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Verpackungsmaterial und -systeme„Den größten Mehrwert“

Das Unternehmen Brangs + Heinrich Antalis firmiert künftig unter dem Namen Antalis Verpackungen. Im Gespräch mit SCOPE erklärt Geschäftsführer Tassilo Steinbach die Gründe für den Namenswechsel und sagt, was die Kunden davon haben.
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Verpackungsmaterial und -systeme: „Den größten Mehrwert“

SCOPE: Ihr Unternehmen wird ab Oktober unter dem Namen Antalis Verpackungen GmbH auftreten. Warum?

Steinbach: Seit der Übernahme der Brangs + Heinrich GmbH in Leinfelden-Echterdingen durch Antalis im September 2004 ist der Geschäftsbereich Verpackung beständig gewachsen und inzwischen in 26 Ländern Europas präsent. Als größtes Unternehmen innerhalb der Antalis Packaging Business Unit war es an der Zeit, diese Zugehörigkeit auch durch den Firmennamen zu zeigen.

SCOPE: Ursprünglich kommt Ihr Unternehmen aus dem Handel mit Verpackungsmaterialien. In letzter Zeit tritt es verstärkt mit Komplettlösungen für das Verpackungsmanagement auf. Ist das Segment Verpackungsmaterialien ausgereizt?

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Steinbach: Überhaupt nicht. In unserem neuen Katalog, der dieser Tage erscheint, werden sie feststellen, dass wir das Sortiment nochmal ausgebaut haben. Wir bieten nach wie vor ein umfassendes Sortiment an Verpackungsmaterialien. Allerdings setzen wir heute mit unserem 4V-Konzept – Verpackungsmaterialien, Verpackungsmaschinen, Verpackungslösungen und Verpackungsdienstleistungen weitere Akzente, um unsere Kunden umfassender bedienen zu können. So können wir unsere Kompetenz als Komplettanbieter und Spezialist weiter ausbauen. Gerade für industrielle Großkunden und Unternehmen mit spezifischen Anforderungen reicht das aber nicht aus. Hier ist ganzheitliches Verpackungsmanagement gefragt, in dessen Ausbau wir stark investiert haben.

SCOPE: Was darf man sich denn darunter vorstellen?

Steinbach: Es genügt nicht, nur die richtigen Verpackungen anzubieten. Die machen im Schnitt vielleicht 20 Prozent der Kosten der Verpackungsprozesse aus. Unser Verpackungsmanagement analysiert die Waren- und Verpackungsströme der Kunden. Dabei identifizieren wir Optimierungspotenziale und realisieren Einsparungen, die die reinen Verpackungskosten in den Schatten stellen. Mit dieser umfassenden Verpackungsdienstleistung bringen wir industriellen Kunden den größten Mehrwert.

SCOPE: Haben Sie ein Beispiel parat?

Steinbach: Viele Industriebetriebe haben Probleme mit dem Handling korrosionsempfindlicher Produkte. Unsere Beratungsteams Pack Consult und Corr Consult analysieren vor Ort Produktionsprozesse und Produktwege. Von der Vorhaltung der Grundmaterialien über die Fertigung und Reinigung bis zu Lagerung und Transport durchleuchten sie den gesamten Prozessablauf. So können wir den Korrosionsschutz sowie die Verpackungstechnik und -logistik verbessern und Kosten minimieren. Dass wir auch die passenden Korrosionsschutzverpackungen anbieten, ist nur ein Mosaikstein im Gesamtbild.

SCOPE: Die Zukunft der Verpackungsindustrie liegt also in der Beratungsdienstleistung?

Steinbach: Wenn Sie so wollen, ja. Die Kunden wollen mehr als Lösungen von der Stange. Unsere Dienstleistungen werden jedenfalls stark nachgefragt.

SCOPE: Wer denkt eigentlich bei Industrieverpackungen an die Umwelt?

Steinbach: Wir! Unser Packaging Development Center hat zum Beispiel für die empfindlichen Spoiler des Opel Insignia wiederverwendbare Transportverpackungen entwickelt. Mit 2D- und 3D-CAD Software schaffen unsere Ingenieure in kürzester Zeit für jedes Produkt maßgeschneiderte Mehrwegverpackungen. Im Vordergrund unserer Lösungsansätze stehen zuerst ressourcenschonende Produkte und Prozesse. Deshalb spielen bei uns Papier und Pappe als Packmittel eine sprichwörtlich tragende Rolle.

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