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3D als kreativer Faktor

Rund 120 Teilnehmer besuchten Ende letzten Jahres die Catia Icem 2010 Conference in Stuttgart. Die Themen reichten von der Strategie Dassault Systèmes‘ in den Bereichen Shape Design und Class A über Funktionserweiterungen bis hin zu anschaulichen Praxisbeispielen. Gezeigt wurde, wie sich mit den Catia-Icem-V6-Lösungen Produktentwicklungsprozesse verbessern lassen, von der frühen Konzeptphase über die Class-A-Oberflächenmodellierung bis hin zur Produktvalidierung.
Neben Neuigkeiten zu den Lösungen standen konkrete Beispiele aus der Praxis auf der Agenda der Veranstaltung. (Bild: Dassault)

Die Aussage des amerikanischen Designers Raymond Loewy, dass sich „Hässlichkeit schlecht verkauft“, nehmen sich immer mehr Unternehmen zu Herzen. Das Design eines Produkts wird als ein zentrales Differenzierungsmerkmal für den Markterfolg gesehen, vor allem wenn das Produkt ausgereift ist und der Wettbewerb über technisch vergleichbare Produkte verfügt. Die Grundlage für ein gutes Produktdesign liefert dabei die softwareunterstützte Modellierung von Oberflächen. In der Automobilindustrie hat sich hier Icem Surf als Standard für die Modellierung von Class-A-Oberflächen in der Automobilindustrie etabliert. Doch auch Designer von Flugzeugen und Konsumgütern setzen vermehrt auf die Dassault-Systèmes-Lösungen. „Das Feedback der Teilnehmer auf die Veranstaltung war durchweg sehr gut“, zieht denn auch Dr. Matthias Eck Bilanz, Director Catia Icem R&D bei Dassault Systèmes. „Die Konferenz bot eine ausgezeichnete Plattform, auf der sich Software-Anbieter, OEMs und Zulieferer außerhalb des Tagesgeschäfts über Produkte und Technologien austauschen konnten.“

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Erfahrungsberichte kamen unter anderem von der PSA Peugeot Citroën Group, die Catia Icem für die Class-A-Modellierung des Interieurs und der Außenhaut ihrer Fahrzeuge einsetzt. Cedric Chiale, Catia Icem Support Manager bei dem französischen Automobilhersteller, machte in seinem Vortrag deutlich, dass PSA Peugeot Citroën durch die Software die gewünschten Oberflächen schneller und in besserer Qualität modellieren könne. „V6 hat sehr viel Potenzial“, äußerte er sich zu Catia Icem V6. „Durch die Verbesserungen in der Visualisierung wird die Zusammenarbeit zwischen den Designern und den Konstrukteuren erheblich optimiert.“ Formen könnten schnell geändert und überprüft werden – das beschleunige den Entwicklungsprozess deutlich.

Verbesserte Visualisierung und Zusammenarbeit

Welche Möglichkeiten Catia Icem V6 hinsichtlich Visualisierung und Zusammenarbeit bietet, wurde in einem eigenen Vortrag gezeigt. Etwa wie sich Änderungen im Karosseriebau auf den Class-A-Design-Prozess auswirken und wie die beteiligten Personen in V6 besser zusammenarbeiten können. Der Austausch erfolgt über Chat oder Videokonferenzen und die Beteiligten greifen dabei aufgrund der datenbankbasierten Architektur von V6 auf dieselbe, stets aktuelle Datenbasis zu. Als Haupt-Nutzergruppen hat Dassault Systèmes dazu fünf Anwender-Profile definiert:

Industriedesigner,

Maschinenbauingenieure,

Class-A-Ingenieure in der Automobilindustrie sowie

Ingenieure für die mechanische Oberflächenbehandlung und

in der Luft- und Raumfahrt.

Als wesentlichen Vorteil für die Kunden stellte Matthias Eck heraus, dass in V6 alle Aspekte der gesamten Produktentwicklung integriert sind. „In der Vergangenheit hat man gar nicht über Datenbasen nachgedacht.“ Bis zu V5 habe man darüber geredet, wie einzelne Produkte integriert werden können und wie man der riesigen Datenmengen Herr werden kann. „Viele OEMs haben sich selbstgeschriebene Umgebungen geschaffen, die aber aufgrund der immer globaler werdenden Vernetzung an ihre Grenzen stoßen“, so Eck weiter. „Mit der Datenbankintegration in V6 lösen wir diese Probleme, indem alle Aspekte der gesamten Produktentwicklung abgebildet werden.“ V6 sei die logische Weiterentwicklung von V5. -co-

Dassault Systemes Deutschland GmbH, Stuttgart Tel. 0711/49074-0, http://www.3ds.com und http://www.3ds.com/design-studio/

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