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D&B: Jeder dritte Deutsche von Firmenpleiten betroffen

Arbeitsplatz verloren, Anzahlung nicht zurückbekommen, bestellte Ware nicht erhalten: Fast jeder dritte Deutsche war schon von den Auswirkungen einer Unternehmenspleite betroffen. Hochgerechnet sind das rund 25 Millionen Bundesbürger. Das zeigt jetzt eine Untersuchung des Wirtschaftsinformationsdienstes D&B Deutschland. Sie geht der Frage nach, welche Erfahrungen die Menschen persönlich oder durch ihr engeres Umfeld mit Insolvenzen gemacht haben. Die repräsentative Befragung im Auftrag von D&B zeigt, dass Firmenpleiten viele unterschiedliche Folgen nach sich ziehen. Den Spitzenplatz belegt dabei der Verlust des Arbeitsplatzes. Rund 16 Prozent der Deutschen haben diese Erfahrung bereits selbst oder in ihrem engeren Umfeld durchmachen müssen. Weitere vier Prozent haben schon aus nächster Nähe erlebt, wie eine selbstständige Tätigkeit in einer Insolvenz endete. Genau hinsehen bei Vorauszahlungen "Wer Waren oder Dienstleistungen im Voraus bezahlt, sollte das beauftragte Unternehmen gut kennen. Denn unsere Studie zeigt auch: Viele Menschen haben wegen einer Firmeninsolvenz schon einmal Anzahlungen nicht zurückerstattet bekommen oder sind auf unfertigen Handwerkerleistungen sitzengeblieben", sagt Thomas Dold, Geschäftsführer von D&B Deutschland. Dass eine bestellte Ware nicht mehr geliefert wurde, haben beispielsweise sieben Prozent der Befragten schon selbst oder im engeren Umfeld erlebt. Ähnliches gilt für Erfahrungen mit Handwerkern, die einen Auftrag nicht fertig gestellt haben (fünf Prozent), und für geleistete Anzahlungen, die wegen einer Insolvenz nicht zurückgezahlt wurden (vier Prozent).

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