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IT-Dienstleistungen„Eine offene Lösung“

Die IT-Infrastruktur von Unternehmen durch Reduzierung von Kosten und Komplexität zu vereinfachen, ist Ziel von Dell Services. SCOPE-Chefredaktuer Hajo Stotz befragt Andreas Stein, Managing Director, zu den Angeboten des Spezialisten für Informationstechnologie für kleine und mittelständische Fertigungsunternehmen.
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IT-Dienstleistungen: „Eine offene Lösung“

SCOPE: Dell ist ein Unternehmen mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern, davon circa 43.000 im Service-Bereich, und 52.9 Milliarden US-Dollar Umsatz im Fiskaljahr 2010 und vor allem für den Bau von PCs bekannt. 2009 hat Dell die Perot Systems übernommen, einem IT-Dienstleister, der rund 50 Prozent seines Umsatzes im Gesundheitswesen machte. Welche Unterstützung kann Dell Services Industrieunternehmen bieten?

Stein: Die Fertigungsbranche ist für Dell und Dell Services eine Fokusindustrie. Wir haben in den vergangenen Jahren weltweit mehr als 500 ERP-Projekte bei Industrieunternehmen erfolgreich abgeschlossen. Zudem verantworten wir heute als langfristiger Dienstleistungspartner bei einer Vielzahl unserer Kunden den gesamten Bereich der IT. Unser Portfolio umfasst hardwarenahe Unterstützungsleistungen (Support), die Optimierung der Infrastrukturen im Rechenzentrum, die Betreuung von Endkunden sowie deren Support im IT-Bereich. Außerdem gestalten und implementieren wir neue Geschäftsanwendungen, beraten bei der Neugestaltung von Geschäftsprozessen und unterstützen diese durch moderne IT-Systeme. Ausgehend davon, entwickeln wir Lösungen, die auf die Bedürfnisse unsere Kunden zugeschnitten sind und nachhaltig zu ihrem Geschäftserfolg beitragen. Als Lösungsanbieter ist Dell bestrebt, den Geschäftserfolg seiner Kunden und ihre Wettbewerbsfähigkeit voranzubringen und die IT für sie einfach nutzbar zu machen.

SCOPE: Welche Branchen fokussieren Sie dabei?

Stein: Im Hinblick auf die Fertigungsindustrie sehen wir heute noch immer die Automobilbranche als Vorreiter für viele Ideen. Wir arbeiten seit vielen Jahren mit namhaften Herstellern und Zulieferern zusammen. Gleichzeitig haben wir die Erfahrungen aus der oft als Innovationsführer angesehenen Branche auf den Maschinenbau und die HighTech-Industrie übertragen. Weitere Zielbranchen sind zudem die Luftfahrtindustrie sowie ausgewählte Variantenfertiger wie beispielsweise die Papier- und Verpackungsbrache. Im Rahmen unserer Supply Chain- und CRM-Kompetenz bieten wir unsere Services auch anderen Fertigungsindustrien an und schließen Transport- und Logistikunternehmen mit ein.

SCOPE: Wie viele Projekte haben Sie im Industriebereich in Deutschland bereits realisiert?

Stein: Deutschland ist als führende Industrienation einer unserer Schwerpunktmärkte. Wir haben über die letzten Jahre mehrere Unternehmen hinzugekauft, die unser Angebot durch spezifische Beratungs- und IT-Dienstleistungen mit starkem Fokus auf die Manufacturing-Industrie komplettieren. Dell hat mehrere hundert Projekte unterschiedlicher Größe erfolgreich im deutschsprachigen Markt abgeschlossen.

SCOPE: Welche Angebote bieten Sie speziell für die Manufacturing-Industrie? Gibt es auch angepasste Branchenlösungen, etwa auf SAP-Basis?

Stein: SAP ist für die deutsche Industrie ein Muss. Unser Spektrum umfasst dabei die von Ihnen angesprochenen vorgefertigten Branchenlösungen, um Best Practices schnell nutzbar zu machen und den Aufwand der Implementierung zu reduzieren. Wir bieten heute solche Lösungen für die Automobilindustrie, für die Medizintechnik, den Maschinenbau, die Luftfahrt- und Wehrtechnik sowie für Variantenfertiger wie beispielsweise die Papier- und Stahlindustrie an. Im Rahmen einer nutzenorientierten SAP-Implementierung haben wir zudem eine Methode entwickelt, um Flexibilität und Standardisierung für den Kunden optimal abzuwägen.

SCOPE: Auf welche Themen fokussieren sie sich dabei? ERP? CRM? PLM?

