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Moulding Expo mit klarem Themenfokus

Neues zu Automation und TurnkeyErfolgreiche Technologie-Tage bei Arburg

Arburg  Allrounder 1120 H

Über 6.700 Gäste aus aus 53 Nationen informierten sich vom 15. bis 18. März auf den Technologie-Tagen bei Arburg über neueste Trends beim Spritzgießen und in der additiven Fertigung. Präsentiert wurden mehr als 50 Exponate in Aktion, die Effizienz-Arena mit dem Thema „Industrie 4.0 pragmatisch“, Turnkey-Spritzgießlösungen, das neue Arburg Prototyping Center für die additive Fertigung mit dem Freeformer sowie ein spezieller Servicebereich.

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Ulrich Kromer von Baerle im InterviewKlarer Themenfokus

Während die Düsseldorfer Euromold ihren Schwerpunkt Richtung 3D-Druck verlagert und die Formnext in Frankfurt den Termin um eine Woche vorverlegt, sind die Stuttgarter vom eigenen Erfolg mit der Moulding Expo selbst ziemlich überrascht. SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz sprach mit Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung der Messe Stuttgart, über eine ausgebuchte Veranstaltungspremiere der Messe.

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Ulrich Kromer von Baerle

SCOPE: Herr Kromer, die neue Moulding Expo befindet sich im Wettbewerb mit zwei thematisch sehr ähnlichen Messen: der Euromold und der Formnext. Bis jetzt haben sich bereits mehr als 550 Aussteller angemeldet, die drei verfügbaren Hallen sind schon fast ausgebucht. Haben Sie mit einem solchen Zuspruch gerechnet?

Kromer: Ehrlich gesagt, nein! Aber vielleicht ist das das Glück des Tüchtigen. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit unserem gut durchdachten Veranstaltungs-Programm das passende Angebot für die Unternehmen des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus parat. Umso mehr freut mich die Dynamik und die positive Stimmung der letzten Monate. Das ist einfach umwerfend. Schon jetzt ist klar: Eine solch erfolgreiche Veranstaltungspremiere hat es bei der Messe Stuttgart noch nicht gegeben.

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SCOPE: Und was macht Sie sicher, dass auch die Besucher der Moulding Expo diesen hohen Stellenwert einräumen?

Kromer: Über die inhaltliche Auseinandersetzung mit Ausstellern, Unternehmen und mit den Branchenverbänden in den Beiratsgesprächen haben wir der Moulding Expo ihr Profil gegeben – mit Erfolg. Viele kleine und mittelständische Unternehmen, die auf ihrem speziellen Sektor „Weltmeister“ sind, werden auf der Moulding Expo ihre Innovationen präsentieren. Darunter auch – und das freut mich besonders – etliche Unternehmen, die die Moulding Expo zum Anlass nehmen, sich erstmals auf einer Messe zu zeigen. Den Besucher erwarten in Stuttgart zudem natürlich auch die Technologie-Highlights aller namhaften Zulieferer und Dienstleister des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus. Und der klare Themenfokus der Messe spiegelt sich auch in unserem spannenden Rahmenprogramm, beispielsweise in den drei Vortragsforen, wider. Viele Gründe also, um Anfang Mai nach Stuttgart zu kommen …

SCOPE: Dem schließt sich natürlich die unvermeidliche Frage beim Thema Messen an: Wie viele Besucher erwarten Sie?

Kromer: Nun ja, es gibt ja diverse Branchen-Richtwert für Messepremieren nach Besuchern pro Netto-Quadratmeter – darauf möchte ich mich jedoch gar nicht festlegen. Denn wir haben mit langem Vorlauf und mit hoher Konzentration daran gearbeitet, dass die Qualität der Besucher stimmt. Darauf kommt es am Ende der Messe für den Aussteller an. Bestes Beispiel ist hier das Einkäufer-Forum des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), das wir parallel zur Moulding Expo nach Stuttgart holen konnten.

SCOPE: Die Messe konzentriert sich sehr stark auf den Werkzeug- und Formenbau, das Thema 3D-Druck taucht zumindest auf der Begrüßungsseite der Moulding Expo nicht auf. Beschränkt sich das Zukunftsthema, das auf der Euromold die stärksten Zuwachsraten bei Aussteller- und Besucherzahlen verzeichnete, in Stuttgart auf die Sonderschau Rapid.Area des Erfurter Messepartners?

Kromer: Einerseits ist die Rapid.Area eine Plattform der Extraklasse mit etwa 30 führenden Unternehmen, die sich präsentieren – darunter übrigens auch höchst agile Start-ups mit ihren Innovationen. Andererseits ist das Thema der generativen Fertigungsverfahren bei vielen Firmen mittlerweile ganz selbstverständlicher Bestandteil des Leistungsspektrums – bei den Modellbauern kommt die Nachfrage nach Maschinen, Software und Dienstleistungen aus dem Bereich der Prototypenherstellung, bei den Werkzeugmachern ist der Innovationstreiber der Bedarf an Formeinsätzen mit kavitätsnahen Kühl- bzw. Heizkanälen. Um die Rapid.Area herum werden sich daher die entsprechenden Anbieter anordnen und der Besucher der Moulding Expo kann hier einem kompletten Überblick über den Themenkomplex Generative Fertigung erhalten. Außerdem bieten die Experten der Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg Sprechstunden z. B. über technische Potentiale oder über Geschäftsmodelle beim Additive Manufacturing im Leichtbau an.

SCOPE: Sind die Hallen auch thematisch untergliedert?

Kromer: Grundsätzlich steht in allen drei Hallen der Werkzeug-, Modell- und Formenbau im Mittelpunkt, jedoch mit unterschiedlichen Ausprägungen: In Halle 4 wird man einen Schwerpunkt zum Modell- und Prototypenbau finden. Dort werden auch die additiven Fertigungsverfahren angesiedelt sein. In Halle 6 trifft man vermehrt die Werkzeug- und Formenbauer an und auch Zulieferer wie z. B. Normalien- oder Heißkanalanbieter oder Werkstofflieferanten. Und in Halle 8 geht es dann um Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeuge, Spannmittel, aber auch um die Werkzeugmacher, die ganz nah am Metall dran sind und z. B. Umform- oder Stanzwerkzeuge herstellen.

SCOPE: Zeitgleich zur Moulding Expo findet ja auf dem Messegelände auch die Control, eine Schall-Messe, statt. Fand hier eine thematische Abstimmung mit dem Messeveranstalter statt und können die Besucher mit einer Eintrittskarte beide Messen besuchen?

Kromer: Mit der Control, aber auch mit der KSS, Fachmesse für sicheres Kühlen, Schmieren, Reinigen, Ölen, Fetten, finden parallel zur Moulding Expo gleich zwei weitere Technologiemessen mit großer relevanter Schnittmenge zum Werkzeug-, Modell- und Formenbau auf dem Stuttgarter Messegelände statt. Das ist natürlich so gewollt und geplant. Daher ist es uns auch ein Anliegen, dass Besucher der drei Veranstaltungen gegen Tausch ihres Tickets kostenfrei zwischen den Messen wechseln können.

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