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LinearsystemeEhrlichkeit ist oberste Maxime

Das Unternehmen RK Rose+Krieger befindet sich seit 2008 in einem dynamischen Umgestaltungsprozess, der bis heute andauert. Die Restrukturierung ging mit einem Perspektivwechsel einher. SCOPE-Redakteur Michael Stöcker sprach mit Geschäftsführer Hartmut Hoffmann über die neue strategischen Ausrichtung des Lineartechnik-Herstellers.
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Linearsysteme: Ehrlichkeit ist oberste Maxime

SCOPE: Herr Hoffmann, wie würden Sie die Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren skizzieren?

Hoffmann: Bis 2008 stiegen die weltweiten Umsätze stetig bis auf rund 62 Millionen Euro. Allerdings betrug der Rückstand des Mindener Stammwerks mit 500.000 Euro mehr als 2,5 Tagesumsätze und die Termintreue lag unter 80 Prozent. Was war geschehen? RK Rose+Krieger war zu einem großen Gemischtwarenladen ohne klare strategische Ausrichtung geworden. Relativ erfolgreich, aber ziellos. Eine Veränderung musste her. So starteten wir den Umbruch, trennten uns von wenig ertragreichen Produkten, sortierten solche, die sich gegenseitig Konkurrenz machten, aus und förderten neues Wachstum, wo es sinnvoll war. Zu den drei wichtigsten Veränderungen zählten die Restrukturierung des Produktmanagements, die Neugestaltung des Projektmanagements und die Einführung von RK-Impuls. Unterstützt werden die Veränderungsprozesse durch die neue dreistufige Produktinformation und die Überarbeitung des Internetauftritts.

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SCOPE: Welche Vision treibt Sie voran?

Hoffmann: Das Unternehmen sollte im Geschäftsbereich allgemeiner, industrieller Automatisierungs- und Produktionsanwendungen ein führender Anbieter hochwertiger Komponenten und Funktionsmodule in den Bereichen Linear-, Profil-, Verbindungs- und Modul-Technik sein. Dazu entwickelte ich mit Unterstützung von Mitarbeitern und Führungsmannschaft erstmals Leitsätze für das Unternehmen. Ehrliche Beratung ist dabei die oberste Maxime. Wenn wir beispielsweise in Kundengesprächen feststellen, dass wir den Wunschtermin des Kunden nicht einhalten können, der Kunde sich jedoch nicht auf eine Terminverschiebung einlässt, lehnen wir den Auftrag ab. Meistens findet sich dann aber doch ein Kompromiss.

SCOPE: Wo steht das Unternehmen aktuell?

Hoffmann: Die neue Vision half uns, das desaströse Jahr 2009 zu überstehen. Bereits 2010 war das Umsatzniveau von 2007 wieder überschritten und das Ergebnis 2011 übertraf das Boomjahr 2008. Für 2012 rechne ich mit einer weiteren, allerdings nur leichten Steigerung. Dass wir mit der neuen Strategie richtig liegen, bestätigen auch andere Kennzahlen. So haben sich die Rückstände gegenüber 2007 verbessert und liegen heute mit nur noch 150.000 Euro unter 0,8 Tagessätzen. Die Termintreue konnte ebenfalls gesteigert werden. Sie liegt heute bei über 95 Prozent!

SCOPE: Halten Sie die neue Ausrichtung denn für zukunftsfähig? Schließlich ist der Lineartechnik-Markt hart umkämpft.

Hoffmann: Ja, denn mit der Entwicklung der neuen Vision ging auch ein Perspektivwechsel einher. Stand früher das Produkt selbst im Fokus, so ist es heute die Anwendung. Unsere Kunden benötigen anwendungsgerechte Lösungen und die bekommen sie von uns. Dabei möchten wir es ihnen so einfach wie möglich machen. In dieser Hinsicht sind wir sogar zu einem Vorreiter im Phoenix Mecano Konzern geworden. Heute bieten wir eine Produktauswahl an Lineartechnik, Profil-Montagetechnik, Verbindungs- und Modultechnik, die am Markt einzigartig ist.

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