Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Engineering> Konstruktion + Entwicklung>

3D-Druck: Concept Laser gewinnt IAMA

SoftwarelösungNeuer Standard im Voxel-gesteuerten 3D-Druck

„Monkey“ aus dem Stop-Motion-Film „Kubo – Der tapfere Samurai“

Stratasys stellt die Softwarelösung GrabCAD Voxel Print für ihre J750 3D-Drucklösung vor, die während des Design- und 3D-Druckvorgangs eine echte Voxel-Steuerung bietet.

…mehr

3D-DruckConcept Laser gewinnt den IAMA

Am Mittwoch wurde anlässlich des Fachkongresses „Inside 3D Printing“ auf der Metav  der Sieger des International Additive Manufacturing Award (IAMA) gekürt. Concept Laser aus dem oberfränkischen Lichtenfels setzte sich erfolgreich gegen 15 weitere Bewerber aus Deutschland, Finnland, Großbritannien, Niederlande, Schweiz und den USA durch.

sep
sep
sep
sep
Florian Bechmann, Entwicklungsleiter bei Concept Laser

„Der IAMA ist die Anerkennung unserer harten Arbeit, aber auch ein Indiz dafür, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Insofern macht uns der internationale 3D-Award äußerst stolz und motiviert auch künftig, mit neuen Innovationen den weltweiten Markt zu begeistern“, freute sich Frank Herzog, geschäftsführender Gesellschafter und Gründer von Concept Laser.

Qualität bereits während der Fertigung prüfen

Der 3D-Druck hat großes Potenzial. Fast täglich kommen neue Verfahren und Produkte auf den Markt. Ob künstliches Hüftgelenk oder Turbinenschaufel – nahezu alles lässt sich generativ fertigen. Bei allem spielt jedoch Qualität und Belastbarkeit der Bauteile eine große Rolle. Fehler können dramatische Folgen haben. Deshalb müssen Hersteller die Qualität regelmäßig prüfen. Zerstörende Testverfahren sind jedoch wenig ökonomisch, fehleranfällig und verlängern die Prozesslaufzeit. Neue Ansätze sind gefragt, und Unternehmen wie Concept Laser bieten diese: Der IAMA-Sieger schafft es mit seinem Verfahren, Effizienz und Brillanz in einem zu kombinieren.

Anzeige

Bei der Innovation handelt es sich um das erste so genannte In-Situ-Echtzeitprozessüberwachungssystem in der pulverbettbasierten additiven Fertigung. Es misst Eigenschaften wie Größe und Intensität der Schmelzbadwärmestrahlung in ultrahoher Auflösung und stellt die Daten korrelierend zur Position des Schmelzbades auf der Bauoberfläche und damit zur Bauteilgeometrie dar. Dem Anwender fällt es damit leicht Prozessanomalien während der Fertigung zu lokalisieren und zu bewerten. „Auf diese Weise können nachgelagerte Testprozesse auf ein Minimum reduziert werden. Das hilft Zeit und Kosten zu sparen“, betont Herzog. Darüber hinaus biete das Verfahren einen völlig neuen Ansatz für Forschungs- und Entwicklungszentren, um den Prozess an sich zu verbessern, aber auch um neue Materialien und Bauteilgeometrien zu qualifizieren.

Additive Fertigung ist weltweit auf einem guten Weg

„Innovationen wie die von Concept Laser zeigen, dass die Branche intensiv an der weiteren industriellen Umsetzung arbeitet. Alle aktuell herausfordernden Fragestellungen sind im Fokus. Dies wird die Breite der Anwendungen vorantreiben“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) und IAMA-Initiator.

Fachjury beurteilt Kosten, Nutzen und Umsetzbarkeit der Innovationen

Begutachtet wurden die IAMA-Bewerbungen von einer zehnköpfigen internationalen IAMA-Jury. Dem Gremium gehören Branchenkenner aus den Bereichen Industrie, Forschung und Lehre, Medien und Industrieverbänden an. Beurteilt wurden die Bewerbungen u.a. in den Kategorien technologischer Innovationsgrad, klar erkennbare Vorteile für Industrie, Umwelt und Gesellschaft, Kosteneffizienz und die industrielle Umsetzbarkeit.

