Beutelverpackungsmaschine

„Acht-Millionen- Schwelle überschreiten“

SCOPE: Herr Pfeiffer, Ihr Unternehmen bietet inzwischen eine breite Palette an Beutelverpackungsmaschinen für die Kleinteile-Verpackung an. In welchem Produktbereich beobachten Sie derzeit die stärkste Nachfrage?

Pfeiffer: 2005 begannen wir mit der Einführung einer neu konzipierten Serie von Beutelverpackungsmaschinen und peripheren Geräten. Bei allen diesen Maschinen beobachten wir seitdem eine ständig wachsende Nachfrage. Im Fokus unserer Kunden stehen besonders Systeme, die in einem Arbeitsgang befüllen, verschweißen und anschließend die Beutel mit vorbestimmten Labels, Barcodes oder Ähnlichem bedrucken. Damit sparen sich unsere Kunden nicht nur die zeitaufwändige Herstellung und Verklebung von Etiketten, sondern reduzieren auch gleichzeitig Arbeits- und Materialkosten.

SCOPE: Kurioserweise werben Sie unter anderem mit der Aussage, dass Sie „keine Maschinen verkaufen“. Wie ist denn das zu verstehen?

Pfeiffer: Natürlich leben auch wir vom Verkauf unserer Maschinen und Beutel. Jedoch verstehen wir uns immer zuerst als Problemlöser. Unser Kunde hat ein Problem im Verpackungsprozess und wir erarbeiten mit ihm gemeinsam eine effiziente Lösung. Dafür nutzen wir unser Portfolio an Maschinen, Beuteln und Service als System. Wir verkaufen damit eine für die jeweilige Verpackungsaufgabe maßgeschneiderte Systemlösung, egal ob es sich dabei um eine einzelne Maschine oder ein komplexes Verpackungssystem handelt.

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SCOPE: Auf der Interpack im Frühjahr präsentierten Sie neue Kompaktgeräte für die Kleinmengen-Verpackung. Für welche Anwendungsgebiete sind diese Tischmaschinen prädestiniert?

Pfeiffer: Diese Tischverpackungsgeräte PS125 stellen die Antwort auf aktuelle Bedürfnisse des Marktes dar. Sie finden deshalb auch großes Interesse bei Unternehmen, die überschaubare Verpackungsvolumina, kleine Losgrößen, viele Verpackungsplätze oder Verpackung in Heimarbeit realisieren. Kaufentscheidend sind sicher auch der moderate Preis, der Entfall einer externen Druckluftversorgung oder auch die Möglichkeit, Beutel während des Verpackungsvorganges bedrucken zu können.

SCOPE: Eine weitere Interpack-Präsentation Ihres Hauses war eine neue biologisch abbaubare SDA-Folie. Was ist das Besondere an dieser Folie? Kann sie übliche PE-Folien ersetzen?

Pfeiffer: Die von uns neu entwickelte SDA-Folie ist eine oxidativ abbaubare Folie, die in einem zweistufigen Prozess nach 18 Monaten vollständig zerfällt. Der Ersatz herkömmlicher PE-Folie durch die SDA-Folie wird natürlich aber nur bei den Produkten möglich sein, die maximal 18 Monate im Verpackungsbeutel verbleiben.

SCOPE: Autobag erreichte in 2007 einen Umsatz von 6,2 Millionen Euro. Welchen Umsatz erwarten Sie für 2008 und aus welchen Marksegmenten kommen die entscheidenden Wachstumsimpulse?

Pfeiffer: Unser Unternehmen weist seit vielen Jahren ein erfreuliches Umsatzwachstum auf. In 2008 werden wir aus gegenwärtiger Sicht die Acht-Millionen-Schwelle überschreiten. Schwerpunktbranchen unserer Erlöse sind dabei die Logistik und die Medizintechnik. Sehr gute Zuwächse konnten wir dieses Jahr auch beim Absatz unserer Luftpolstergeräte und des dazugehörigen Polstermaterials verzeichnen.

SCOPE: Welche Produktneuheiten haben Sie für 2009 geplant?

Pfeiffer: Natürlich kann ich heute und hier noch keine Details verraten. Aber wir werden auch in 2009 auf die Forderungen des Marktes mit neuen und weiterentwickelten Produkten reagieren. So arbeiten unsere Ingenieure gegenwärtig intensiv an der Weiterentwicklung unseres Air Pouch-Luftpolstersystems. Auch für den Bereich der Lebensmittelverpackung haben wir einige Neuheiten in der Pipeline.

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