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Auf Tuchfühlung mit Kunden

In neun europäischen Städten war Infor, Anbieter von Unternehmenssoftware für CRM, ERP und SCM, im Januar und Februar 2010 auf Europatour. Bestehende und potenzielle Kunden sowie Partner waren geladen. Diese wurden über aktuelle Entwicklungen und Strategien informiert.
Infor-CEO Jim Schaper informierte Kunden und Partner über den aktuellen Stand und zukünftige Projekte.

Wer offen mit seinen Kunden umgeht und den wirklichen Dialog sucht, der schickt zum gemeinsamen Treffen die, die etwas zu sagen haben. Diesen Eindruck konnte man bei Infor gewinnen, denn die Unternehmensspitze war für rund vier Wochen auf Europatournee. Jim Schaper, Infor Chairman und CEO, Bruce Gordon, Chief Technology Officer und Bruce Richardson, frisch im Amt als Chief Research Officer, gaben Auskunft zu Unternehmen und Produkten. Speziell die Keynotes von Schaper und Gordon enthielten interessante Statements über Infors Zukunftspläne sowie die Unternehmens- und Produktstrategie. Ergänzt wurde die internationale Runde durch Wolfgang Kobek, Geschäftsführer Deutschland und Vice President Central Europe, und Kenner der hiesigen Märkte und deren Anforderungen.

CEO Schaper begann seine Rede mit dem außergewöhnlichen Bekenntnis, dass die Software-Hersteller in der Vergangenheit ihre Sache nicht gut gemacht hätten und untermauerte dies mit einer Studie: 93 Prozent der ERP-Einführungen hätten länger gedauert als erwartet und in rund zwei Drittel aller Fälle sei das vereinbarte Budget überschritten worden. Infor selbst wolle daher mit seinen Kunden anders umgehen. Insbesondere die Kompatibilität von Lösungen zueinander und auch der Umstieg auf andere Lösungen dürfe nicht zum Problem des Kunden beziehungsweise des Anwenders werden. Infor-Kunden sollten eine echte Wahl haben, wie sie ihre Unternehmenssoftware-Landschaft gestalten möchten und die Verbundenheit mit dem Kunden solle für diesen wirklich spürbar sein. Bei so viel Offenheit und Versprechungen waren auf manchem Gesichtern Fragezeichen ablesbar. Deshalb lieferte Schaper ganz professionell auch gleich die Antworten, wie das bei Infor gelingen solle: Der Kunde habe bei Infor-Produkten die Wahl, was er einsetzen möchte. Auch Wechsel innerhalb der Produktpalette soll problemlos möglich sein, sowie der passende Lösungszuschnitt für Kunden erleichtert werden. Und: Der CEO versprach einen schnelleren ROI für seine Produkte. Wer auf die Zwischentöne achtete, dem wurde auch klar, dass viele angesprochene Punkte auf den Mitbewerber SAP gemünzt waren. Wolfgang Kopek ergänzte mit Zahlen und Einschätzungen für seine Bereiche. Rund 160 Neukunden habe man in 2009 dazu gewonnen, etwa 1.500 Unternehmen hätten neue Lösungen beziehungsweise Lizenzen gekauft und der Partnerverbund sei auf 15 Unternehmen für Vertrieb und Projektmanagement angewachsen.

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Ganz offensichtlich war, dass viele der Teilnehmer (zumindest am Veranstaltungsort Köln) die Gelegenheit zu intensivem Networking und Erfahrungsaustausch nutzten. Themen waren in vielen Gesprächen die Anwendungsoptionen für mehr Performance und niedrigere Betriebskosten. Abgerundet wurden die Veranstaltungen mit zahlreichen Workshops zu den wichtigsten Produkten im Portfolio von Infor und der Partnerfirmen. In Breakout-Sessions erfuhren die Teilnehmer beispielsweise, wie sie ihre bestehenden Lösungen erweitern können. Wie sich unterschiedliche Applikationen integrieren lassen oder auch, welche Erfahrungen Unternehmen mit Infor-Software in unterschiedlichen Branchen gesammelt haben. -sg-

Infor Global Solutions AG, Friedrichsthal Tel. 06897/98330, http://www.infor.com

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