Deutsche Messe

Andrea Gillhuber,

Hannover Messe wird neu ausgerichtet

Die Frage, die sich viele stellten, ist nun beantwortet: Die Hannover Messe wird Anpassungen vornehmen und auch Themen der Cebit aufgreifen.

Die Hannover Messe wird neu ausgerichtet. © Deutsche Messe

Um die Weichen für eine „starke Zukunft“ zu stellen, passt die Deutsche Messe ihre Hannover Messe strategisch an die digitale Transformation der Industrie an. Dazu zählen die Markenführung, das Themen-Setting als auch das Geländelayout. „Der globale Bekanntheitsgrad der Hannover Messe ist einzigartig“, erklärt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. „Wir werden die Marke weiter stärken und daher die bisherigen Submarken in der Dachmarke Hannover Messe integrieren und aufgehen lassen. Außerdem schaffen wir mit der neuen Geländebelegung Raum für Wachstum. Unser klares Ziel: eine starke Hannover Messe, die weiterhin die industrielle Transformation vorantreibt und wächst – sowohl bei Ausstellern als auch bei Besuchern.“

Sieben Kernsegmente im Wechsel

Der Geländeplan der Hannover Messe ab dem Jahr 2020. © WBM

Konkret bedeutet dies, die Leitmessen sind passé. Wie bei anderen Messen auch finden sich unter dem großen Markennamen Hannover Messe keine Einzelmessen mehr, sondern sieben Kernsegmente:

Future Lab: In den Hallen 21 und 24 werden in Zukunft Forschung und Entwicklung, Startups, Emerging Technologies, Innovationskultur und die Zukunft der Arbeit im Fokus stehen. In einer Pressekonferenz zur Neuausrichtung der Hannover Messe bezeichnete Köckler diesen Bereich als denjenigen, der den „Charakter der Cebit“ am nächsten kommen wird. „Im Nordwesten des Geländes schaffen wir einen Hotspot für Innovationen. Startups treffen auf Forschungsinstitute. Industrieunternehmen treffen auf junge Talente und Querdenker. Das Future Lab gewährt Einblick in die Industrie von übermorgen“, so Köckler.

Anzeige

Engineered Parts & Solutions: Hinter der Bezeichnung stecken Trendthemen wie Leichtbau und Additive Manufacturing, Oberflächentechnik, materialspezifische Komponenten, Fügetechnologien und Engineering-Dienstleistungen. Stattfinden werden sie jährlich in den Hallen 19, 20, 22 und 23.

Automation, Motion & Drives: Diesen Ausstellungsbereich finden die Fachbesucher ab 2020 in den Hallen 2 bis 13. Wie gewohnt umfasst er die Themen Fabrik-, Prozess- und Energieautomation sowie die Antriebs- und Fluidtechnik, Robotik, industrielle Sensorik und Bildverarbeitung, Stromübertragung, Transformatoren, Energieführung sowie Logistikautomation und Lagertechnik. Mit der Lage im Osten und Süden des Messegeländes bildet der Themenberiech eine Art Rahmen.

Energy Solutions: In den Hallen 11, 12, 13 und 27 dreht sich ab dem nächsten Jahr alles um die Versorgung von Industrieanlagen und angeschlossener Mobilitätsinfrastruktur mit Schwerpunkt elektrischer Energie. Themen hier sind Logistics-IT, Digitale Plattformen und Cloud-Lösungen, IT-Security, Augmented & Virtual Reality, Energiemanagement-Lösungen, Künstliche Intelligenz oder 5G-Infrastruktur.

Digital Ecosystems: Im Rahmen der digitalen Transformation spielen sie eine zentrale Rolle, Unternehmenssoftware und Vernetzungstechnologien. Dazu zählen Software wie PLM und MES, aber auch Logistics-IT, Digitale Plattformen und Cloud-Lösungen, IT-Security, Augmented & Virtual Reality, Energiemanagement-Lösungen, Künstliche Intelligenz oder 5G-Infrastruktur – ebenfalls Themen der Cebit. Um der zentralen Rolle der Technologien gerecht zu werden, ist der Themenbereich in Zukunft auch in der Mitte des Messegeländes angesiedelt, in den Hallen 14 bis 17.

