Drehmomentbegrenzer, Hydraulik-Komponenten, Kupplungen, Spannsätze

Verbinden und Ausgleichen

Kupplungen zählen zu den Hauptkomponenten der Antriebstechnik. So zahlreich wie die unterschiedlichen Anforderungen, so vielfältig sind auch die Lösungen in Bezug auf Drehmoment, Torsionssteifigkeit, Dämpfung und Materialien. Eines der führenden Unternehmen in diesem Segment ist KTR Kupplungstechnik.

Die Stadt Rheine an der Ems ist die zweitgrößte im Münsterland und der Hauptsitz von KTR Kupplungstechnik. Auf sie nimmt auch der Firmenname Bezug, denn das Kürzel steht für Kupplungstechnik Rheine.

Das Familienunternehmen produziert und vertreibt flexible, mechanische Kupplungen sowie Hydraulik-Komponenten für den Maschinenbau. Mehr als die Hälfte der Kupplungen wird exportiert. Mit einem Jahresumsatz von 170 Millionen Euro (2008) ist das Familienunternehmen in diesem Segment einer der weltweit führenden Anbieter. Produziert wird vorwiegend im Stammwerk; hier sind 305 der insgesamt 800 Mitarbeiter beschäftigt. KTR ist eine 100-prozentige Tochter der F. Tacke GmbH, die 1886 gegründet wurde und Transmissionselemente für die Textilindustrie herstellte. Eine der Entwicklungen von F. Tacke war die Bogenzahnkupplung, für die das Unternehmen 1938 ein Patent erhielt.

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Die Gründung von KTR Kupplungstechnik im Jahre 1959 erfolgte zeitgleich mit der Markteinführung der wartungsfreien Bowex-Bogenzahnkupplung. Eine Konstruktion, die Kantenpressungen in der Verzahnung bei Winkel- und Radialverlagerungen vermeidet. Diese Kupplung wird als flexible Wellenverbindung nicht nur für eine formschlüssige Drehmomentübertragung sondern auch für den Ausgleich axialer, radialer und winkliger Wellenverlagerungen eingesetzt. Sieben Jahre später, also 1966, stellte KTR mit der Rotex erstmals den Prototyp einer drehelastischen Klauenkupplung vor. Dieses Produktprogramm, das im Laufe der Jahrzehnte stetig weiterentwickelt und mit Varianten ergänzt wurde, ist heute das weltweit bekannteste und erfolgreichste Klauenkupplungsprogramm.

50 Jahre Erfahrung...

Rotex Kupplungen sind so konstruiert, dass sie neben der Übertragung eines definierten Drehmomentes und dem Ausgleich des Wellenversatzes auch Schwingungen reduzieren. Damit kommt den hier eingesetzten Elastomerkränzen (meist thermoplastisches Polyurethan) eine zentrale Aufgabe zu. Sie sind in unterschiedlichen Shore-Härten lieferbar – je nachdem wie viel Dämpfungsvermögen einerseits und Torsionssteifigkeit andererseits gefordert sind. Eingesetzt werden sie unter anderem für Positionier- und Hauptantriebe an Werkzeugmaschinen und der schwingungsfreien Kraftübertragung bei Druckmaschinen.

Im Jahre 1982 gründete KTR die ersten Auslandsgesellschaften in der Schweiz und Japan. Zwischen 1982 und 2008 folgten dann weitere 17 Gesellschaften in Europa, Amerika und Asien – sowohl für die Produktion (China, Indien, USA) als auch den Vertrieb von Kupplungen und Hydraulik-Komponenten. In diesen Zeitraum fiel auch die Einführung einer neuartigen Produktlinie von Öl-Luftkühlern für stationär- und mobilhydraulische Anwendungen, der Aufbau einer Stahlbehälterfertigung in Polen und der Produktivstart SAP R/3 für unternehmensweite Lösungen.
Im Jahr 2009 ist nicht nur das 50-jährige Firmenjubiläum der KTR Kupplungstechnik. Denn auch in diesem Jahr wird, genau wie 1959, eine neu entwickelte Kupplung vorgestellt und weltweit vermarktet. Die Produktlinie Gearex, eine doppelkardanische Ganzstahl-Zahnkupplung, bietet bei kompakten Abmessungen besonders hohe Leistungen und Drehmomente. So stehen dem Anwender verschiedene Größen für eine Drehmomentübertragung von 930 bis 135.000 Newtonmeter bei Wellenabmessungen bis zu einem Durchmesser von maximal 276 Millimeter zur Verfügung. Aufgrund der zuverlässigen Fettschmierung der Balligverzahnung sind diese Kupplungen speziell für Bereiche des Maschinenbaus mit hoher Betriebssicherheit und Lebensdauererwartung geeignet – und das sowohl für den horizontalen, als auch den vertikalen Einbau.

... für neue Lösungen

Auch die Umsetzung außergewöhnlicher Anforderungen ist bei KTR möglich. So wurden bis vor wenigen Jahren im Antriebesstrang einer Windenergieanlage noch Stahlzwischenstücke mit Kunststoffbuchsen zur elektrischen Isolierung eingesetzt. Dies hatte aber den Nachteil, dass sich aufgrund von Ablagerungen die Leitfähigkeit erhöhte. Gummielemente sind ebenfalls nicht sinnvoll, denn sie werden im Laufe der Zeit hart und müssen spätestens nach fünf Jahren ausgewechselt werden. Mit der Stahllamellenkupplung Radex-N und einem GFK-Rohr mit integrierter Rutschkupplung als Hauptkomponenten hat KTR eine Lösung entwickelt, deren Wartungsintervall deutlich länger ist.

„Made for Motion – KTR“, das ist der Slogan, mit dem das Unternehmen für eine dynamische, offene und zukunftsorientierte Arbeitsweise seinen Kunden gegenüber wirbt. „Wir sehen uns als Familie, in der jeder Einzelne dafür verantwortlich ist, dass Leistung Spaß macht“, so Professor Dr. Gerstner, Geschäftsführer des Unternehmens. Dr. Peter Stipp

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