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Design Tech: bei Top100

Im Beisein von 300 Unternehmern überreichte Schirmherr Lothar Späth Jürgen R. Schmid (links im Bild) am 1. Juli in der Yachthafenresidenz Hohe Düne bei Rostock die Auszeichnung. Weltweit arbeitet Design Tech für Kunden aus Maschinenbau und Medizintechnik und erzielt mit zehn Mitarbeitern 1,5 Millionen Euro Honorarumsatz pro Jahr. Seit drei Jahren bietet der Spezialist für Industriedesign alternativ ein Vergütungsmodell an, bei dem die Honorarhöhe an den Produkterfolg gekoppelt ist.
Mit der Einführung des erfolgsabhängigen Vergütungssystems, das mittlerweile ein Fünftel der Kunden nutzen, hat sich Design Tech vom Dienstleister zum Partner gewandelt, der kontinuierlich das Produkt optimiert. Denn die Höhe der Lizenzeinnahmen hängt von messbaren Erfolgskriterien ab wie Verkaufszahlen, Umsatzrendite oder Kosteneinsparung. Zudem schont es Liquidität des Kunden und Design Tech geht mit ins Risiko.
"Sobald eine Aufgabe definiert und der Vertrag unterschrieben ist, reden wir mit unseren Kunden nicht mehr über Geld", skizziert Jürgen R. Schmid das Verfahren: "Denn wenn sich zwei Parteien um acht Orangen streiten, ist es nicht immer die beste Lösung, jedem vier zu geben. Möglicherweise braucht die eine die Schalen, um Aroma zu gewinnen, und die andere das Fruchtfleisch, um Saft zu pressen." Entscheidend sei der Nutzen, so Schmids Philosophie. Deshalb klärt er im Gespräch mit Kunden immer erst, was ihnen besonders wichtig ist.
Zielorientiertes Industriedesign, so Laudator Späth, konnte Schmid mit erfolgsorientierter Vergütung kombinieren, weil die Innovationsprozesse seit Langem effektiv und systematisch geregelt sind: Bereits in den 90er-Jahren entwickelte der Designer eine Innovationsstrategie, in der Timing und Kostenbewusstsein eine zentrale Rolle spielen. Diese wurde weiterentwickelt zur Gesamtstrategie "Design to success". Darin sind acht Kernbereiche definiert, zu denen der Kunde zu Beginn eines Auftrags mit einer detaillierten Checkliste befragt wird. So lassen sich Entscheidungen nach objektiven Kriterien treffen. Dieses verbindliche Festlegen der Basiskriterien zu Beginn eines Projekts führe zu einer deutlichen Verkürzung der Entwicklungszeiten, da Rückkopplungsschleifen entfielen, so Schmid.
Am Rande der zweitägigen Veranstaltung, die zu 18 Prozent Maschinenbauer und zu 15 Prozent Zulieferer aus Automobilbranche und Medizintechnik besuchten, knüpfte Schmid wertvolle Kontakte zu weiteren Preisträgern und Jurymitgliedern wie Ex-Finanzminister Hans Eichel oder dem Hamburger Manager Prof. Peter Littmann. Dass die aktuelle Auftragslage bei Design Tech sehr gut ist, führt dessen Inhaber auf das strategische Marketing der vergangenen Jahre zurück. Ein Baustein darin ist die Teilnahme an Wettbewerben wie "red dot" und Rankings wie Top100, an dem sich jährlich mehrere 100 Firmen beteiligen. lg

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