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DIN-Ehrenring für Dietmar Harting

Der langjährige Präsident des Deutschen Instituts für Normung e.V. (DIN), Dietmar Harting, ist zum Abschied von seinem Amt mit dem DIN-Ehrenring ausgezeichnet worden.

Auf einer Festveranstaltung in Berlin überreichte der neue DIN-Präsident Prof. Dr. Klaus Homann (Thyssengas GmbH) diese höchste Auszeichnung des DIN an seinen Vorgänger. Dabei hob Homann die besonderen Verdienste des Espelkamper Unternehmers in den sechs Jahren an der Spitze des DIN hervor. Dietmar Harting habe sich als DIN-Präsident besonders für die Aufstellung und Umsetzung der Deutschen Normenstrategie, die verstärkte Einbeziehung des Mittelstands in den Normenerstellungsprozess und die engere Einbindung der Normung im Innovationsprozess eingesetzt. Daneben sei die Sicherung der Finanzkraft des DIN durch ein neues Finanzierungsmodell sein besonderes Anliegen gewesen. Damit habe die Stabilität und Transparenz der Finanzierung der Normprojekte und der Haushalte der Normenausschüsse im DIN gesichert werden können. Mit der Initiative "Future Landscape of European Standardization" (FLES) habe Dietmar Harting ferner die notwendigen Schritte eingeleitet für die Verbreitung des europäischen Normungsansatzes über Europa hinaus, um damit das Europäische Normungssystem zu stärken und weiter zu entwickeln. "In seinen vielen Ämtern und Vorträgen hat Dietmar Harting den Standpunkt, dass Normung und Standardisierung ein strategisches Instrument für den Erfolg von Gesellschaft ist, hervorgehoben und stets wirkungsvoll vertreten", so Homann in einer Bilanz von Dietmar Hartings Amtszeit. "Sie haben als DIN-Präsident wirklich Vorbildliches geleistet", sagte Homann abschließend in seiner Laudatio. Als Träger des DIN-Ehrenringes ist Harting nunmehr Mitglied des Waldemar-Hellmich-Kreises, des Ehrensenats des Deutschen Instituts für Normung e.V.
Der neue Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle (FDP), nannte Dietmar Harting, der von 2007 bis 2009 auch das Europäische Komitee für elektro-technische Normung (CENELEC) als Präsident leitete, in einem Dankesschreiben einen Unternehmer "mit visionärem Blick auf die Zukunftsfragen der Normung" und würdigte "sein unermüdliches Engagement für ein Zusammenwachsen der europäischen Normungsorganisationen".

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In seiner Dankesrede in Anwesenheit des Staatssekretärs beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Ernst Burgbacher, betonte Dietmar Harting die innovationsfördernde Wirkung der Normung und bekräftigte, wie wichtig es sei, die Normung noch stärker in staatlich geförderte Forschungsprogramme einzubeziehen.
Dietmar Harting war 2003 zum Präsidenten des in Berlin ansässigen Deutschen Instituts für Normung gewählt worden. Das DIN entwickelt gemeinsam mit Vertretern der interessierten Kreise markt- und zeitgerecht konsensbasierte Normen. Das DIN zählt rund 1.700 Mitglieder (Firmen, Behörden, Verbände) und hat 380 eigene Mitarbeiter in 77 Normenausschüssen und -kommissionen. Sie erarbeiten gemeinsam mit rund 26.000 externen Experten jährlich etwa 2.600 Normen, Normenentwürfe und Vornormen. Finanziert wird das Deutsche Institut für Normung, ein privatwirtschaftlich organisierter und gemeinnütziger Verein, durch Projektmittel, eigene Erträge und Mitgliedsbeiträge.

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