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Dietmar Harting feiert seinen 70. Geburtstag

Dietmar Harting, Persönlich haftender Gesellschafter der HARTING KGaA, feiert am 15. September 2009 seinen 70. Geburtstag. Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben überreichte ihm in diesem Jahr das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Bundespräsident Horst Köhler zeichnete ihn damit als eine der bedeutendsten Unternehmerpersönlichkeiten in Ostwestfalen-Lippe aus und würdigte seinen herausragenden Beitrag zur Entwicklung der gesamtdeutschen Wirtschaft durch seinen nationalen und internationalen Einsatz für die Normung.

Seit 1973 steht der gebürtige Berliner an der Spitze des 1945 von seinen Eltern Wilhelm und Marie Harting in Minden gegründeten Familienunternehmens. Zielstrebig, leidenschaftlich, beharrlich, mit großer Weitsicht und unermüdlichem Tatendrang ("Ein Unternehmer muss immer rastlos sein") führte der Jubilar, seit 1987 gemeinsam mit seiner Frau Margrit, den High-Tech-Mittelständler zu einem weltweit agierenden Anbieter vor allem von elektrischer, elektronischer und optischer Verbindungs-, Übertragungs- und Netzwerktechnik. Heute beschäftigt der Branchenführer mit seinen 28 Landesgesellschaften und Vertretungen, den Produktionswerken in Espelkamp (5), Großbritannien, Schweiz, Rumänien, den USA und China sowie der Vertriebszentrale der HARTING Deutschland GmbH & Co. KG in Minden rund 3.000 Mitarbeiter. Am Stammsitz in Espelkamp ist die HARTING KGaA mit fast 1.600 Beschäftigten größter Arbeitgeber und engagiert sich in vielfältiger Weise vor allem auf sozialem, kulturellem und sportlichem Gebiet sowie bei der technikorientierten Ausbildung und Förderung junger Menschen. Im Geschäftsjahr 2007/2008 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 385 Mio. Euro (Vorjahr 345 Mio. Euro).

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Nach dem Studium der Elektrotechnik und Wirtschaftswissenschaften in München, Hannover und Köln (Abschluss als Diplom-Kaufmann) begann Dietmar Harting 1967 mit 28 Jahren seine berufliche Laufbahn im elterlichen Betrieb. Zu dieser Zeit erreichte die Firma, die 1950 nach Espelkamp umgezogen war, mit ihrer rund 1.000köpfigen Belegschaft einen Umsatz in Deutschland von 29 Millionen Mark. Mit Produkten für den Alltag, wie Lampen, Kochplatten und Bügeleisen aber auch Musikboxen war Firmengründer Wilhelm Harting in der ersten Nachkriegszeit am Markt erfolgreich. Später wurde das Sortiment um einen neu entwickelten, robusten und leicht zu bedienenden Steckverbinder entscheidend erweitert. Der Siegeszug des universell einsetzbaren Han Steckverbinders war zugleich der Grundstein für die dynamische Entwicklung des jungen Unternehmens. Mittlerweile hält HARTING 789 Patente.

Seit seinem Eintritt in das Familienunternehmen betreibt Dietmar Harting - ab 1973 als Geschäftsführender Gesellschafter der HARTING Elektronik GmbH, seit 1996 als Persönlich haftender Gesellschafter der HARTING KGaA - konsequent und äußerst erfolgreich die Internationalisierung der Technologiegruppe und die ständige innovative Weiterentwicklung des Produktportfolios. In seiner Vision hat das Unternehmen bereits 1996 festgelegt: "Wir wollen ein Weltunternehmen werden". Verknüpft ist damit auch das Ziel, "ein unabhängiges Familienunternehmen" zu bleiben.

In diesem Sinne hat sich HARTING zu einem umfassenden und global operierenden Steckverbinder-Spezialisten entwickelt, bietet maßgeschneiderte Produkte für die Energie- und Datenübertragung sowie -vernetzung, etwa im Maschinenbau, der Bahntechnik, für Windenergieanlagen, in der Fabrikautomation und für den Telekommunikationssektor. Angeboten werden darüber hinaus elektromagnetische Systeme für die Automobilindustrie, perfekte Lösungen für die Gehäusetechnologie und Shop-Systeme. Aus der Steckverbinder-Idee der Gründerjahre sind industrietaugliche Lösungen im Ethernet-Bereich, Systeme zur flexiblen Energieanbindung sowie elektrooptische Steckverbinder zur Übertragung höchster Datenübertragungsraten geworden. So ist es kein Wunder, dass HARTING im Jahr 2006 für eine besondere Entwicklung, den UHF RFID-Transponder, mit dem Internationalen Technologiepreis der Hannover Messe, dem Hermes Award, ausgezeichnet wurde. Auch 2009 war eine bahnbrechende Neuentwicklung von HARTING wiederum für den Hermes Award nominiert. Und gemäß der Maxime "Immer ganz nah am Kunden und seinen Bedürfnissen" entstanden im Zuge der internationalen Ausrichtung und Expansion seit den 1970er Jahren zahlreiche ausländische Tochtergesellschaften und Produktionsstätten, zuletzt In China (Zhuhai) und Rumänien (Sibiu).

