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Schnellauftore„Wertvolles schaffen“

Das Unternehmen Efaflex hat sich eine Position als innovativer Hersteller von Schnelllauftoren erarbeitet. SCOPE-Redakteur Michael Stöcker befragte Geschäftsführer Christopher Seysen nach seinen weiteren Plänen.
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Schnellauftore: „Wertvolles schaffen“

SCOPE: Herr Seysen, der deutsche Markt für Industrietore bietet ein breites Produktportfolio. Wie schafft es Efaflex, sich aus dem Markt der Anbieter von Schnelllauftoren herauszuheben?

Seysen: Diversifikation per Definition. Industrietore sind auch Sektionaltore, die wir nicht herstellen. Um sich als Premium-Anbieter im Schnelllauftor-Geschäft hervorzuheben muss das Wort Premium sowohl für den Kunden als auch für den Hersteller gleichwertig definiert sein. Dann ist der Preis nur noch eine Folge dieser Definition. Premium bedeutet hier, dass das Image auf den Käufer übergeht. Die Alternative ist der Massenmarkt.

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SCOPE: Welche Strategie verfolgen Sie dazu?

Seysen: Als Familienunternehmen investieren wir unser Geld in die Firma. Dabei ist uns nicht nur die externe und interne Schulung der Mitarbeiter wichtig, sondern auch der Umgang miteinander. Dass wertvolle Menschen Wertvolles schaffen, haben wir nicht erfunden. Aber wir erinnern uns tagtäglich daran.

SCOPE: Wie schätzen Sie Ihr Marktsegment in der Zukunft ein?

Seysen: Der Eintrittsmarkt wird weiterhin von preisgünstigen Schnelllauf-Rolltoren dominiert werden. Da machen wir uns nichts vor. Diese - ich nenne sie jetzt mal - Türöffner sind auch in Schwellenländern vonnöten, um den Markt auf Ressourcen sparende High-End Tore vorzuarbeiten.

SCOPE: Wie meinen Sie das?

Seysen: Fehlende Angaben der Produzenten zu technischen Parametern machen es den Generalunternehmern und anderen ausschreibenden Stellen oftmals unmöglich, präzise Anforderungen an den Torlieferanten zu stellen. Hat dann der billigste Anbieter den Auftrag für sein „günstigstes“ Produkt erhalten und ist das Tor schließlich montiert, kann der Anwender schnell zwischen den Leistungsdaten des günstigsten Produktes und seinem wesentlich anspruchsvolleren Anwendungsprofil abgleichen. Nach diesem bösem Erwachen kreiert der Anwender unser Marktsegment.

SCOPE: Wie sehen Sie Ihr Unternehmen in drei bis fünf Jahren mit Blick auf den Wettbewerb?

Seysen: Es wird auch in diesem Markt weiterhin eine Konsolidierung stattfinden, wie wir sie gerade in letzter Zeit erlebt haben. Die großen Konzerne müssen aus Kostengründen hohe Maschinenauslastungen fahren. Darauf fußt ihre Größe. Bei großen Maschinenparks können individuelle Lösungen durch die Controller zunichte gemacht werden, und diese verweisen wiederum auf modulare Baukastenweise, aus deren Sortiment sich dann ein Verkäufer mit dem Kunden eine Lösung aussuchen darf. Das funktioniert aber nur bei standardisierten Torlösungen und nicht bei individuellen Kundenlösungen. Wenn ein Torhersteller seinen Ertrag daraus generiert, gleiche Teile zu hohen Stückzahlen und günstigen Preisen herzustellen, hat er selbst seinen Markt definiert, in dem er sich bewegen kann. Für individuelle Lösungen ist dort kein Platz. An dieser Stelle setzen wir mit unserer Arbeit an und für Hektik haben wir keine Zeit!

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