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Messe IT & Business„Reale Probleme besser lösen“

Nach dem Ende der Systems in München entstand bei der Landesmesse Stuttgart die Idee einer anderen IT-Messe - der IT & Business. SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz unterhielt sich mit Geschäftsführer Ulrich Kromer darüber, warum man auch hier Äpfel nicht mit Birnen vergleichen sollte.
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Messe IT & Business: „Reale Probleme besser lösen“

SCOPE: Cebit, Digital Factory, PPS-Tage, der Systems-Nachfolger Discuss & Discover – was war der Grund für die Messe Stuttgart, mit der IT & Business eine weitere IT-Messe auf die Beine zu stellen? Was erwartet den Besucher auf der IT & Business, was er auf anderen IT-Messen nicht findet?

Kromer: Die IT & Business ins Leben zu rufen, war eine bewusste Reaktion auf die Entscheidung der Messe München, die Systems nicht weiter fortzuführen. Nach der Absage der Systems zeigte sich in vielen Gesprächen mit Partnern und IT-Unternehmen, dass sich die Branche weiterhin eine IT-Messe im Herbst in Süddeutschland wünscht.

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Den Besucher der Messe erwartet ein klarer Fokus auf Unternehmens-IT-Lösungen, mit denen Firmen ihre ganz realen Probleme besser lösen können. Und weil Sie die PPS-Tage des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung ansprechen: Diese werden in die IT & Business eingegliedert, ebenso wie die PPS-Hausmesse des VDMA Fachverbands Software, der zudem als ideeller Träger der IT & Business fungiert.

SCOPE: Hätten Sie die Messe vor einem dreiviertel Jahr auch entwickelt, wenn Sie gewusst hätten, was Sie heute wissen: Dass der Messestart mitten in der Wirtschaftskrise stattfindet?

Kromer: Wie gesagt, war die Entscheidung für die IT & Business eine direkte Reaktion auf die Absage der Systems und den Wunsch der Branche nach einer IT-Messe im Herbst im Süden der Republik. Als die Messe München Mitte Oktober letzten Jahres ihre Entscheidung mitteilte, befand sich die Weltwirtschaft bereits in der Krise. Im Übrigen möchte ich Ihnen widersprechen, dass der Messestart mitten in der Wirtschaftskrise stattfindet. Es ist zwar nicht zu erwarten, dass die Wirtschaftskrise bis Oktober überstanden sein wird, aber es gibt eine Vielzahl von Indikatoren, dass die Talsohle erreicht ist und es so langsam Schritt für Schritt wieder nach oben geht.

SCOPE: Die IT & Business findet 14 Tage vor der Discuss & Discover statt – sehen Sie mit der Münchner IT-Messe keine Überschneidungen oder haben Sie die Messe bewusst dagegen positioniert?

Kromer: Wir konnten die IT & Business gar nicht gegen die Discuss & Discover positionieren, da wir unser Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt haben bevor die Münchner Kollegen ihre Pläne verkündet haben. Unser Konzept ist darauf ausgerichtet, Unternehmen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie mit Hilfe von IT ihre Prozesse effektiver gestalten und sich dadurch Wettbewerbsvorteile verschaffen können. Die Resonanz der Branche gibt uns Recht, dass wir mit unserem praixisorientierten Konzept richtig liegen. Gegenwärtig haben wir bereits rund 250 Anmeldungen.

SCOPE: Wen spricht die IT & Business mit welchen Themen an?

Kromer: Als Zielgruppe adressieren wir in erster Linie die kaufmännischen Entscheider und die IT-Verantwortlichen des industriellen Mittelstandes. Hier haben wir sicher einen Standortvorteil, da mittelständische Fertigungsunternehmen in Süddeutschland, aber auch in der Schweiz und Österreich besonders stark vertreten sind. Thematisch konzentrieren wir uns bewusst auf Unternehmensanwendungen. Das geht von allgemeiner Unternehmenssoftware wie ERP-, CRM- und Business-Intelligence-Lösungen über spezielle Unternehmenssysteme zur Fertigungssteuerung oder zum Dokumentenmanagement. Dazu kommen Themen wie IT-gestützte Geschäftsprozesse, System-Integration, Infrastruktur und IT-Dienstleistungen.

SCOPE: Die Systems besuchten zuletzt 39.000 Besucher – ist das die Messlatte, die die IT & Business überspringen soll?

Kromer: Die Systems hatte eine viel breitere Ausrichtung und damit eine bei weitem größere Zielgruppe als die IT & Business. Hier dürfen wir Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Dennoch erhoffen wir uns hinsichtlich der Besucherzahlen eine ähnlich positive Resonanz wie auf Ausstellerseite. Wir erwarten rund 7000 Besucher.

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