Porträt

Pamas feiert 20-jähriges Firmenjubiläum

Am 1. Juni 2012 jährt sich das Bestehen des Messinstrumentenherstellers Pamas Partikelmess- und Analysesysteme GmbH zum 20. Mal. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Messinstrumente für die Partikelanalyse von Flüssigkeiten und beschäftigt heute Mitarbeiter an neun Firmenstandorten weltweit. Den Grund für den Erfolg seines Unternehmens sieht Gerhard Schreck im steten Ausbau des firmeneigenen Know-hows und in der kontinuierlichen Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder.
Seit der Firmengründung im Juni 1992 ist die Pamas Partikelmess- und Analysesysteme GmbH in der Dieselstraße 10 in Rutesheim bei Stuttgart ansässig.

Schon früh hatte Geschäftsführer Gerhard Schreck erkannt, dass es nur mit dem Ausbau von firmeneigenem Know-how gelingen würde, eine marktführende Position im Segment der Analysetechnik zu erlangen und diese auf Dauer zu sichern. "Schon bald nach der Unternehmensgründung setzten wir unseren Fokus daher auf die Entwicklung", erläutert Gerhard Schreck. "Dank unserer firmeneigenen Entwicklungsabteilung an unserem Standort in Deutschland sind wir heute in der Lage, uns bei der Entwicklung unserer Produkte eng am Markt zu orientieren und unsere Messgeräte an neue Einsatzgebiete und Anwendungsbereiche anzupassen. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte haben wir uns bei der Entwicklung unserer Produkte stets am Bedarf des Kunden orientiert und nicht nur an der technischen Machbarkeit. So gelang es uns in den vergangenen Jahren, neue Geschäftsfelder zu erschließen, in denen die Partikelmessung zuvor noch nicht zum Einsatz gekommen war."

Anzeige

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten der Partikelmessung

Ein Beispiel hierfür sind Hydraulikanlagen im Offshore-Bereich. In diesem Branchenbereich war es bis Ende der 1990er Jahre noch üblich, die Reinheit der Hydraulikflüssigkeiten mit Hilfe der mikroskopischen Membrananalyse zu testen. Bei diesem zeit- und arbeitsintensiven Testverfahren wird eine vorgegebene Menge Flüssigkeit über eine Membrane filtriert und anschließend unter dem Mikroskop manuell oder automatisch analysiert. Neben dem hohen Zeit- und Arbeitsaufwand hat die Membrananalyse gegenüber der optischen Partikelzählung noch einen weiteren Nachteil: die Zählung ist sehr subjektiv, weil sie vom Operator ausgeführt wird und somit von dessen Einschätzung abhängt. Offshore-Anlagenbetreiber waren aus diesem Grund sehr an alternativen Messverfahren interessiert, die die zahlreichen Unsicherheiten der mikroskopischen Membrananalyse kompensieren konnten. Ein Kunde machte den Anfang und setzte den Partikelzähler PAMAS S4031 WG routinemäßig parallel zu den Membrantests ein, um die Feldtauglichkeit des Partikelzählers nachzuweisen. Die Testphase verlief äußerst positiv. Es zeigte sich, dass die optische Partikelzählung das Membranverfahren vollständig ersetzen kann. Die Partikelanzahl und -größe liegt im Handumdrehen vor. Die Messergebnisse sind konform zu gängigen Reinheitsklassenstandards wie NAS 1638, SAE AS 4059 und ISO 4406. Inzwischen hat der Kunde die Reinheitskontrolle mit Hilfe eines optischen Partikelzählers zum Standardtest erklärt. Auch weitere Anwender aus dem Offshore-Bereich setzen die Partikelmessung heute routinemäßig für die präventive Zustandsüberwachung ein.

Detektion von Partikelgrößen zwischen 0,5 und 8000 µm

Auch bei der Entwicklung neuer Sensortechnologien orientiert sich Pamas vor allem an Kundenanfragen und an aktuellen Marktanforderungen. Kunden aus der pharmazeutischen Industrie sowie aus der Öl-, Automobil- und Filterbranche haben beispielsweise einen hohen Bedarf an Partikelzählern für die Detektion kleinerer Partikelgrößen (kleiner als als 3 µm(c)). In den Jahren 1992 bis 2008 hatte man ausschließlich Partikelsensoren im Sortiment, die auf dem Lichtblockadeprinzip basieren. Diese Sensoren haben einen sehr weiten Detektionsbereich und können auch Partikelgrößen bis zu 8000 µm detektieren und zuverlässig messen. Für die Analyse von hochviskosen und stark kontaminierten Flüssigkeiten sind Lichtabschattungssensoren somit bestens geeignet. Partikelzähler werden jedoch auch für Anwendungen eingesetzt, in denen kleinere Partikelgrößen detektiert werden müssen. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Messinstrumenten für kleinere Partikelgrößen entwickelte man im Jahr 2008 einen Sensor, der auf dem Streulichtprinzip basiert und auch Partikelgrößen ab 0,5 µm zuverlässig detektiert. Seit 2009 baut das Unternehmen den Sensor Pamas SLS-25/25 erfolgreich in die gleichnamigen Partikelzählermodelle 4132, S40 GO, S4031 GO, SBSS und SVSS ein. Der Streulichtsensor misst Partikelgrößen von 0,5 bis 20 µm (gemäß Kalibrierstandard ISO 21501) und von 1,5 bis 30 µm(c) (gemäß Kalibrierstandard ISO 11171).

