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Bosch Rexroth: Deutlicher Umsatzanstieg 2008

Die Bosch Rexroth AG steigerte 2008 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro. Für das aktuelle Geschäftsjahr geht das Tochterunternehmen der Robert Bosch GmbH von einer deutlich schwächeren Geschäftsentwicklung aus. Dennoch will Bosch Rexroth die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft weitestgehend erhalten. Das Unternehmen hält die Aufwendungen in Forschung und Entwicklung weiterhin im Branchenvergleich auf überdurchschnittlich hohem Niveau. Mit Innovationen baut Bosch Rexroth die Position als führender Automatisierungspartner für die Anlagenausrüstung und Fabrikautomation, für mobile Arbeitsmaschinen sowie die Nutzung regenerativer Energien weiter aus.

Zuwächse in Deutschland, Europa und Asien trugen das Wachstum des Herstellers sämtlicher Antriebs- und Steuerungstechnologien in 2008. "Unsere Mitarbeiter haben trotz einiger Engpässe bei Rohstoffen und wichtigen Halbzeugen mit großem Engagement und zahlreichen Zusatzschichten die Kapazitätsgrenzen im ersten Halbjahr vollständig ausgeschöpft", betonte Dr. Albert Hieronimus, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG, auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. Das stärkste Wachstum erzielte das Unternehmen mit Produkten und Lösungen der Mobil- und Industriehydraulik. Getriebe und Antriebslösungen für Windenergieanlagen erzielten die höchsten Steigerungsraten.

Auch Bosch Rexroth spürt seit dem zweiten Halbjahr 2008 die Auswirkungen der Rezession und erwartet für 2009 einen Umsatzrückgang. Der Wegfall sicherer Planungsgrundlagen erschwert Aussagen über die kurz- und mittelfristigen Geschäftserwartungen. "Daher fahren wir, wie auch die meisten unserer Kunden, aktuell auf Sicht", erläuterte Hieronimus. Er betonte aber, "dass der langfristige Wachstumstrend unserer Märkte weiterhin bestehen bleibt." Das Know-how der Mitarbeiter von Bosch Rexroth sei ein Wettbewerbsvorteil, der nicht zu kopieren sei. Deshalb setzt das Unternehmen alles daran, die Stammbelegschaft auch in diesen schwierigen Zeiten zu halten. Mit der Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden Instrumente zur Beschäftigungssicherung, wie den Regelungen im geltenden Beschäftigungssicherungstarifvertrag zur Absenkung der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit oder Kurzarbeit, sollen die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft gesichert werden. Ende 2008 beschäftigte das Unternehmen 35.300 Mitarbeiter, davon rund 18.700 in Deutschland.

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Für das laufende Geschäftsjahr sieht Bosch Rexroth auch positive Entwicklungen, zumal das Unternehmen in allen Phasen der Wertschöpfungskette der globalen Wirtschaft vertreten ist und damit weltweit alle Marktchancen für Wachstum nutzen kann. "Der weltweit forcierte Ausbau von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien wirkt belebend auf unser Geschäft", hob Hieronimus hervor. Mit einem neuen Werk in Nürnberg und dem Ausbau der Produktion am chinesischen Standort Peking erhöht Bosch Rexroth die Produktionskapazitäten für Windkraftgetriebe. Sowohl die amerikanische als auch die chinesische und indische Regierung fördern den raschen Ausbau der Windkraftanlagen, um sich von steigenden Energiekosten abzukoppeln und den CO2-Ausstoß zu vermindern. Bosch Rexroth will mit Getrieben und Antriebslösungen an diesem Marktwachstum teilnehmen.

Auch steigt der Rationalisierungsdruck in allen Industrien enorm an. Damit erhöht sich die Nachfrage nach innovativen Automatisierungslösungen. "Gerade jetzt entwickeln unsere Kunden neue Maschinen- und Anlagenkonzepte", bekräftigte Hieronimus. "Für genau diesen Bedarf rüsten wir uns mit Innovationen und halten die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau." 2008 wendete die Bosch-Tochter rund 260 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung auf. Das entspricht 4,5 Prozent des Umsatzes, ein Wert, der wie in den vergangenen Jahren über dem Branchendurchschnitt liegt. Rund 2.200 Spezialisten arbeiten bei Bosch Rexroth an neuen Produkten, Lösungen und Dienstleistungen.

 

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