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ecoMetals-Kampagne: zeigt Innovationskraft der Unternehmen

Beim schonenden Umgang mit Rohstoffen erweist sich die Gießereibranche als Vorreiter. Über 90 Prozent aller Bauteile werden durch das Wiedereinschmelzen von Schrott erzeugt. Den Trend zu höherem Umweltbewusstsein greift die Messe Düsseldorf bei den vier internationalen Fachmessen Gifa, Metec, Thermprocess und Newcast mit der Kampagne "ecoMetals" auf. Aussteller, die vom 28. Juni bis 2. Juli 2011 substanzielle Neuheiten im Bereich Energie- und Ressourceneffizienz präsentieren, stehen durch die Teilnahme besonders im Fokus - das "ecoMetals"-Logo kennzeichnet ihre Stände und Exponate. Neben effizienteren Maschinen und Anlagen sind auch fortschrittliche Verfahren oder Dienstleistungen gefragt. "Alle präsentierten ecoMetals-Lösungen haben den Anspruch, bahnbrechend für den jeweiligen Markt, zukunftsfähig und nachhaltig wirksam zu sein", sagt Friedrich-Georg Kehrer, Director des Messe-Quartetts.
Messlatte auf hohem Niveau
"Auch auf Kundenseite ist die Forderung nach energieeffizienten Produkten eine immer wiederkehrende Größe", sagt Kehrer. Zudem zahlt sich ein sparsamer Ressourceneinsatz betriebswirtschaftlich aus. Die Hersteller trimmen entsprechend ihre Anlagen und Abläufe - ganz gleich ob sie energiesparende Industrieöfen herstellen, an neuen Legierungen tüfteln, robuste Rotornaben für Windkraftanlagen gießen oder stabile Leichtbauteile für Autos konzipieren. "Der sparsame Umgang mit Energie und Material stellt einen immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor dar", sagt Max Schumacher, Umweltexperte des Bundesverbands der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG). "Die Industrie ist Teil der Lösung."
Wichtiger Baustein für den Klimaschutz sind innovative Leichtmetalle, wie sie etwa am Institut für Metallurgie der Technischen Universität Clausthal erforscht werden. Bei Fahrzeugen beispielsweise setzt sich die Leichtbauweise durch - gleichzeitig steigen in Motoren die Leistungsdichten und Gussteile wie Zylinderköpfe bekommen immer komplexere Geometrien. "Dem begegnen wir mit der Entwicklung gut gießbarer, hochfester Werkstoffe", sagt Babette Tonn, Professorin für Gießereitechnik.
Im Blickpunkt des Interesses stehen auch Industrieöfen, die für die Herstellung und Bearbeitung von Metallen nötig sind. 45 bis 60 Prozent der Gesamtkosten entfallen etwa bei der Erzeugung von Primäraluminium auf den Strom. "Wenn es gelingt, mit einer intelligenten Nachrüstung der Ofensteuerung zehn Prozent weniger Strom oder Gas zu verbrauchen, macht das betriebswirtschaftlich einen gewaltigen Unterschied", sagt Heinz-Jürgen Büchner, Analyst der IKB Deutsche Industriebank.

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Simulationstechnik erspart Fehlversuche
Beim Energiesparen helfen können zudem Simulationstechniken. Das Aachener Unternehmen Magma Gießereitechnologie bietet entsprechende Software für den Gießprozess an - und präsentiert sich im Rahmen der Initiative ecoMetals. "Die Simulation erlaubt die Gestaltung der Gießtechnik bis hin zum technischen aber auch wirtschaftlichen Optimum", sagt Jörg Sturm, Leiter Vertrieb und Engineering bei Magma. "Das spart an zwei Stellen - beim Materialeinsatz und beim Schmelzbedarf." lg

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