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3D-Druck: Voxeljet und Hüttenes-Albertus zeigen anorganisches Bindersystem für Gießereianwendungen

Auf der Gifa in Düsseldorf zeigen Voxeljet und Hüttenes-Albertus noch bis zum 2.7. anorganisch gebundene Formen und Kerne für die Gießerei, die werkzeuglos im 3D-Druck hergestellt wurden. Möglich wurden diese durch ein von Hüttenes-Albertus in Zusammenarbeit mit Voxeljet entwickeltes und serientaugliches, anorganisches Bindersystem. Mit dieser Neuentwicklung folgt das 3D-Drucken dem zunehmenden Trend zu umweltfreundlichen Formstoffen in der Gießerei. Beim neuen System wird ein mit anorganischem Binder versetzter Formstoff, anorganischer Fertigsand, in mikrometerfeinen Schichten auf eine Baufläche aufgetragen und anschließend selektiv mit einer Flüssigkeit bedruckt. Die Drucklösung aktiviert den Binder im Sand, der die umliegenden Formstoffpartikel bindet. Nach dem Druck werden die Formen und Kerne vom umliegenden Formstoff befreit. Das nicht bedruckte Partikelmaterial lässt sich nach einer Aufbereitung wieder dem Prozess zuführen. Die gedruckten Bauteile kommen nach dem Schichtbauprozess für wenige Stunden zur Trocknung in einen Ofen und stehen dann für den Abguss zur Verfügung. Das Verfahren hat auch positive Auswirkungen auf die Qualität des Gusses: Im NE/L-Guss führt die thermische Stabilität der anorganischen Binder während des Gießens etwa zu einer sehr hohen Beständigkeit der Sandformen und damit zu einer besserer Maßhaltigkeit der Bauteile.-mc-

Nicht nur die typische Geruchsbildung beim Gießen als Folge der Verbrennung des organischen Materials entfällt bei der neuen Technologie. Sie ist dadurch auch umweltfreundlicher. (Bild: Voxeljet)

Voxeljet Technology GmbH, Friedberg
Tel. 0821/7483-100, www.voxeljet.com

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