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Engineering-Dienstleistungen„Potenziale ausschöpfen“

Efficient Engineering ist das Ziel von Maximilian Brandl dem neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung von Lösungsanbieter Eplan und seiner Schwestergesellschaft Mind 8. Was dahinter steht, erläutert er im Gespräch mit SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz.
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Engineering-Dienstleistungen: „Potenziale ausschöpfen“

SCOPE: Herr Brandl, Sie sind seit 01.09.2010 Vorsitzender der Geschäftsführung der beiden Schwestergesellschaften Eplan und Mind8. Welche Schrauben haben Sie in den letzten Wochen gefunden, an denen Sie unbedingt drehen müssen?

Brandl: Wie mein Vorgänger werde auch ich an verschiedenen Schrauben drehen, um Eplan noch erfolgreicher zu machen. Eine erste, wichtige "Schraube" ist die weitere Effizienzsteigerung unserer Kunden im Engineering-Prozess. Da trifft der Eplan-Slogan auch direkt mein persönliches Ziel: "Efficient Engineering". Hierfür gilt es, die weitere Standardisierung und Automatisierung über unser Engineering Center voran zu treiben. Per Parametrierung lässt sich disziplinübergreifend ein enorm hohes Automatisierungspotenzial ausschöpfen. Ein zweites, entscheidendes Thema ist der Ausbau unserer Marktposition im internationalen Markt. Eplan ist hervorragend aufgestellt und heute schon in 50 Ländern der Welt vertreten. In Ländern wie China, USA, Russland, Indien oder Brasilien sehen wir noch entscheidende Wachstumspotenziale. Auch die weitere Integration steht als drittes wichtiges Thema auf meiner Agenda; konkret die Weiterentwicklung von Schnittstellen in Richtung ERP- und PLM-Welt. Medienbrüche auflösen für absolute Datendurchgängigkeit - das ist aus meiner Sicht der Schlüssel zur effizienten Produktentstehung, die höchsten Qualitätsansprüchen genügt.

SCOPE: Das Eplan Engineering Center (EEC) ist eines Ihrer zentralen Themen und steht für baukastenbasiertes Engineering, das die Brücke zwischen Elektrotechnik, Mechanik, Steuerungstechnik und Dokumentation schlägt. Wie kommt es bei den Kunden an?

Brandl: Kunden wie Kuka oder die SMS Siemag setzen unser EEC bereits sehr erfolgreich ein. Zudem haben wir eine Reihe Interessenten, die erst seit kurzem aufgrund interner Strukturen und Prioritäten mit uns darüber sprechen. Hier sind wir aus meiner Sicht hervorragend positioniert, um unsere Referenzen bei anderen namhaften Kunden im In- und Ausland gewinnbringend zu nutzen - auch wenn der Markt hier gerade erst im Entstehen ist. Weiteren, zusätzlichen Kundennutzen werden wir gerade in diesem Bereich durch eine engere Zusammenarbeit und Bereitstellung von Schnittstellen zu den wichtigsten ERP- und PLM-Anbietern erschließen können.

SCOPE: Und wie sieht es mit der Integration des EEC zu Mechanik-Systemen aus? Funktioniert die problemlos?

Brandl: Erste Projekte laufen aktuell sehr vielversprechend an; hier erwarte ich große Potenziale. Ebenso wie beim Thema Variantenmanagement, das mit dem EEC eine neue Leistungsstärke bekommt, da selbst im Minimalkonzept alle maximalen Ausprägungen einer Maschine erzeugt werden können.

SCOPE: Eplan wurde 1984 als CAE-Softwarehersteller gegründet. Verschiebt sich der Schwerpunkt nicht immer mehr auf die Integration von Mechanik-, Fluid- und Automatisierungslösungen und entsprechende Beratungsdienstleistungen?

Brandl: Richtig, der Schwerpunkt verlagert sich immer mehr in Richtung anspruchsvollerer Beratungsthemen. Das geht von Implementierungs- und Standardisierungskonzepten bis hin zu komplexen PDM- und PLM-Lösungen, die vielfach auf der Ebene des Top-Managements entschieden werden. Hier haben wir mit unserer Abteilung Professional Services in den letzten Jahren konsequent Know-how aufgebaut. Das klassische Produkt- bzw. Lizenzgeschäft vergangener Jahre lässt sich selbstverständlich nicht mit dem zeit- und beratungsintensiveren Consulting-Geschäft vergleichen. Insofern sehen wir es als eine zentrale Aufgabe, permanent unsere Kompetenzen in diesem Feld auszubauen. Dabei sind wir prinzipiell für alle Branchen offen, aber der Großteil unserer Kunden findet sich im klassischen Maschinen- und Anlagenbau sowie der High-Tech- und Investitionsgüterindustrie.

SCOPE: Wie stellt sich das Produkt- und Beratungsgeschäft heute umsatzanteilig jeweils dar?

Brandl: Soviel verrate ich Ihnen gerne: Unser Beratungsgeschäft entwickelt sich äußerst positiv - der Umsatzanteil ist insgesamt steigend. Das gilt im Besonderen für das stark lösungsfokussierte EEC-Geschäft, das mit intensiver Consulting-Unterstützung einher geht.

SCOPE: Eplan und Mind8 sind seit 2007 Schwestergesellschaften unter dem Dach der Friedhelm Loh Group. Beide Unternehmen sind als Engineering-Dienstleister positioniert und, zumindest von außen betrachtet, von ihren Aufgabenstellungen nicht weit voneinander entfernt. Sie sind zudem nun in Personalunion Chef beider Unternehmen - lässt sich daraus eine baldige Verschmelzung ableiten?

Brandl: Die beiden Unternehmen sind auch von meinem Vorgänger in Personalunion geführt worden und treten nach wie vor aufgrund Ihres unterschiedlichen Fokus getrennt auf. Insofern hat sich hier nichts verändert. Natürlich nutzen wir intensiv die Synergien, die sich aus den Kompetenzen beider Unternehmen ergeben.

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