Woods: Innovationen aus den USA und Europa begeistern

„Es ist spannend zu sehen, wie der IAMA bereits nach der zweiten Verleihung an Bedeutung gewonnen hat: 16 Innovationen aus sechs Ländern treten gegen einander an“, sagte AMT-Präsident Douglas K. Woods, neben dem VDW Mitinitiator des IAMA. „Unserer Ansicht nach ist das ein deutliches Anzeichen für das weltweit starke Wachstum im Bereich Additive Manufacturing. Zudem hat der Preis eine große Reputation in der Fachcommunity gewonnen. Wir freuen uns bereits auf noch fortschrittlichere Technologien im kommenden Jahr, wenn die Verleihung in den USA stattfindet.“

IAMA will die additive Fertigung international bekannt machen und fördern

Der IAMA ist aus einer Partnerschaft zwischen dem US-amerikanischen Industrieverband AMT (Association For Manufacturing Technology) und dem VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) entstanden. Ziel ist es, diese dynamisch wachsende Technologie international aktiv zu begleiten und die Erweiterung industrieller Anwendungen zu fördern. Hierfür wurde eigens der IAMA initiiert, mit dem im jährlichen Wechsel Innovationen im Bereich des 3D-Drucks ausgezeichnet werden. Unterstützt wird der Preis durch Medienpartner wie Gardner Business Media und VDI nachrichten sowie dem europäischen Spitzenverband der Werkzeugmaschinenindustrie Cecimo. Im Februar 2015 wurde der IAMA erstmals an das US-amerikanische Unternehmen Hybrid Manufacturing Technologies Ltd. verliehen. Neben der IAMA-Trophäe erhält der Preisträger einen Geldpreis in Höhe von 20 000 US-Dollar und ein Medienpaket im Wert von 80 000 US-Dollar zur Vermarktung seiner preisgekrönten Technologie. kf

Anzeige
Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

AGS Produktionshalle

Erweiterung der ProduktionskapazitätenAGS erweitert Produktionshalle

AGS - Automation Greifsysteme Schwope hat seine Produktionshalle auf seinem Gelände in Bergisch-Gladbach um 850m² eweitert.

…mehr
„Monkey“ aus dem Stop-Motion-Film „Kubo – Der tapfere Samurai“

SoftwarelösungNeuer Standard im Voxel-gesteuerten 3D-Druck

Stratasys stellt die Softwarelösung GrabCAD Voxel Print für ihre J750 3D-Drucklösung vor, die während des Design- und 3D-Druckvorgangs eine echte Voxel-Steuerung bietet.

…mehr
Formnext 2017

Additive ManufacturingFormnext 2017 glänzt mit Besucherrekord und Innovationen

Mit über 21.000 Besuchern konnte die diesjährige Formnext die Besucherzahl um mehr als 60 Prozent steigern und damit ihre Erfolgsstory fortsetzen. Das Fazit von Ausstellern und Besuchern der Formnext powered by tct, die vom 14. bis 17.11.2017 in Frankfurt am Main stattfand, ist durchweg positiv.

…mehr
Komplexe additive hergestellte Designs von JM und Voxeljet

KooperationVoxeljet und Johnson Matthey setzen Fokus auf 3D-Druck von Keramiken

Der 3D-Drucksystemhersteller Voxeljet hat eine erweiterte Zusammenarbeit mit Johnson Matthey (JM) bekanntgegeben.

…mehr

Formnext 2017Proto Labs steigert DMLS-Kapazitäten für Metall-3D-Druck

Proto Labs, Hersteller für individuell gefertigte Prototypen- und Produktionsteile in Kleinserien, stellt auf der Formnext 2017 erweiterte Kapazitäten zur laserbasierten Herstellung von metallischen Produkten, dem sogenannten „Direct Metal Laser Sintering“ (DMLS), vor.

…mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neue Stellenanzeigen

Direkt zu:


ExtraSCOPE


TrendSCOPE


Robotik in der industriellen Fertigung