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AWL-Techniek übertrifft Erwartungen

Das vergangene Jahr stand für den niederländischen Schweißanlagenhersteller AWL-Techniek vor allem im Zeichen des Wachstums. Gestiegen ist nicht nur die Anzahl der Bestellungen und der Umsatz, sondern auch die Anzahl der Mitarbeiter und der Geschäftsstellen.

Die Zahl der Mitarbeiter wuchs auf über 250, und auch in der Schwesterorganisation Mech Des Engineering verdoppelte sich die Zahl der Mitarbeiter. Aus diesem Grund ist der Neubau, der offiziell erst im April geöffnet wird, bereits jetzt vollständig belegt. Da es auf dem Gelände von AWL wenig Erweiterungsmöglichkeiten gibt muss die bestehende Oberfläche so effizient wie möglich genutzt werden. Einige Abteilungen von AWL wurden daher nach dem 'lean'-Prinzip neu eingeteilt.

Das Laserschweißen ist und bleibt eine der wichtigsten Technologie-Säulen für AWL. 2012 machte das Laserschweißen gute 70% des Umsatzes aus, es wurden mehr als 25 Laserquellen in Maschinen integriert. Es wird erwartet, dass vor allem die Kombination von Laserschweißen mit einer etwas konventionelleren Schweißtechnologie - das sog. Hybrid-Laserschweißen - in den kommenden Jahren stark zunimmt.

Trotz der Tatsache, dass das Unternehmerklima in der Fabrikationsindustrie in den Niederlanden noch immer besorgniserregend ist, hat AWL auch 2012 alle Rekorde gebrochen: Im dritten Jahr in Folge konnte das Unternehmen ein Umsatzwachstum von mehr als 15% verbuchen. AWL wurde zudem für diverse Preise nominiert und gewann sogar den International Business Award von FME und den Best Managed Company Award von Deloitte. "Diese Anerkennung ist toll und bestätigt, dass wir den richtigen Kurs eingeschlagen haben", führt Brand van't Hof, der Technische Direktor von AWL, an.

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AWL hat sich auch auf China und Amerika ausgerichtet. "Viele Kunden von AWL haben jetzt eine vollwertige Geschäftsstelle in China und möchten unsere Kenntnisse und Erfahrungen nutzen", meint van't Hof. Inzwischen hat AWL in Wuxi, 200 km von Shanghai entfernt, einen geeigneten Standort gefunden und die erste Bestellung für China wurde aufgenommen.

Ausblick

2013 wird für AWL im Zeichen des Themas "crossing borders" stehen. Hierbei wird nicht nur an die Landesgrenzen gedacht, sondern auch an technologische Grenzen, Materialgrenzen und Marktgrenzen. "Durch die Nutzung neuer oder angepasster Technologien sind wir imstande, neue Materialkombinationen miteinander zu verbinden. Hiermit erschließen wir neue Märkte und bieten bestehenden Kunden noch mehr Möglichkeiten an, ihren Produktionsprozess zu optimalisieren", erklärt van't Hof.

Eine große Veränderung wird 2013 auf dem Gebiet von R&D stattfinden. Innerhalb von AWL wurde hierfür eine neue Abteilung errichtet, die sich ausschließlich mit neuen Entwicklungen und Innovationen beschäftigen wird. "Indem wir kontinuierlich Kontakt zu unseren Kunden halten, wissen wir, was sich abspielt und wo die Bedürfnisse liegen", so van't Hof. "So können wir auf angemessene Weise darauf eingehen." Auch die Wiederverwendung bestehender Zellen ist ein Trend, von dem erwartet wird, dass er mehr Aufmerksamkeit erlangt. Hierbei werden die Zellen vollständig gereinigt, bei Bedarf mit neuen Anschweißhalterungen und Schweißprogrammen versehen, wodurch die Zellen länger einsetzbar sind. "Viele Kunden verfügen über Dutzende Zellen für große Automotivprojekte. Es darf aber nicht sein, dass die Zellen bei einer Änderung oder Außerbetriebnahme einer Linie entsorgt werden müssen", erklärt van't Hof.

Kurze Durchlaufzeiten bleiben auch bei AWL ein heißes Eisen. Um dafür zu sorgen, dass Maschinen schnell geliefert werden, aber dennoch zuverlässig sind und über eine hohe Qualität verfügen, verwendet AWL immer öfter standardisierte Montageblöcke. Dieser sog. Configure-to-Order (CTO) Prozess verleiht den Kunden noch immer eine maßgeschneiderte Maschine, wobei sowohl die Steuerung und die Technologie als auch die Zelle aus bestehenden Komponenten aufgebaut werden. kf

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