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Neues zu Automation und TurnkeyErfolgreiche Technologie-Tage bei Arburg

Arburg  Allrounder 1120 H

Über 6.700 Gäste aus aus 53 Nationen informierten sich vom 15. bis 18. März auf den Technologie-Tagen bei Arburg über neueste Trends beim Spritzgießen und in der additiven Fertigung. Präsentiert wurden mehr als 50 Exponate in Aktion, die Effizienz-Arena mit dem Thema „Industrie 4.0 pragmatisch“, Turnkey-Spritzgießlösungen, das neue Arburg Prototyping Center für die additive Fertigung mit dem Freeformer sowie ein spezieller Servicebereich.

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Sichtprüfsystem für die ­KunststoffverarbeitungEnttarnt auch kleinste Fehler

Wenn ein polymeres Formteil absolut fehlerfrei sein muss, dann schlägt die Stunde der Erlanger Intego. Mit ihrem Sichtprüfsystem für die Kunststoffverarbeitung enttarnt das fränkische Unternehmen auch kleinste Schönheitsfehler an der Oberfläche der makromolekularen Ware.

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Kunststofftechnik: Enttarnt auch kleinste Fehler

Aus der Qualitätskontrolle in der Handy-Fertigung ist die Technologie quasi nicht mehr wegzudenken. Es ist eine faszinierende Technologie, die in der Lage ist, selbst winzigste Unsauberkeiten am zu kontrollierenden Objekt aufzuspüren, rasend schnell, dem menschlichen Auge um Zehnerpotenzen überlegen. Bis in den Bereich von einem hundertstel Millimeter. Das Prozedere allerdings bedingt den Einsatz von Hightech pur.

Die zu prüfenden Kunststoffteile werden über ein automatisches Kameraprüfsystem aus verschiedenen Perspektiven – meist Aufsicht und Seitenansicht – mit unter unterschiedlicher Ausleuchtung fotografiert. Eine Auswerteeinheit fügt anschließend die in Bruchteilen von Sekunden gemachten Aufnahmen zu einem Bild pro Perspektive zusammen. Das gesamte Verfahren dauert nur wenige Sekunden und bringt so nach Angaben von Intego alle Schönheitsfehler, die bei der Kunststoffverarbeitung passieren können, ans Tageslicht: Spritzfehler wie schwarze Punkte oder so genannte Fischaugen, Materialeinschlüsse und Schlieren, Oberflächenfehler wie Staubabdrücke, Kratzer und Lackierfehler oder Verschiebungen von Aufdrucken oder Folien.

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Es muss sich rechnen

Ende des vergangenen ­Jahrtausends, 1999, wurde die Firma Intego GmbH von Thomas Wagner und Peter ­Plankensteiner (Bild) gegründet. Den Markt für seine Prüfapparaturen sieht der im Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-Fürth-Erlangen (IGZ) residierende Newcomer dort, wo sehr hohe ­ästhetische Anforderungen an ein Produkt gestellt werden, wenn eine optisch fehlerfreie Anmutung gewährleistet sein muss.

Intego-Chef Plankensteiner weiß, dass sich gerade neue Produktionstechnologien dadurch auszeichnen, dass sie komplexe Verarbeitungsschritte einbinden. Gleichzeitig werde ein hoher Durchsatz gefordert. Dies führe zu einem hohen Grad an Automatisierung von der Spritzgießmaschine bis zum Einpacken, um die vom Endkunden geforderte konstante und hohe Qualität liefern zu können. Das offerierte Kamerasystem gehorche nicht nur objektiven Prüfkriterien, sondern liefere dem Kunden auch zusätzliche Informationen wie etwa Fehlerstatistiken zur aktuellen Situation des Produktionsprozess: „Unterm Strich ist es der Automatisierungsgrad und die geforderte Produktqualität, die über den Kauf eines unserer Systeme entscheidet“, bilanziert Plankensteiner seine bisherigen Erfahrungen. Heißt im Klartext: Es muss sich rechnen. Die Investitionen für ein solches System bewegen sich schließlich in einer Größenordnung von 30.000 bis 150.000 Euro.

Zum Beispiel Linsen

Displaylinsen im Outfit von Mobiltelefonen! Sie sind geradezu ein Paradebeispiel dafür, wo die Technik der rasanten Sichtprüfung so richtig ihre Tugenden entfalten kann. Plankensteiner dazu: „Auf der einen Seite haben Sie enorm hohe Stückzahlen, was dem Nachdenken über eine Vollautomatisierung in der Qualitätskontrolle förderlich ist. Auf der anderen Seite haben Sie ein Lifestyle-Produkt, bei dessen Kauf der Verbraucher bereits beim kleinsten optischen Fehler reklamiert.“ Daher sei bei der Handy-Herstellung unabdingbar, jedes Teil einer 100-Prozent-Kontrolle zu unterwerfen.

Was in Sachen Qualitätskontrolle mit dem Kameraprüfsystem bei der Handy-Displaylinse funktioniert, das ­lasse sich nahtlos auch auf die Kontrolle der Kunststoffgehäuse bei den mobilen Fernsprechgeräten übertragen. Auch hier spürt die Kamera kleinste Unebenheiten und Unregelmäßigkeiten im Zustand der Oberfläche auf. Den Intego-Gründern aber liegt es nach eigenem Eingeständnis fern, ihre Sichtprüf-Vorrichtungen als Allheilmittel in der Qualitätskontrolle anzupreisen. Da bleiben sie fränkisch bescheiden und konzentrieren sich auf die Bedarfsfälle, bei denen es nicht erforderlich ist, dem Kunden zum Beweis der Wirtschaftlichkeit eine Milchmädchenrechnung aufzumachen.sh

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