Logistics: In den geraden Jahren finden Förder- und Lagertechnik, Lager- und Betriebseinrichtungen, Flurförderzeuge und Zubehör, fahrerlose Transportsysteme, Verpackung und Logistikdienstleistungen in den Hallen 2, 3 und 4 Platz. Anders als in der Vergangenheit werden Logistikthemen aber auf jeder Hannover Messe eine Role spielen, insbesondere Logistikautomation sowie Digital Logistics werden auch in den anderen Ausstellungsbereichen zu sehen sein.

Compressed Air & Vacuum: Wie der Namen schon sagt, findet sich hier die Druckluft- und Vakuumtechnik im Wechsel mit dem Themenbereich Logistics wieder. Ab 201 in der Halle 26.

Das Gelände wird also im zweijährlichen Turnus in sechs Themenbereiche gegliedert.

In den Geraden Jahren werden die Themenbereiche „Future Lab“, „Engineered Parts & Solutions“, „Logistics“, „Automation, Motion & Drives“, „Energy Solutions“ sowie „Digital Ecosystems“ stattfinden.

In den ungeraden Jahren finden die Themenbereiche „Future Lab“, „Engineered Parts & Solutions“, „Compressed Air & Vacuum“, „Automation, Motion & Drives“, „Energy Solutions“ sowie „Digital Ecosystems“ Platz.

Ausstellerbeirat sieht Entwicklung positiv

Prof. Dr. Friedhelm Loh, Vorsitzender des Ausstellerbeirats (links), Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. © WBM

Der Ausstellerbeirat der Hannover Messe unterstützt die Weiterentwicklung und hat sie im gewissen Maß mit angetrieben, allen voran Prof. Dr. Friedhelm Loh, Vorsitzender des Ausstellerbeirats: „Die Maßnahmen zur konsequenten Weiterentwicklung der Hannover Messe werden zu 100 Prozent von den Mitgliedern des Ausstellerbeirats mitgetragen. Damit ist und bleibt die Hannover Messe das Schaufenster für die Innovationskraft des Industriestandorts Deutschland – auch im Zeitalter der digitalen und industriellen Transformation.“

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Low-Cost-Applikation

4- bis 5-Achs-Roboter aus Kunststoff

Neue Ansätze für Low-Cost-Automatisierung zeigte Igus auf der diesjährigen Hannover Messe: Das „Rohboter“-Konzept besteht aus einen Robolink-DC-Gelenkarm aus Kunststoff sowie einem Marktplatz-Modell, das den Anwendern online dabei hilft, die für sie...

mehr...
Anzeige

Gesamtanlageneffektivität auswerten und verbessern

Eine wichtige Kennzahl zur Messung der Wertschöpfung einer Produktionsanlage ist die Overall Equipment Effectiveness (OEE), die hierzulande Gesamtanlageneffektivität (GAE) genannt wird. Da erfolgreiche Verbesserungsansätze in der Produktion abhängig von einem zeitnahen Informationsaustausch über die GAE sind, bietet der Kennzeichnungsanbieter Bluhm Systeme seinen Kunden entsprechend vernetzte Soft- und Hardwarelösungen.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Sicherheitsbremsen

Schwerpunkt liegt auf Robotik

Mayr Antriebstechnik hat mit der Roby-servostop-Baureihe kleine, leistungsstarke Sicherheitsbremsen im Programm. Sie sind mit ihrer kompakten Bauform und dem geringen Gewicht auf die Anforderungen der Robotik zugeschnitten.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

Kameragestützte Laserbeschriftung mit CPM
Der Einsatz von Vision-Systemen zur Bilderfassung und -verarbeitung ist ein wichtiges Werkzeug zur Prozesskontrolle und -optimierung. Entsprechend der Objektvielfalt bietet ACI kundenspezifisch angepasste Kameralösungen an.

 

Zum Highlight der Woche...
Anzeige
Anzeige
Anzeige