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ERP-System für den Mittelstand,,Eine Unternehmenslösung aus einem Guss"

Schwierige Zeiten verlangen nach neuen Rezepten. Hersteller von Enterprise Resource Planning-Software (ERP), die heute (noch) am Markt sind, setzen auf bewährte Technik oder gehen andere Wege wie die AP AG. Das Karlsruher Unternehmen sieht sich als Vorreiter einer neuen ERP-Generation, die auf der ,,.Net"-Systemarchitektur von Microsoft basiert. SCOPE sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Harald Witte über seine IT-Rezepte und den Nutzen der neuen Technik. 

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Drei Fragen: ,,Eine Unternehmenslösung aus einem Guss"

SCOPE: AP ist der erste ERP-Hersteller, der auf die ,,.Net"-Technik (sprich ,,Dot-Net") von Microsoft setzt und nach eigenen Aussagen mit P2plus bereits ein marktreifes Produkt anbietet. Was versprechen Sie sich davon?

Witte: Wir bieten unseren Kunden in der mittelständischen Industrie eine Unternehmenslösung aus einem Guss, die auf der stabilen, leistungsfähigen und zukunftssicheren Plattform von Microsoft basiert. P2plus deckt neben den klassischen ERP-Funktionen auch die neueren Funktionskreise wie Customer Relationship Management und E-Business sowie die unternehmensinterne Wissensorganisation vollständig in einer einheitlichen Systemstruktur ab.

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Bisher mussten Anwender dazu verschiedene Lösungen unterschiedlicher Anbieter parallel installieren und betreiben. Für den typischen Mittelständler war das in aller Regel zu kompliziert und zu teuer. Ein weiteres Ziel, das wir mit der Entwicklung von P2plus verfolgt haben, war sicherlich auch die verstärkte Umsetzung von anspruchsvolleren Projekten etwa im gehobenen Mittelstand. Da hat uns ,,.Net" mit seiner hohen Skalierbarkeit ein ganzes Stück vorangebracht, so dass wir insbesondere in diesem Bereich in den letzten Monaten beachtliche Erfolge erzielen konnten.

SCOPE: Welchen Nutzen haben ihre bestehenden Kunden beziehungsweise Neukunden von dieser Technologie?

Witte: Mit einer e(xtend) ERP-Lösung auf Basis von XML (Anm. d. Red.: Extensible Markup Language – Sprache für den systemunabhängigen Datenaustausch) und Web Services ist ein Unternehmen optimal auf das elektronisch vernetzte Geschäft der Zukunft (Collaborative Commerce) vorbereitet, das nicht mehr an traditionellen Unternehmensgrenzen halt macht.

Aber auch wenn für viele Unternehmen ein Einstieg in das C-Business noch in der Zukunft liegt, bestehen bereits viele Vorteile bei der einfachen Administrierbarkeit einer ,,.Net"-Lösung sowie der Anpassbarkeit an die jeweiligen betrieblichen Anforderungen. Die Anwender steigen bei P2plus über die bekannte und einheitliche Benutzeroberfläche des Internet Explorers in das C-Business mit Partnern, Kunden und Lieferanten ein. Hier lässt sich auch direkt einer der Vorteile der ,,.Net"-Technologie bei der ERP-Nutzung über Standort- und Unternehmensgrenzen hinweg verdeutlichen. Mitarbeiter können über sichere Internet-Verbindungen überall und zu jeder Zeit auf das ERP-System zugreifen, mobile Endgeräte eingeschlossen. Und bei allem Gerede über die angeblichen Kostenvorteile von Linux, können wir unseren Kunden mit der Microsoft-Plattform eine sehr preisgünstige Infrastruktur zur Verfügung stellen, die auf zukunftssicheren Standards basiert.

SCOPE: Erwarten Sie, dass auch andere ERP-Anbieter auf den ,,.Net"-Zug aufspringen?

Witte: XML und Web Services werden alle Anbieter von Standardsoftware zu erheblichen Entwicklungsanstrengungen zwingen. Die einen werden das auf Basis von ,,.Net" tun, andere werden andere Plattformen wie ,,J2EE" nutzen. Wir haben hier gegenwärtig vor allen Wettbewerbern einen Entwicklungsvorsprung von zwei bis drei Jahren. Das kommt unseren Kunden heute schon direkt zu Gute: über 150 Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen nutzen bereits aktiv unsere neue Produktgeneration. Stefan Graf

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