Spezialisierung auf Partikelzähler für Flüssigkeiten

Um die bestmögliche Messtechnologie anbieten zu können, spezialisierte Pamas die Produktpalette im Laufe der Jahrzehnte auf die Analyse von Flüssigkeiten. Zuvor waren auch Partikelzähler für die Analyse von Gasen und Feststoffen hergestellt worden, die in der Reinraumtechnik und in der Korngrößenanalyse zum Einsatz kamen. Seit einigen Jahren bietet man nun ausschließlich Partikelzähler für Flüssigkeiten an. Neben der Verwendung in der Offshore-Hydraulik eignen sich die optischen Messinstrumente auch für die Analyse von Flüssigkeiten in anderen Bereichen und können beispielsweise für die Kontrolle von Schmieröl, für Wasseranalysen, für pharmazeutische Anwendungen, für Filterteststände sowie für die Restschmutzanalyse von Bauteilen eingesetzt werden.

Mitarbeit in Fachgremien und Normierungsausschüssen

Die Fachkompetenz im Bereich der optischen Partikelmessung lässt Pamas nicht nur in die Entwicklung und Herstellung der eigenen Produkte einfließen, sondern stellt sie auch zahlreichen Normierungsausschüssen und Fachgremien zur Verfügung. Hier wirken die Experten des Unternehmens aktiv bei der Erarbeitung von branchenspezifischen Standards mit. Ein Beispiel hierfür ist der Standard ISO 11171 für die Kalibrierung automatischer Partikelzähler, den das Genfer Institut International Organization for Standardization verabschiedet hat.

Erfolgsfaktoren in der Unternehmensentwicklung

Ein Schlüsselfaktor, der bei der Erfolgsgeschichte der Pamas GmbH eine Rolle spielte, ist der Mitarbeiterstamm. Viele Mitarbeiter sind dem Unternehmen schon seit den Anfangsjahren treu und prägen das Firmenbild. Bei der Unternehmensgründung im Juni 1992 begann Geschäftsführer Gerhard Schreck mit drei Mitarbeitern. Heute beschäftigt er 51 Mitarbeiter an neun Firmenstandorten. Am Firmenhauptsitz in Rutesheim sind 30 Mitarbeiter in den Abteilungen Entwicklung, Produktion, Anwendungstechnik, Service, Verwaltung, Vertrieb und Marketing tätig. Hinzu kommen 21 Mitarbeiter in acht weiteren Niederlassungen in Belgien, Frankreich, Finnland, Großbritannien, Spanien, Brasilien, USA und Indien. In den kommenden Jahren beabsichtigt Geschäftsführer Gerhard Schreck, diesen Kurs fortzusetzen und weiter zu expandieren. Ein neues Firmengebäude ist bereits in Planung. lg

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Flir Systems

Prüfer, Kameras und Messgeräte

Das neue Produktportfolio von Flir Systems umfasst ein Digital-Multimeter, zwei Stromzangen, einen berührungslosen Spannungsprüfer, ein Feuchtemessgerät sowie eine Videoskop-Inspektionskamera. Aufbauend auf der 50-jährigen Geschichte als weltweiter...

mehr...
Anzeige
Anzeige

Autosampler

Messvorgang automatisiert

Speziell für Labore mit einem hohen Probenaufkommen hat Pamas einen neuen Autosampler entwickelt: Mit dem Pamas AS3 kann der Messvorgang automatisiert werden. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen zeichnet sich der Autosampler durch verbesserte...

mehr...
Anzeige

Automatischer Partikelzähler

Trinkwasser kontrollieren

Neben den Partikelzählern der Produktserie S4031 hat Pamas auch ein Online-Messinstrument speziell für Wasseranwendungen im Sortiment, das auf die Anforderungen bei der Qualitätskontrolle von Trinkwasser, Industriewasser oder gereinigtem Abwasser...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige