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20 Jahre Spitzenforschung aus Mitteldeutschland

Mit dem IWM in Halle und dem IFF in Magdeburg feiern in diesen Tagen zwei mitteldeutsche Fraunhofer-Institute ihr 20-jähriges Jubiläum. "Als Wissenschafts-Leuchttürme sind sie von herausragender Bedeutung für den Standort Mitteldeutschland", so Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland.

"Der Aufbau der öffentlichen Forschungslandschaft in Mitteldeutschland in den vergangenen 20 Jahren ist eine absolute Erfolgsgeschichte", unterstreicht Tobaben. Heute belegten die wissenschaftlichen Einrichtungen der Region im europaweiten Vergleich eine Spitzenposition und seien ein wichtiger Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. "Institute wie das Fraunhofer IWM und IFF tragen durch ihre anwendungsnahe Spitzenforschung maßgeblich zur Innovationsfähigkeit der mitteldeutschen Unternehmen bei", so der Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer.

Mit einem großen Festakt feierte am vergangenen Mittwoch das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Halle/Saale sein 20-jähriges Bestehen. Im Beisein von Jens Bullerjahn, stellvertretender Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, nahmen mehr als 320 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Forschung an der Feierlichkeit teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand dabei eine Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Referenten zum Thema "Die Produktion geht in den Mittleren und Fernen Osten - Wer geht mit?" Seit 20 Jahren ist die Hallesche Kompetenz in der Werkstoffmechanik von Wirtschaft und Industrie nachgefragt: Konsequent nach den Bedürfnissen des Marktes ausgerichtet, forschen heute mehr als 250 Beschäftigte am Standort Halle in gesellschaftlich relevanten Bereichen wie der Automobilelektronik, Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik, Photovoltaik, Biotechnologie, Medizintechnik, Polymerverarbeitung und dem Flugzeugbau. "Materialien für eine ressourceneffiziente Gesellschaft zu erforschen und zu entwickeln wird unsere maßgebliche Aufgabe für die Zukunft sein", so Professor Ralf Wehrspohn, Leiter des Fraunhofer IWM Halle. Damit werde die jahrzehntelange Tradition in der Materialforschung und Mikrostrukturaufklärung am Standort Halle fortgesetzt und in die Zukunft geführt.

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Sein 20-jähriges Bestehen feiert in diesem Jahr auch das Magdeburger Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF. Dabei blickt das weltweit agierende Forschungs- und Entwicklungszentrum mit Kunden und Partnern in fast 40 Staaten auf mehr als 1.700 nationale und internationale Industrieprojekte zurück. "Nach zwanzig Jahren angewandter Forschung für die unterschiedlichsten Branchen wissen wir eines am Fraunhofer IFF ganz genau: Es gibt noch viel zu entwickeln", erklärt Institutsleiter Prof. Michael Schenk. So würden die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien als Treiber dazu beitragen, Automatisierungslösungen in Produktion, Handel und Dienstleistungen miteinander zu verknüpfen. Daraus ergäben sich für die nächsten zehn Jahre zahlreiche Forschungsaufgaben. "Um unseren Forschungsstandort zu stärken, müssen wir uns in Mitteldeutschland und der Welt noch stärker vernetzen. Darin sehe ich große Chancen", so die Einschätzung von Prof. Schenk.

Das Jubiläum wird mit den 15. IFF-Wissenschaftstagen, der jährlichen Leistungsschau des Institutes, begangen. Mehr als 500 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik werden vom 26. bis 28. Juni 2012 zu diesem gesellschaftlichen Höhepunkt erwartet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Themen Digital Engineering und Logistik. Bei der 9. Fachtagung "Digitales Engineering zum Planen, Testen und Betreiben von technischen Systemen" werden die Experten über wegweisende Virtual Engineering Technologien zur Produktentwicklung und Augmented- Reality-Techniken im Produktionsprozess und der Medizintechnik sowie das Lernen in virtuellen Welten diskutieren. Der Automotive Cluster Ostdeutschland ACOD, das Center for Digital Engineering CDE der Otto von Guericke Universität Magdeburg und das Fraunhofer IFF richten die Fachtagung gemeinsam aus. Die ebenfalls im Rahmen der IFF-Wissenschaftstage durchgeführten "Magdeburger Logistiktage" stehen unter der Überschrift "Sichere und Nachhaltige Logistik" und haben Fragestellungen zur Mobilität der Zukunft, zu energieeffizienten Infrastrukturen und nachhaltigen Kooperationen sowie zur Intelligenten Logistik im Fokus. Sie werden gemeinschaftlich vom Institut für Logistik und Materialflusstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Fraunhofer IFF veranstaltet. Weiterhin erwarten die Teilnehmer Workshops zu den Themen Elektromobilität sowie zu industriellen Anwendungen hyperspektraler Messtechnik. kf

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