Deutsche Wirtschaft wird stärker wachsen

Ernst & Young: Eurozone lässt Rezession hinter sich

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young erwartet für die Jahre 2014 und 2015 ein deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum, und zwar um jeweils 1,7 Prozent. Das Statistische Bundesamt meldet für das vergangene Jahr ein Wachstum von gerade einmal 0,4 Prozent.

Hauptgründe für die zunehmende Dynamik seien eine deutlich anziehende Auslandsnachfrage - die Exporte sollen um 3,8 Prozent steigen - und eine zunehmende Investitionsbereitschaft der deutschen Unternehmen. Die Investitionen werden - nach einem Rückgang im vergangenen Jahr - 2014 um 3,6 Prozent zulegen. Gleichzeitig werde die Beschäftigung in Deutschland ein neues Rekordhoch erreichen: Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte im kommenden Jahr um 136.000 auf knapp 42 Millionen steigen - so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik, prognostizieren die Wirtschaftsexperten in ihrer aktuellen Ausgabe des "EY Eurozone Forecast". Die Zahl der Erwerbslosen - gemessen nach dem international gebräuchlichen ILO-Standard - werde auf 2,25 Millionen sinken.

"Während sich die deutsche Wirtschaft in einem guten Zustand befindet und vor einer deutlicheren Wachstumsbelebung steht, kommen endlich auch aus einigen Krisenländern wieder positive Signale", stellt Graf Waldersee, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY im deutschsprachigen Raum, fest. Nach mehreren Rezessionsjahren profitiere deren Industrie nun von niedrigeren Arbeitskosten und einer gestiegenen internationalen Wettbewerbsfähigkeit. "Es wird zwar noch mehrere Jahre dauern, bis sich dies auch in deutlich sinkenden Arbeitslosenzahlen niederschlägt - dennoch spricht viel dafür, dass die Eurozone die wirtschaftliche Talsohle durchschritten hat und es nun langsam aber stetig wieder aufwärts geht."

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So dürften Spanien, Portugal und Frankreich 2014 deutlich stärker wachsen als 2013 und jeweils um 0,7 Prozent zulegen. Und auch Italien und die Niederlande werden nach zwei Rezessionsjahren wieder ein Wirtschaftswachstum aufweisen - wenn auch nur von 0,2 bzw. 0,3 Prozent. Für die gesamte Eurozone wird für 2014 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 Prozent prognostiziert, 2015 soll die Eurozonen-Wirtschaft sogar um 1,4 Prozent zulegen. Haupttreiber dürfte dabei die anziehende Auslandsnachfrage sein: Der Welthandel wird nach einem Plus von 3,7 Prozent im Jahr 2013 im neuen Jahr um 5,5 Prozent zulegen. Davon profitieren auch die Krisenländer in der Eurozone, die im Jahr 2014 durchweg ein Exportwachstum von drei Prozent und mehr aufweisen dürften. Eurozonenweit werden die Ausfuhren laut Prognose um 3,6 Prozent und 2015 sogar um 4,1 Prozent zulegen.

"Die Weltwirtschaft ist weiter auf Erholungskurs - unterstützt durch die Niedrigzinspolitik der Notenbanken", beobachtet Graf Waldersee. "Gerade die deutsche Wirtschaft kann von einer anziehenden Auslandsnachfrage profitieren und fungiert selbst innerhalb der Eurozone als Wachstumslokomotive." Bemerkenswert sei dabei: Die Einfuhren werden laut Prognose mittelfristig stärker zunehmend als die Exporte - sowohl 2014 als auch in den beiden Folgejahren. "Eine erstarkende deutsche Wirtschaft zieht die anderen europäischen Länder mit - die ganze Eurozone profitiert also von der zunehmenden Dynamik in Deutschland." kf

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