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Neues CoCreate Modeling unter dem Dach von PTC

Mitte Mai wurde mit CoCreate 2008 das erste Release der CoCreate-Produktfamilie unter dem Dach von PTC angekündigt. Weiterhin steht der Ansatz des expliziten Modellierens im Zentrum der Software-Entwicklung des CoCreate-Teams, so dass Anwender möglichst schnell und einfach ihre Konstruktionsideen umsetzen und ebenso effizient vorhandene CAD-Modelle modifizieren beziehungsweise an neue Anforderungen anpassen können.
Das Erzeugen und das Ändern von Mustern lässt sich nun auch mit benutzerdefinierten Formelementen, beispielsweise Taschen und Durchbrüchen, innerhalb der CoCreate-Software realisieren.

CoCreate 2008 unterstützt neue Methoden zur explorativen Gestaltung von Flächen, die in CoCreate Modeling erzeugt oder aber aus anderen Systemen importiert wurden. Bei der Flächenerzeugung mit der Funktion »Bespannen« können die Flächen das Netz ihrer definierenden 3D-Kurven und die steuernden Parameter in CoCreate Modeling speichern. Darauf haben die Anwender dann jederzeit kontrollierten Zugriff, um Flächen zu ändern beispielsweise indem Stützkurven hinzugefügt, verändert oder entfernt beziehungsweise Krümmungs- oder Tangentialitäts-Parameter angepasst werden. Dank einer intelligenten Erkennungstechnik können unter anderem auch importierte Flächen mit diesen Methoden bearbeitet werden. Dies erleichtert die Arbeit mit Geometriedaten aus unterschiedlichen CAD-Systemen enorm.

Ebenfalls neu ist ein Bearbeitungswerkzeug mit vielfältigen Optionen zum Trennen, Verschmelzen und Verändern von 3D-Kurven bei kontrollierter Tangentialität, Koinzidenz und Stetigkeit. 3D-Kurven werden typischerweise zum Erzeugen und Ändern komplexer Freiform-Flächen verwendet. Deshalb steigert der neue Draht-Editor die Produktivität in der Konstruktion durch schnellere und einfachere Anpassung von Flächenstützkurven. Auch die klar definierte Führung von komplizierten 3D-Pfaden wird durch die Vielseitigkeit dieses Werkzeuges stark vereinfacht. Das Erzeugen und Ändern von Mustern lässt sich nun auch mit benutzerdefinierten Formelementen wie Taschen und Durchbrüchen realisieren. Lineare und radiale Muster wurden um frei definierbare, irreguläre Anordnungsmöglichkeiten ergänzt, wobei die Formelemente im Muster auf gemeinsamer Geometrie basieren. Deshalb können Änderungen an einem Musterelement – wenn gewünscht – sehr einfach auf andere Musterexemplare übertragen werden, womit viele bisher notwendige Wiederholschritte über- flüssig werden.

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Ein neues Werkzeug in CoCreate Sheet Metal 2008 erlaubt die einfache Analyse und Anpassung von Blechteilen im Hinblick auf ihre Herstellbarkeit mit dem in einer Fertigungsstätte verfügbaren Material sowie den Biege-, Präge- und Stanzwerkzeugen. Dadurch lassen sich unnötige Werkzeugbereitstellungen und Fertigungsverzögerungen vermeiden.
Alle Verrundungen werden nun mit einem einzigen Kommando erzeugt, das die beiden früheren Kommandos zum Erzeugen und Einfügen von Verrundungen vereint. Komplexe Verrundungssituationen werden intelligent aufgelöst, wobei der Anwender die flexible Kontrolle darüber behält, wie Verrundungen sich aufeinander und auf die Nachbarflächen auswirken. Die Vereinfachung verzwickter Operationen eliminiert die Komplexität beim Verrunden. Das fördert die Produktivität der Anwender, da sie von aufwändigen Bedienungsaspekten und unnötigen Interaktionen entlastet werden.

Mit CoCreate 2008 wurden die mit CoCreate 2007 eingeführten Methoden des Konstruierens in Schnitten weiter ausgebaut. Neue, noch flexiblere, explizite Modellierfähigkeiten vereinfachen die Konstruktion von Drehteilen im Maschinenbau. Die neuen Operationen »Radialer Versatz«, »Radiales Verschieben« und »Radiales Positionieren« ersetzen oft eine ganze Folge iterativer Operationen durch eine einzige. Schattierte Ansichten – auch in fotorealistischer Darstellung – können nun auf Zeichnungen platziert werden. Dadurch rücken die 2D- und 3D-Welt näher zusammen. Die realistischen Ansichten sind assoziativ zur 3D-Produktkonstruktion und können nach Modelländerungen automatisch aktualisiert werden.
Der Ausbau von »CoCreate Model Manager 2008« zielte weiterhin darauf ab, CoCreate-Kunden ein einfach installierbares System zur CAD-Datenverwaltung zur Verfügung zu stellen, dass umfassende Fähigkeiten zur Zeichnungs- und Modelldaten-Verwaltung bietet, speziell für die Anforderungen bei der Konstruktion von großen Baugruppen im Team. Die einfache Installation stellt eine vollständige und sofort produktiv einsatzbereite Lösung zur integrierten Datenverwaltung für kleine und mittelgroße Konstruktionsteams bereit, die auf spezifische Bedürfnisse zugeschnitten werden kann.

Außerdem können CoCreate-Anwender ihre 3D-Modelle nun in Datenformate für Pro/Engineer, CATIA V4 und V5, I-deas, Inventor, NX oder Parasolid konvertieren lassen. Weitreichende Anpassungsmöglichkeiten unterstützen dabei die Automatisierung von bisher manuell auszuführenden Operationen. Zusätzlich zu den von CoCreate-Drafting oder -Modeling ausgeführten Aufgaben können nun auch kundenspezifische Aufgabentypen definiert werden, die beliebige Programme auf einem Job-Server ausführen.
CoCreate Drafting 2008 unterstützt nun auch AutoCAD-2008-kompatible DWG- und DXF-Formate und bietet erweiterte Bemaßungsmöglichkeiten wie ANSI-gerechte Fasenbemaßung, Abfragen von Präfix und Postfix von Bemaßungen sowie die Gruppierung von Bemaßungen, Symbolen und Texten. -fr-

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