Kranfernwartung

Deltalogic erhält Rahmenauftrag über IP-basiertes Fernwartungskonzept

Der schweizerische Kranhersteller und -vermieter Wolffkran rüstet seine Krane künftig serienmäßig mit einem IP-basierten Fernwartungssystem und verschlüsselten VPN-Verbindungen aus. Wollffkrans Partner ist Deltalogic Automatisierungstechnik. Das Unternehmen erhielt im Rahmen dieses Projektes einen Rahmenauftrag für die Ausrüstung von mehreren hundert Kranen.

Kran Wolff 5014 city

Deltalogic liefert neben dem Industrie-Router MoRoS und dem Insys Connectivity Service auch den Kommunikations- und Programmieradapter Accon-NetLink-PRO compact.

Der neue Kran Wolff 5014 city, der kürzlich auf der Baumaschinenmesse in Bern dem Fachpublikum vorgestellt wurde, gehört zu den ersten, die mit der IP-basierten VPN-Fernwartungslösung ausgerüstet werden.

Wolffkran positioniert sich mit seinen Produkten im Premiumsegment der Branche und ist bekannt für innovative Technologie sowie die hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit seiner Krane. Bereits seit 2002 hat der "Leitwolf" unter den Kranherstellern ein GSM-basiertes Fernwartungskonzept im Einsatz. Da jedoch der Datenübertragungsdienst für diese Netze technisch die Anforderungen von Wolffkran nicht mehr erfüllt und auch keine weltweite Verfügbarkeit garantiert ist, hat sich das Unternehmen entschieden, in Zukunft seine Krane auf ein IP-basiertes Konzept umzustellen. Die Anforderungen waren hoch: Die Lösung sollte weltweit einsetzbar, unabhängig von einem speziellen Provider und leicht zu installieren sein, dabei eine hohe Datenübertragungsrate über verschlüsselte Verbindungen bieten sowie die Möglichkeit einschließen, in Zukunft auch weitere Geräte einfach anbinden zu können.

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Wolffkran hatte bereits gute Erfahrungen mit Deltalogics Kommunikationsbibliothek Accon-AGLink gesammelt, mit der Betriebs- und Störungsdaten aus den Simatic S7-300-Steuerungen der Krane zuverlässig ausgelesen und in der firmeneigenen Helpdesk-Software WolffLink abgebildet und verwaltet werden können. Das neue Fernwartungskonzept, basierend auf dem VPN-Router MoRoS mit integriertem Switch und schneller Mobilfunk-Kommunikation, überzeugte aufgrund seiner Kompaktheit, der vielen Features und hohen Leistungsfähigkeit. Das Konzept beinhaltet, dass sich die Kransteuerung selbständig per SMS beim zentralen Wolffkran-Server meldet; dieser Server steuert dann "on demand" den Mobilfunkrouter MoRoS per SMS damit dieser einen verschlüsselten VPN-Tunnel aufbaut.

Daraufhin kann der Wolffkran-Servicemitarbeiter, unterstützt durch das direkte Routing des Insys Connectivity Service bis zur einzelnen Steuerung, alle relevanten Störungs-, Zustands- und Verbindungs-Daten aus der S7-300 auslesen. Für die reibungslose Kommunikation zwischen der TCP/IP-Welt und der proprietären Siemens-Schnittstelle MPI (Multi Point Interface) sorgt Deltalogics Kommunikations- und Programmieradapter Accon-NetLink-PRO compact, der zwischen dem Mobilfunkrouter MoRoS und der S7-300 positioniert ist. Der webbasierte VPN-Dienst Insys Connectivity Service ermöglicht ebenfalls die komfortable Verwaltung der VPN-Teilnehmer und der verschlüsselten VPN-Verbindungen.

"Wir haben mehrere hundert Krane in unserer Mietflotte, und diese sind weltweit im Einsatz", erklärt Andreas Wagner, Leiter Elektrotechnik bei Wolffkran im Entwicklungszentrum in Heilbronn. "Da ist es für uns entscheidend, eine effiziente Standardlösung einzuführen. Wir sparen künftig in vielen Fällen nicht nur die kosten- und zeitintensiven Reisen für unsere Techniker ein, sondern minimieren auch die Kommunikationskosten für uns und unsere Kunden. Gleichzeitig sind wir in der Lage, Störungen aus der Ferne noch zügiger beheben und somit die Verfügbarkeit unserer Krane steigern zu können." kf

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