Doch der Macher und Manager, der eigentlich Archäologe werden wollte, ist nicht nur leidenschaftlicher Techniker und Kaufmann. Schon früh engagierte sich Dietmar Harting aktiv in Organisationen und Verbänden, übernahm zahlreiche Ämter und Aufgaben, weit über sein eigenes unternehmerisches Wirken hinaus. Und das, wie er sagt, "immer mit sehr viel Freude". Von 1998 bis 2004 führte Harting als erster mittelständischer Präsident die Geschicke des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI). Für seine Verdienste wurde er am Ende seiner Amtszeit zum ZVEI-Ehrenpräsidenten ernannt. Als Vorsitzender der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik & Informationstechnik (DKE) im Deutschen Institut für Normung (DIN) und dem Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) setzt sich Dietmar Harting inzwischen als Ehrenmitglied mit besonderer Leidenschaft für die Normung ein. Seit Ende 2003 steht der Espelkamper deshalb auch dem DIN vor, 2007 folgte die Präsidentschaft des Europäischen Komitees für elektrotechnische Normung (CENELEC). Als Mitglied der EXPRESS Gruppe (Expert Panel for the Review of European Standardisation) der Europäischen Kommission arbeitet er intensiv an strategischen Empfehlungen zur mittelfristigen Entwicklung der Europäischen Normung.

Von Beginn an zählt HARTING zu den Ausstellern der Hannover Messe. Nicht zuletzt deshalb engagiert sich der Jubilar, seit 1999 auch Mitglied im Präsidium des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), in den Gremien der Deutschen Messe AG, Hannover, ist dessen stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und leitet den Bau- und Investitionsausschuss. Im Jahr 2008 wurden Dietmar Hartings langjährigen Verdienste um die Deutsche Messe AG mit der Goldenen Messe-Ehrenmedaille gewürdigt. Bereits 2004 ehrte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff Harting mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Landes.

Eng verbunden ist das Unternehmen mit der Geschichte der Stadt und dem Industriestandort Espelkamp, Sitz der Firmenzentrale seit fast sechs Jahrzehnten. HARTING gehörte zu den ersten fünf Unternehmen der 1949 gegründeten Flüchtlingsgemeinde und ist heute als davon einziges noch im Familienbesitz. Durch das Wachstum der Technologiegruppe wurde die positive Entwicklung Espelkamps in allen Bereichen maßgeblich mitgeprägt. Das klare Bekenntnis zur Stadt und Region fand seinen Ausdruck u. a. in großen Investitionen und moderner Industriearchitektur. Wegweisend war Ende der 1970er Jahre die Entscheidung für ein Produktionswerk im neu erschlossenen Gewerbegebiet Nord. Andere Unternehmen folgten alsbald diesem Beispiel. Später ließ sich HARTING als erstes Unternehmen auch am Mittellandkanal nieder und wurde wiederum Vorbild für andere Betriebe. 2008 entstand auf der ehemaligen Brache des Medizingeräteräteherstellers Picker ein in seiner Art einmaliges Ausbildungszentrum. Im NAZHA wird unter einem Dach der kaufmännische und gewerbliche Nachwuchs des Unternehmens ausgebildet. Schon 2001 war in Minden das neue Vertriebsgebäude der HARTING Deutschland GmbH & Co. KG eingeweiht worden. Die Pläne stammten von dem weltberühmten Schweizer Architekten Mario Botta. Mit dem markanten Baukörper in historischer Umgebung wurde in der Kreisstadt ein herausragendes Kapitel lokaler Architekturgeschichte geschrieben.

Großer Unterstützung von Dietmar und Margrit Harting und vielfacher Hilfe im Stillen erfreuen sich daneben kulturelle, sportliche, medizinische und soziale Einrichtungen und Initiativen. Mit einer Millionenspende ermöglichte das Unternehmer-Ehepaar 2002 die grundlegende Sanierung und Modernisierung des Neuen Theaters in Espelkamp, heute eine der modernsten Spielstätte weit über die Region hinaus. Daneben zählt die Familie Harting zu den Förderern der Kirchenmusik der Martinsgemeinde und der Freiwilligen Feuerwehr. Das sportliche Interesse des Jubilars gilt dem Ballsport. Seit 30 Jahren ist Dietmar Harting Mitglied im Handballverein Espelkamp (HVE); dem Allgemeinen Turn- und Sportverein (ATSV) hält er sogar schon seit einem halben Jahrhundert die Treue. Darüber hinaus ist HARTING Sponsor des VfL Osnabrück und des heimischen FC Preußen. Seine besondere Liebe aber gehört dem Handball-Bundesligisten GWD Minden, dem er als begeisterter Anhänger nicht nur finanziell unter die Arme greift. Bis zu seinem 18. Lebensjahr wohnte Dietmar Harting mit seinen Eltern in dem heutigen Mindener Stadtteil Dankersen. Daraus resultiert seine Begeisterung für GWD und die enge persönliche Beziehung zu dem Klub.

Wenn ihm Unternehmen und Ehrenämter noch Zeit lassen, widmet sich Dietmar Harting der Jagd, der Landwirtschaft und dem "Scrabble"-Buchstabenspiel mit Ehefrau Margrit. Für ein wenig berufliche Entlastung sorgen inzwischen auch Sohn Philip und Tochter Maresa, die als dritte Generation inzwischen in das Unternehmen eingetreten sind. Und schließlich sind da noch zwei Enkelkinder, die des Großvaters Aufmerksamkeit und Zuwendung beanspruchen.

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