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PLM-Lösung„Teamwork fördern“

Unter Product-Lifecycle-Management (PLM) verstehen Softwarefirmen ein IT-Lösungssystem, mit dem alle Daten, die bei der Entwicklung, Produktion, Lagerhaltung und dem Vertrieb eines Produkts anfallen, einheitlich gespeichert, verwaltet und abgerufen werden können. PLM deckt dabei digital alle Phasen ab, die ein Produkt durchläuft - von der Konstruktion über die Produktionsplanung, Fertigung und Vertrieb bis zur Wartung - und verbindet die unterschiedlichen Systeme der beteiligten Abteilungen und Unternehmen zu einem übergreifenden System. Dassault Systèmes zählt zu den namhaften Anbietern von PLM-Lösungen und hat sein Produktportfolio auf kleine und mittelständische Unternehmen erweitert. Pascal Daloz, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Strategie & Marketing PLM sprach mit Evelin Eitelmann über das Wachstum des französischen Unternehmens und warum es sich auch für kleinere und mittlere Unternehmen lohnt, PLM-Lösungen einzuführen.
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PLM-Lösung: „Teamwork fördern“

SCOPE: Herr Daloz, in großen Unternehmen und Konzernen wächst der CAD/CAM-Markt kaum noch - welchen Stellenwert nimmt dieser Markt bei Dassault Systèmes ein?

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Daloz: Lassen Sie mich ein paar Zahlen nennen: Derzeit beläuft sich der Software Markt auf 15 Milliarden Euro. Im letzten Quartal ist der gesamte Bereich gut gewachsen. Innerhalb dessen ist mit vier Millarden Euro der CAD / CAM Sektor bei weitem der größte. Wenn man sich die Zahlen dieses Sektors betrachtet, dann kann man schon sagen, dass 50 Prozent davon auf größere, 50 Prozent auf kleinere Unternehmen fallen.

SCOPE: Wie entwickelt sich Ihr Unternehmen in Asien?

Daloz: Asien ist auch für uns ein sehr wichtiger Markt, dabei vor allem China, Indien, Japan und Korea ¿ und auch für CAD/CAM. Derzeit beträgt der Marktanteil Asiens mehr als 25 Prozent. Vor allem in China gibt es eine starke Nachfrage nach den Produkten unseres Unternehmens. Die Wachstumszahlen von Europa sind geprägt von der guten Entwicklung in Deutschland und der starken Nachfrage in Russland.

SCOPE: Dassault Systèmes ist mit Catia sehr stark in der Automobilindustrie - ist das auch für den PLM-Bereich so, folgt quasi der PLM-Bereich dem Catia-Markt?

Daloz: Ich kann mit Bestimmtheit sagen, dass die Nachfrage wächst. Ein Beispiel ist das deutsche Unternehmen Novero. Erst kürzlich hat der Automobilzulieferer Enovia V6 in seine IT-Landschaft integriert und verwaltet nun seine Designanwendungen und Produktentwicklungsprozesse mit dieser PLM-Lösung. Weitere werden folgen, doch genau kann man das noch nicht einschätzen. Doch insgesamt stellen wir fest, dass immer mehr Unternehmen erkennen, dass sie mit Hilfe von PLM ihre Produkte schneller, in besserer Qualität und zu geringeren Kosten produzieren können. In einer von starkem Kosten- und Wettbewerbsdruck geprägten Wirtschaft ist dies ein absolutes Muss.

SCOPE: PTC hat bei EADS/Airbus, einem Dassault Systèmes -Stammkunden seit Jahrzehnten, einen PLM-Auftrag gewonnen. Was, denken Sie, war der Grund?

Daloz: Sie erinnern sich: Vor einigen Jahren hatte EADS Probleme mit der Konstruktion des Airbus A380 und mit dessen Auslieferung. Aus diesem Grund wurde nach einer PLM-Lösung gesucht. Wie sie wissen kommt so etwas nicht abrupt, sondern wird Jahre vorausgeplant. Wir arbeiten dennoch weiterhin mit EADS zusammen. Gemeinsam mit IBM integrieren wir die PLM-Werkzeuge Catia, Delmia und Enovia-VPM.

SCOPE: Lassen Sie uns einen Blick auf die kleinen und mittleren Unternehmen werfen. Wie entwickelt sich für Dassault Systèmes der PLM-Markt in diesem Bereich?

Daloz: In Zeiten der Globalisierung stehen nicht nur Großkonzerne in einem internationalen Wettbewerb. Auch Mittelständler sind weltweit tätig, stehen in internationaler Konkurrenz und müssen sich überlegen, wie sie die Produktentwicklung besser mit der Produktion verzahnen, wie sie ihre Produkte schneller und gleichzeitig in höherer Qualität auf den Markt bringen und wie sie ihre Produktpalette noch besser an den Bedürfnissen ihrer Kunden ausrichten können. Wir werden in unserer Ansicht im Übrigen von Analysten bestätigt, die einen Anstieg der PLM-Investitionen im Mittelstand um jährlich durchschnittlich zwölf Prozent erwarten.

SCOPE: Welche PLM-Lösung empfehlen Sie kleineren und mittleren Unternehmen für deren Bedürfnisse?

Daloz: Kleineren Unternehmen mit eingeschränkten Ressourcen und Budgets bieten wir mit PLM-Express eine Lösung, die über Jahre getestet wurde. Zielgruppe sind Unternehmen, die zur Optimierung ihres Designs und ihrer gesamten Produktion nach einer PLM-Lösung suchen, die auch ihre Partner mit einschließt. Die Software unterstützt eine Reihe von Bereichen und Abteilungen wie zum Beispiel Marketing, Design, Management, Entwicklung sowie Produktion und fördert so ihre Zusammenarbeit. Darüber hinaus sind wir in der Lage, diese Lösung innerhalb von zehn Tagen in den Unternehmen einzuführen. Durch die einheitliche Datenhaltung ist gewährleistet, dass alle Beteiligten stets an der aktuellen Version eines Produkts arbeiten. Dadurch entfallen zeit- und kostenintensive Nachbearbeitungen. ee

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