Hallenheizungen

Der wohligen Wärme verschrieben

Ob in Wartungshallen, Ställen oder Gewächshäusern – die richtige Temperatur entscheided darüber, ob Mensch, Tier oder Pflanze sich wohl fühlen. Infrarotheizungen, die nur jene Körper erwärmen, auf die die Strahlen treffen, sorgen dafür, dass dem Menschen nicht der Kopf heiß wird und das feuchte Blatt der Pflanze keinen Schaden nimmt. Zu den führenden Herstellern dieser Systeme zählt das Unternehmen Kübler, das in diesen Tagen sein 20jähriges Jubiläum feiert.

Dem natürlichen Heizprinzip der Sonne kommt die Infrarotstrahlung am nächsten. Deshalb fühlen wir Menschen uns damit so wohl. Das wussten auch schon die Römer: Sie kannten das Prinzip und nutzten es beispielsweise bei Kachelöfen, deren behagliche Wärme heute noch geschätzt ist. Infrarot als Wärmequelle wird aber auch für Hallen und andere große Räume eingesetzt. Infrarotheizungen gehören heute in Industrie und Gewerbe zu den bewährten Systemen.

Seit seiner Gründung 1989 (Bild oben) durch Thomas Kübler entwickelt und vertreibt das Unternehmen Kübler europaweit ausschließlich Infrarotsysteme – und bietet damit eine der wirtschaftlichsten Technologien zur Beheizung von Großräumen. Als Komplettanbieter schlüsselfertiger Lösungen weist das Ludwigshafener Unternehmen ein umfassendes Produktspektrum für unterschiedliche Hallentypen und Raumwelten auf. Es gilt als Innovationsführer der Branche und wurde für seine Leistungen bereits mehrfach ausgezeichnet. Allen voran erhielt das Unternehmen für das Ressourcen optimierende Steuerungssystem Rossy den Innovationspreis des Bundeswirtschaftsministeriums im Jahr 2004 sowie im Jahr 2008 den Großen Preis des Mittelstandes der Oskar-Patzelt-Stiftung. Nach seiner Gründung als Kübler Industriehandel im Jahr der Maueröffnung entwickelt sich das Unternehmen rasant. Der Aufschwung Ost ist auch den Ludwigshafenern Motivation. Thomas Kübler baut als erster Unternehmer auf und in Sachsen: In Dresden öffnet die Anlagenbau GmbH die Tore mit dem Ziel, dort eine weitere Spezialisierung zu erreichen und das Unternehmen als Produktionsstandort auszubauen – dessen Einweihung findet im Jahr 1992 statt.

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Nutzen bringende Innovationen

Unterdessen gibt es auch im Westen Neues: In Ludwigshafen werden 1990 die Produktions- und Montage GmbH und 1992 die Vertriebszentrum GmbH gegründet. Alle drei Ludwigshafener Unternehmen verschmelzen im Jahr 1996 zur Kübler GmbH. Auch auf internationalem Terrain wird das Unternehmen bald warm: In Ungarn gründet Thomas Kübler 1991 einen neuen Standort, der 1996 umgebaut und erweitert wird. Im Jahr 2001 schließt sich eine Tochtergesellschaft in Tschechien an. Mit den Standorten Ludwigshafen, Dresden, Prag und Fegyvernek (Ungarn), zahlreichen Auslandsvertretungen und einem bundesweit flächendeckenden Servicenetz zählen die Ludwigshafener heute zu den Top-Unternehmen in Europa. Nicht zuletzt, weil ihre Infrarotheizsysteme in allen wesentlichen Richtlinien und Normen verankert sind. Sie sind in vielen europäischen Ländern zertifiziert, und haben alle nötigen Zulassungen, die für einen reibungslosen Geschäftsverlauf – auch in Osteuropa – nötig sind. Das gibt dem Investor die Sicherheit , sich für die wirtschaflichste Lösung zu entscheiden.

Die Entwicklungsarbeit wird groß geschrieben im Hause Kübler. Ebenso der Blick über den „Heizungsrand“, wie zum Beispiel bei der Dunkelstrahlerheizung für Ställe, deren Wärme als natürliche Infrarotstrahlung übertragen wird, womit sich gezielt der Aufenthaltsbereich der Tiere erwärmt. Boden und Einstreu bleiben dadurch trocken und das Risiko von Erkrankungen wird verringert. Oder bei dem Agrarstrahler, der ähnlich dem natürlichen Prinzip der Sonne primär Pflanzen und Substrat erwärmt. Erst sekundär heizt sich die Gewächshausluft auf. Durch diese direkte Wärmeübertragung erzeugt die Heizung eine Blatttemperatur, die über der Lufttemperatur liegt. Das Risiko an der Blattoberfläche den Taupunkt zu unterschreiten, verringert sich deutlich. Es entsteht ein „trockenes Blatt“, das resistenter gegen Bakterien und Schädlingsbefall ist. Die Kulturen werden direkt erwärmt und speichern die Wärme, wie in der Natur..

Eine Frage der Wirtschaftlichkeit

Zu seinem 20jährigen Jubiläum kann das Unternehmen mit zwei Neuheiten „einheizen“: Die Restwärmenutzung für Infrarotheizungen und ein zukunftweisendes Hybridsystem für eine noch wirtschaftlichere Hallenbeheizung. Dazu muss man wissen: Die Restwärmenutzung bei Infrarotheizungssystemen (Dunkelstrahlern) galt bislang als wirtschaftlich nicht realisierbar. Nach aufwändiger Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist es den Entwicklern jedoch gelungen, ein Wärmetauschersystem auf den Markt zu bringen, das die wirtschaftliche Nutzung der im Abgas von Hallenheizungsanlagen enthaltenen Energie ermöglicht, die zuvor weitgehend an die Umgebung verloren ging. Dabei entzieht der Wärmetauscher die im Abgas enthaltene Energie und überträgt sie an ein Speichermedium – meistens Wasser. Die so gespeicherte Energie kann dann zur warmwasserbasierten Beheizung der typischerweise an die Industriehallen angeschlossenen Büro- oder Sozialräume verwendet werden oder vorhandene Systeme unterstützen.

Der Wärmetauscher ist für den Ludwigshafener Hersteller energiesparender Hallenheizungen die Basis für sein neues Wärmekonzept Hybrid. Der Name kommt nicht von ungefähr, denn dieses System bündelt die Vorteile von wirkungsgradverbesserten Infrarotsystemen, einer effizienten Heizungssteuerung und der Restwärmenutzung zu einem vollständig integrierten Hybridsystem. Das Unternehmen wirbt mit einem feuerungstechnischen Wirkungsgrad von bis zu 108 Prozent für die wirtschaftliche Beheizung von Großräumen.

Dass es bei Hallenheizungen nicht alleine um das Heizen, sondern auch um die Effizienzfrage geht, dürfte bekannt sein. Relativ neu ist, dass die Wahl des geeigneten Heizsystems zunehmend zu einem regelrechten Wirtschaftlichkeitsfaktor geworden ist. Die 100-prozentige Preissteigerung alleine für Erdgas – und das in nur zehn Jahren – ist ein Grund dafür. Insbesondere die Betriebskosten rücken bei der Dimension des zu beheizenden Raums in den Fokus. Konstruktive Details und Funktionalitäten sorgen für einen minimierten konvektiven Verlust, eine Maximierung von Wärmeübergang und Rohrtemperaturen, einen optimierter Wirkungsgrad für mehr Direktwärmeam Arbeitsplatz und weniger Energieeinsatz zum Erreichen der wohligen Wärme. Evelin Eitelmann

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