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Additive Fertigung: Forschungsprojekt zu Individualimplantaten abgeschlossen

Das Ziel des im März 2009 initiierten Projektes bestand in der Fertigung von Individualimplantaten für den Einsatz im mund-, kiefer- und gesichtschirurgischen Bereich durch Additive Verfahren. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Entwicklung passgenauer Implantate aus Kunststoff, die später vom Körper nach und nach abgebaut und gleichzeitig von nachwachsenden Knochen ersetzt werden. Nun stellen die FIT - Fruth Innovative Technologien GmbH, der Lehrstuhl für Kunststofftechnik (LKT) der Universität Erlangen-Nürnberg und die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgische Klinik (MKG) des Universitätsklinikums Erlangen die Ergebnisse ihres gemeinsamen Forschungsprojektes in einer Vortragsreihe vor.

Prototyp eines patientenindividuellen PP-Implantates. Das Projekt wurde im Rahmen des Bayerischen Förderprogramms "Leitprojekte Medizintechnik" gefördert. (Bild: Dominik Rietzel/LKT)

Da vor allem bei den eingesetzten Werkstoffen neue Wege gegangen wurden, war FIT besonders in den Bereichen Werkstoffauswahl und -charakterisierung sowie Konzept und Bau eines Versuchsstandes involviert. Mit einem neu konstruierten Gerät gelang es, mechanisch belastbare Bauteile aus Kunststoff zu generieren. Um das oft schlechte Fließverhalten von Kunststoffwerkstoffen kompensieren zu können, entwickelte die FIT-Tochter Sintermask etwa das Beschichtungssystem Powder-Shuttle, das Pulver bis 250µm verarbeiten kann. Aktuell arbeitet das Unternehmen bereits an einer Integration von Powder-Shuttle und Laser-Scanner-System. Ebenso gibt es Untersuchungen zum Einsatz des Powder-Shuttles im Bereich Bionic Manufacturing und Versuche mit Metall- und Keramikpulver.-mc-

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FIT GmbH, Lupburg
Tel. 09492/9429-0, www.pro-fit.de

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