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BASF topfit und optimistisch für 2011

2010 war ein Spitzenjahr für die BASF, in dem das Unternehmen bei dem Ziel, seine führende Position auszubauen, vorangekommen ist: Das Portfolio wurde mit der Integration der Ciba-Aktivitäten und dem Erwerb von Cognis weiter optimiert. Im Styrolgeschäft ist BASF auf gutem Weg, ihre Aktivitäten mit denen von Ineos im Joint Venture Styrolution wertsteigernd zusammenzubringen. Beispiele für Investitionen in Wachstumsmärkte sind der weitere Ausbau des Verbundstandortes in Nanjing/China sowie neu geplante Anlagen für Spezialchemikalien in Malaysia. Die BASF sichert ihre Zukunft, indem sie die Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter erhöht.

Die guten Zahlen spiegeln die gewachsene Dynamik der BASF wider. Das erkennt auch der Kapitalmarkt an. Die BASF-Aktie erreichte im Dezember 2010 ein bisheriges Allzeithoch und stieg im Jahresverlauf um über 37 %. Bei Wiederanlage der Dividende betrug die Wertentwicklung der Aktie in 2010 sogar rund 43 %. Damit entwickelte sich die BASF-Aktie besser als die weltweiten Aktienmärkte.

Anlässlich der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens sagte der BASF-Vorstandsvorsitzende Dr. Jürgen Hambrecht: "Wir haben 2010 bei Umsatz und Ergebnis Spitzenwerte erzielt. Insbesondere im Chemiegeschäft konnten wir die kräftige wirtschaftliche Erholung nutzen, die 2010 dynamischer verlief als zunächst von uns allen erwartet."

Beim zweistelligen Umsatzwachstum kamen p ositive Impulse aus allen Regionen. Verglichen mit dem Jahr 2009 stieg der Umsatz insgesamt um 26% auf 63,9 Milliarden Euro. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 68% und lag bei 8,1 Milliarden Euro. 2010 hat BASF wieder eine Prämie auf die Kapitalkosten verdient und dies mit einem Spitzenwert von 3,5 Milliarden Euro.

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Das Geschäftsumfeld war auch im vierten Quartal 2010 gut. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahresquartal um 25 % gestiegen und hat mit 16,4 Milliarden Euro den höchsten Quartalswert im Jahr 2010 erreicht. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen lag dagegen mit rund 1,8 Milliarden Euro unter dem Niveau der Vorquartale. Gründe waren: vor allem höhere Rückstellungen für das Long-Term-Incentive-Programm in Folge des zum Jahresende stark gestiegenen Aktienkurses der BASF, eine weitere Rückstellung für die zusätzliche Sonderzahlung in Höhe von 50 Millionen Euro an die Mitarbeiter weltweit als Dank für die exzellente Krisenbewältigung in den vergangenen beiden Jahren und einmalige Kostenbelastungen aus beschleunigten Instandhaltungs- und Restrukturierungsmaßnahmen in verschiedenen Bereichen, die einen optimalen Start in das Jahr 2011 ermöglichen sollen.

Alles in allem ergaben sich daraus einmalige Ergebnisbelastungen von über 200 Millionen Euro im vierten Quartal 2010.

Hambrecht: "Das Jahr 2011 hat für BASF sehr stark begonnen. Libyen macht uns allerdings Sorgen. Insgesamt sind wir optimistisch für das erste Quartal und das Gesamtjahr. Eine erfreuliche Konsequenz daraus ist, dass sich die Gesamtzahl der BASF-Mitarbeiter im laufenden Jahr weltweit um rund 2.900 erhöhen wird. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in Asien, aber auch in Deutschland rechnen wir mit 800 zusätzlichen Arbeitskräften, circa 500 davon in Ludwigshafen."

 

Ausblick für das Gesamtjahr 2011

Die BASF-Prognose für das Gesamtjahr 2011 beruht auf folgenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen:Solides Wachstum der Weltwirtschaft (+3,3 %), Deutliches Wachstum der weltweiten Chemieproduktion (ohne Pharma) (+5,2 %), US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,35 US-Dollar pro Euro, Ölpreis von 90 US-Dollar/Barrel im Jahresdurchschnitt 2011

Die BASF will 2011 bei Umsatz und Ergebnis der Betriebstätigkeit die Spitzenwerte des Jahres 2010 signifikant übertreffen. Der BASF-Chef: "Wir werden auch im Jahr 2011 eine hohe Prämie auf unsere Kapitalkosten verdienen. Was die aktuelle Lage in Libyen betrifft, hoffen wir auf eine baldige Beruhigung." lg

 

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