Stein: Unser Ziel ist die umfassende Unterstützung unsere Kunden durch die Nutzung moderner Informationstechnologien und die Optimierung der IT-unterstützenden Prozesse. Dabei kann Dell auf mehr als 26 Jahre Erfahrung als Fertigungsunternehmen zurückgreifen. Die modernen Herausforderungen unserer Kunden in der Produktentwicklung, in der Optimierung der Supply Chain, im internationalen Handel und im Vertrieb sind uns bekannt. Noch immer entfallen circa 80 Prozent der IT-Kosten auf den laufenden Betrieb und nicht auf notwendige Innovationen, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen haben. Dell hat es sich zum Ziel gesetzt, seinen Kunden zu helfen die vorhandenen IT-Budgets besser zu nutzen: Die Aufrechterhaltung des IT-Betriebs darf mittelfristig nicht mehr als 50 Prozent des IT-Budgets ausmachen, um ausreichend Mittel in die IT-basierte Optimierung von Geschäftsmodelle und -prozesse investieren zu können. Zum ersten Mal können wir dank moderner IT-Lösungen dieses Ziels erreichen. So rechnet sich beispielsweise die Investition in aktuelle Server- und Storage-Konzepte aufgrund des geringeren Stromverbrauchs bereits innerhalb eines Jahres. Konsolidierung, Virtualisierung und Cloud Computing ersetzen die Kosten für den Neubau eines Rechenzentrums. Dell hat viele dieser aktuell diskutierten Konzepte bereits selbst eingeführt. Im Rahmen unserer Efficient Enterprise-Kampagne bieten wir jetzt unsere Erfahrungen im Bereich der IT-Optimierung durch IT Simplification, Konsolidierung und Virtualisierung breit am Markt an. Darüber hinaus gehen wir auch die Applikationslandschaften unserer Kunden an. In der Regel lässt sich die Anzahl der Anwendungen und damit auch der Betriebs- und Wartungsaufwand, aber auch Lizenzkosten reduzieren. Durch die Übernahme der Verantwortung für den Applikationsbetrieb und die Wartung der Applikationen lassen sich in der Regel signifikante Einsparungen realisieren. Oftmals sind auch nachhaltige Prozessverbesserungen und eine Qualitätssteigerung möglich. Application Management oder AMO ist hier das Schlagwort. Im Bereich der IT-Innovationen stehen die von Ihnen angesprochenen ERP-, CRM- und PLM-Projekte heute nach wie vor bei vielen Unternehmen der Fertigungsindustrie im Fokus. Der Schwerpunkt geht dabei immer mehr zur intelligenten Nutzung vorhandener Informationen für bessere Entscheidungen. Wir sehen deshalb insbesondere auch bei der Nutzung von Business Intelligence-Tools einen großen Bedarf im Markt.

SCOPE: Können Sie das Entree als Hardwareanbieter bei Industrie-Unternehmen auch als Türöffner-Verknüpfung für den Dienstleistungsbereich nutzen?

Stein: Viele unserer Kunden haben uns bis jetzt lediglich als Anbieter von Endgeräten, Servern und Speicherlösungen kennengelernt und allenfalls Lösungen zur Optimierung der Hardware bei Dell eingekauft. Im Rahmen der bei einer Vielzahl unserer Kunden anstehenden Migration auf Windows 7 haben wir ein Portfolio an Assessments und Beratungsangeboten für die Umsetzung definiert. Im Bereich der Enterprise Solutions bieten wir ähnliche Assessments und Umsetzungsleistungen für die Gestaltung von Rechenzentren, einschließlich der aktuellen Virtualisierung, an. Wir sprechen heute bereits mit den meisten unserer Hardware-Kunden auch über Dienstleistungen im Bereich der Infrastruktur und der Geschäftsanwendungen.

SCOPE: Wenn Sie sich den deutschen Markt der Fertigungsindustrie mit ihren vielen kleinen und mittelständischen Firmen ansehen, welche Möglichkeiten sehen Sie hier für Dell Services?

Stein: Der Mittelstand ist traditionell ein Bereich in dem Dell mit seinem Hardwareangebot stark vertreten ist. Die hohe Qualität, direkte Betreuung, der kompetente Support und das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis haben uns in diesem Segment zu einem der führenden Anbieter gemacht. Es liegt also nahe, gerade mit diesen Kunden den nächsten Schritt zu gehen und zunehmend integrierte Lösungen anzubieten, die auch Software, Beratung- und IT-Dienstleistungen enthalten. Für den Mittelstand haben wir dabei spezielle Lösungen im Bereich Sicherheit, Systeme aber auch virtualisierte Speicherlösungen (virtualized Storage) im Programm. Dell tritt dabei als Dienstleister auf, der alles aus einer Hand anbietet, aber trotzdem sicherstellt, dass der Kunde eine offene Lösung hat, bei der Komponenten verschiedener Hersteller getauscht werden können. Es werden folglich keine proprietären Lösungen eingesetzt, die eine langfristige Bindung an einen Technologielieferanten zur Folge haben.

SCOPE: Wie sind Sie in DACH aufgestellt? Wo ist der Sitz des IT-Dienstleistungsbereichs, wie viele Niederlassungen und Business-Partner haben Sie DACH-weit?

Stein: Kundennahe Lösungen für unsere Zielmärkte zu entwickeln und zu implementieren ist unser oberstes Ziel. Aus diesem Grund sind die meisten unserer Berater und IT-Experten beim Kunden direkt vor Ort. Unsere Büros in Frankfurt, München und Halle nutzen wir für zentrale Dienstleistungen wie Helpdesk, oder - gemeinsam mit unseren Niederlassungen in Osteuropa und Indien - als Entwicklungsstandorte für größere Softwareprojekte. Dell arbeitet mit einer Reihe von Business Partnern zusammen, so dass je nach Kundenbedarf das passende Angebot zusammengestellt werden kann. Wir kooperieren mit den den großen Hard- und Softwarehäusern wie beispielsweise SAP, Oracle, Microsoft, VMware, EMC, Brocade oder Juniper. Gleichzeitig setzen wir für kundenspezifische Lösungen auch kleinere Software-Anbieter und Dienstleister ein, um dem Kunden immer eine optimale Lösung anbieten zu können.

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