizites Modellieren ist eine gute Alternative zur parametrischen Modellierung. Für manche Kunden und manche Anwendungen ist sie sogar die bessere Lösung.

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SCOPE: Könnten Sie uns ein Beispiel hierfür nennen?

Teague: Cocreate ist speziell geeignet für Anwender, die eine sehr, sehr schnell und einfach zu bedienende Lösung benötigen und Produkte entwickeln, die sich in einer späten Entwicklungsstufe häufig noch ändern und die verbessert werden. Der Ansatz ist außerdem attraktiv bei den sehr kurzen Konstruktionszyklen von neuen Produkten. Denn hier steht meist wenig Zeit für Designanalysen und Designoptimierungen zur Verfügung.

Beim expliziten Modellieren werden bewusst nur wenige konstruktionsbezogene Informationen im Modell hinterlegt, um es sehr schnell an veränderte Designanforderungen anpassen zu können.

SCOPE: Aber Zug um Zug wird die Cocreate-Technologie doch in Pro/Engineer integriert?

Teague: Nein, auf keinen Fall. Beide Lösungen, explizite wie parametrische Modellierer, haben ihre Stärken und Schwächen. Der Anwender wird sich in der Regel von Vorneherein für eine Methode entscheiden. Zum Beispiel muss der Anwender eines expliziten Modellierers keine Features verstehen, um zu konstruieren. Deshalb ist explizites Modellieren immer schneller zu erlernen und etwas einfacher zu bedienen als ein parametrisches System.

SCOPE: Sprechen sie mit Cocreate vor allem kleinere Firmen verstärkt an?

Teague: Kleine und große Unternehmen. Seit dieser Übernahme ist PTC der einzige Anbieter, der den Kunden die freie Auswahl von den Modellierungslösungen anbieten kann, die für ihre Anforderungen am besten geeignet sind. Wie gesagt: Es kommt bei der Entscheidung für explizites oder parametrisches Modellieren vor allem auf die Herangehensweise in der Produktentwicklung an – aber das ist völlig unabhängig von der Größe eines Unternehmens. Wir bieten sowohl Cocreate- wie auch PTC-Lösungen Unternehmen jeder Größe an und überlegen in Zusammenarbeit mit dem Kunden, welche Lösung für ihn die beste ist.

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