Putztuch-Mehrwegsystem

Putzmuntere Geschichte

Im Jahr 1908 bringt das Unternehmen Mewa das
Historisch: Putztuch-Weberei im Jahre 1929.
wieder verwendbare Maschinenputztuch auf den Markt. Die Geschäftsidee wird ein Erfolg. In diesem Jahr feiert der inzwischen europaweit tätige Textildienstleister seinen 100. Geburtstag.

Im Unternehmen Mewa, das seit drei Generationen in Familienhand ist, sieht man den Erfolg vor allem als das Werk engagierter Menschen: „Wenn ein Unternehmen 100 Jahre erfolgreich am Markt ist, dann ist das schon eine Leistung. Ohne die vielen engagierten und motivierten Mitarbeiter, die nicht selten seit mehreren Generationen hinweg mit Mewa verbunden sind, ohne unsere Kunden, die uns seit Jahren die Treue halten, ohne gute Nachbarschaft an unseren Standorten, wäre das nicht möglich gewesen”, erklären Gabriele Gebauer und Rolf Beisse, Vorstände der Mewa Textil-Service AG & Co. Das Unternehmen gehört heute zu den führenden Textildienstleistern in Europa. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 401 Millionen Euro. 4.115 Mitarbeiter betreuen über 130.000 Kunden an 43 Standorten in Deutschland, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, in der Schweiz, in den Niederlanden, in Tschechien, Ungarn, Polen und in der Slowakei. Eine Erfolgsgeschichte, die 1908 mit der Gründung der Mechanischen Weberei Altstadt GmbH (Mewa) im sächsischen Ostritz-Altstadt bei Görlitz begann. Die Geschäftsidee des Firmengründers Hermann Gebauer ist einfach, aber genial: Statt der damals üblichen Putzlumpen liefert er hochwertige Baumwoll-Maschinenputztücher, die nach Gebrauch gewaschen und bei Verschleiß ersetzt werden.

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Weben, waschen und ersetzen

Das neue Servicekonzept kommt zur richtigen Zeit. Denn Anfang des 20.Jahrhunderts braucht die Industrie dringend Putztücher, um Maschinen und Anlagen am Laufen zu halten und sie von Fett und Öl zu befreien.

Noch im Gründungsjahr kann Hermann Gebauer seinen ersten Großkunden ins Auftragsbuch eintragen: die Königlich Sächsische Staatseisenbahn, damals das größte Unternehmen in Sachsen. Bereits 1909 müssen die Betriebsgebäude ausgebaut werden und Anfang der zwanziger Jahre liest sich das Mewa Auftragsbuch wie das Who is Who der damaligen deutschen Wirtschaft: Siemens, AEG, Bayer, Henschel und die Leuna-Werke sind von der Putztuch-Idee des Unternehmens begeistert. 1.200 Mitarbeiter in 14 Gesellschaften beschäftigt die Mewa Gruppe vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Sie versorgen rund 18.000 Industrie- und Gewerbebetriebe.

Nach dem Krieg gelingt es Hermann Gebauer, die im Westen der Republik gelegenen und größtenteils zerstörten Niederlassungen wiederaufzubauen. Neue Kunden wie Zeitungsverlage interessieren sich für das Ersatzsystem des Unternehmens. Als er 1953 im Alter von 75 Jahren stirbt, bleibt Mewa in Familienhand. Seine Frau Charlotte Gebauer tritt an die Unternehmensspitze.

Ende der sechziger Jahre wurde das Angebot um Berufskleidung erweitert. Die neue Geschäftsidee kam bei den Kunden gut an. Berufskleidung im Servicepaket – das kannte man in Deutschland bis dato nicht. Entsprechend groß war die Nachfrage. Ende 1969 kleidete Mewa über 10.000 Personen ein. Obwohl in den Betrieben zum Teil im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr gearbeitet wurde, konnten die Aufträge kaum bewältigt werden. Damals startete bei Mewa die industrielle Bearbeitung von Textilien im großen Stil: Moderne Waschstraßen und Pressen ersetzen in den Putztuch-Wäschereien die Gegenstromanlagen und Zentrifugen. Und die Berufskleidung erhielt in Wasch-Schleudermaschinen, Trocknern und Tunnelfinishern ihre kundengerechte Pflege. Mit zeitgemäßen Produkten, modernen Technologien und ersten Standorten im europäischen Ausland erobert sich das Unternehmen in den siebziger Jahren neue Märkte.

Erfolg durch Wandel

1980 übernahmen die Enkelin des Firmengründers, Gabriele Gebauer, und ihr Mann Rolf Beisse die Leitung von Mewa. Mit innovativen Produkten wie Schutzkleidung bauten sie die führende Marktstellung des Unternehmens aus. Die kontinuierliche Verbesserung von Dienstleistung und Umwelttechnik im Unternehmen erklärten die beiden zur Chefsache. Schon früh lautete die Devise der neuen Geschäftsführerin: Umweltschutz geht vor Expansion. Bereits Mitte der siebziger Jahre installierte Mewa die erste in Eigenregie konzipierte Abwasseraufbereitungsanlage. Heute gehört der Textil-Dienstleister im In- und Ausland zu den Marktführern. Rolf Beisse sieht den Erfolg des Unternehmens in der Bereitschaft, Tradition mit Innovation zu verweben: „Wir sind ein seit Generationen in Familienhand geführtes Unternehmen. Dabei kombinieren wir Kompetenz durch Erfahrung mit modernem Management und dem persönlichen Einsatz unserer Mitarbeiter. So werden wir jeden Tag ein wenig besser. Wir sind fit für die nächsten 100 Jahre.“ ms

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